Christiane Schuster

Tochter will Mutterrolle übernehmen

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Hallo
ich hab ein Problem. Meine Tochter, 5 Jahre, spielt sich auf, als wär sie die Mutter. Ich muss dazu sagen, das mein Mann und ich getrennt leben. Derzeit leben die 2 Kinder bei ihm. Also ich hole sie beide um 14:30 vom Kindergarten ab und betreue sie bis abends um 17:00 Uhr und dann holt sie Papa wieder ab, wo sie dann auch schlafen. Wir haben das aus dem Grund gemacht, weil er in der früh in die Arbeit fährt und auch am Kindergarten vorbeifährt. So kann er die Kinder gleich immer dort abgeben. Wir haben halt gedacht das es eine gute Lösung ist, denn so sind die Kinder trotz der Trennung bei beiden Elternteilen gleich oft. Aber so gut war die Idee wohl doch nicht. Meine Tochter spielt immer wenn sie beim Papa daheim ist, die Mutterrolle. Sie kommandiert ihren Bruder rum, er ist 3 Jahre, sagt mir in Papa´s Wohnung ( wenn ich denn mal dort bin um irgendwas zu erledigen ) was ich zu tun und zu lassen hab. Sie kann auch nichts ohne ihren Bruder machen. Ständig heißt es " Alexander komm mit, WIR wollen dies oder das spielen " Oft will Alexander gar nicht, er möchte auch gerne mal alleine spielen, aber das kann sie dann nicht sehen und stört ihn so lange bis er ausflippt und bockig wird. Ich hab ihr schon einige male gesagt das sie das bleiben lassen soll. Ich sag immer, es ist schon das du deinen Bruder so magst, aber er möchte auch mal alleine was spielen. Aber das akzeptiert sie nicht. Sie möchte immer die Kontrolle über ihn haben. Ich trenne sie teilweise nachtmittags - jeder in sein Zimmer. Alexander macht das nichts. Er genießt es und spielt und Lego. Sie jammert dann immer nur rum ich sei so gemein, und alleine spielen is langweilig.
Spielen wir aber mal was zusammen, haben jetzt einige neue Spiele gekauft, dann mischt sie sich wieder bei Alexander ein. Hilft ihm sozusagen beim Denken, nimmt ihm alles ab. Ich hab es langsam leid, ständig sagen zu müssen sie soll sich raus halten.
Was kann ich da am besten tun? Sol ich die 2 trennen? Einfach mal sie oder ihn nachts hier behalten, das sie nicht immer gleichzeitig beim Papa schlafen? Nächstes Jahr werden mein neuer Partner und ich sowieso umziehen, raus aus der Stadt und aufs Land. Dort werden die Kinder dann auch in Schule und Kindergarten gehen und auch künftig dann beide fest bei uns wohnen, ohne ständiges hin und her zwischen Mama und Papa. Dieser nimmt sie dann nur noch am Wochenende. Meinen Sie das es dann besser wird? Ich hab immer das Gefühl so viel falsch zu machen. Aber an sich leiden meine Kinder nicht unter der Trennung, weil sie eben zu uns beiden Kontakt haben....Was soll ich tun?

LG sabine

von 06101979 am 21.10.2008, 10:44 Uhr

 

Antwort auf:

Tochter will Mutterrolle übernehmen

Hallo Sabine
Da die Trennung vermutlich noch nicht allzu lange her ist, Ihre Tochter sich zuvor hauptsächlich an Ihnen orientiert und Ihr Verhalten nachgeahmt haben wird, ist es eigentlich nur zu verständlich, dass sie beim Papa versucht, Ihre Rolle zu übernehmen. Eine diesbezügliche Zurechtweisung wird sie nicht verstehen und sich dann immer weniger verstanden fühlen.
Um die Situation für Alle harmonischer zu gestalten, empfehle ich Ihnen, den Kindern möglichst viel Kontakte zu jeweils Gleichaltrigen zu ermöglichen und ihnen großzügig zu erlauben, auch mal alleine bei Ihnen oder dem Papa schlafen zu dürfen, um mit Ihnen, bzw. dem Papa etwas Besonderes, dem jeweiligen Alter Entsprechendes unternehmen zu können.
Das spätere, ausschließliche Wohnen bei Ihnen und Ihrem Freund wird dann zusätzlich eine leichtere Umstellung für Beide werden, sodass der Umzug leichter verkraftet werden wird.

Liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 21.10.2008

Antwort:

ähm,

ganz so einfach, wie du hier deine umzugsplanung schilderst geht es möglicherweise nicht.

die kinder leben jetzt, also nach der trennung, beim vater (auch, wenn sie dich regelmäßig sehen), das ist ihr vertrautes lebensumfeld, und sie aus dem herauszureißen, wenn es dir "beliebt" (klingt unfreundlich, ich weiß) kann ein richter kritisch sehen. "ein kind gehört zur mutter" wird nicht notgedrungen als notwendig erachtet, wenn die kinder gut versorgt sind, was ja der fall ist.

und ob es für die kinder so gut ist, nächstes jahr, wenn sie sich gerade langsam an die neue situation gewöhnt haben da wieder herauszureißen und dazu eine neue umgebung, einen neuen mann im haus und auf einmal viel weniger papa, das wage ich zu bezweifeln.
klingt nach "ich will mein leben ordnen, dabei sind mir die kinder im weg (auch wenn ich sie liebe) aber wenn es geordnet ist, dann hole ich sie wieder zu mir."

von mama.frosch am 21.10.2008

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