Sylvia Ubbens

Tochter fast 6

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Liebes Expertenteam

Meine Tochter wird im Mai 6 und kann sich (immer noch nicht) mal kurz alleine beschäftigen.
Sie ist schon immer ein forderndes Kind gewesen als Baby ein Schreibaby und danach musste sie bis zu den jetzigen Zeitpunkt dauerbespaßt werden....
Sie ist so wie wir Eltern eine Frühaufsteher, sprich der Tag fängt meist gegen 5 an, und ab Diesen Zeitpunkt höre ich nur Mama dies und Mama jenes, mir ist so langweilig ich weiß nicht was ich spielen soll....
Sie will mir immer nur helfen, was ja nicht das Problem wäre, aber wenn man ihr was sagt, hol bitte das kleine Brett, bring das bitte in den Mistkübel, nimm bitte den Kübel mit um Holz zu holen fragt sie hundertmal nach..... Das zerrt echt an den Nerven.... Vor allem weil ich weiß das sie mich verstanden hat.
Man hat echt das Gefühl sie redet das sie redet, einfach weil sie es kann.
Wie schaffe ich es das sie sich mal beschäftigt? Oder auch mal still ist....
In diesen Moment sitzt sie neben mir..... Mama was tust du da? Schreibst du was?

Lg

von Natascha 1981 am 26.02.2020, 06:41 Uhr

 

Antwort auf:

Tochter fast 6

Liebe Natascha,

gerne dürfen Sie Ihrer Tochter zwischendurch auch mal sagen, dass Sie jetzt gerade keine Zeit haben, ggf. mit einer kleinen Begründung. "Ich kann jetzt nicht spielen, da ich den Abwasch erledigen muss."

Zum Üben können Sie auch eine Zeit vereinbaren, in der sich Ihre Tochter alleine beschäftigen darf. Eine Eieruhr oder eine CD mit dem Hinweis, dass nach Lied x Sie etwas mit ihr spielen, können sehr hilfreich sein. Fangen Sie mit wenigen Minuten an und steigern die Zeiten.

Bei kleinen Aufträgen können Sie direkt nachfragen. "Hol bitte den Kübel mit dem Holz. - Sag mir bitte, worum ich dich gebeten haben." So nehmen Sie die Fragen Ihrer Tochter vorweg und nach ein paar Tagen, vielleicht etwa zwei Wochen, können Sie es dann ohne nachzufragen ausprobieren.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 26.02.2020

Antwort auf:

Tochter fast 6

Ich würde sagen, DU solltest dich mehr abgrenzen bzw. deine Grenzen klar machen.
Du schreibst gerade etwas - ihre Neugierde ist ok. Es ist aber genau so ok wenn du ihr dann sagst "ja, ich schreibe gerade etwas und das möchte ich jetzt bitte in Ruhe tun. Danach (in 10 Min oä) habe ich wieder Zeit für dich".
Und dann würde ich eben auch nicht auf jede Frage weiter eingehen.
Ebenso mit anderen Dingen: du bist gerade mit xy beschäftigt - in x Minuten hast du wieder Zeit für sie.
Ja, man darf Kindern auch mal sagen, dass man jetzt gerade gerne mal seine Ruhe hätte.

Bzgl. des 100 x nachfragen: auch da würde ich eben nicht 100x antworten. Du sagst selbst, sie hat dich verstanden. Du kannst ja statt dessen selbst mal zurück fragen "hast du eben gehört, um was ich dich gebeten habe?" wenn sie nachfragt. Wenns ie dann sagt "ja, ich soll ..." ist es doch gut - dann kannst du ihr doch sagen "genau" und das Thema ist erledigt.

Davon ab gibt es aber tatsächlich Kinder, die sich schwer selbst beschäftigen können.
Das heißt aber nicht, dass du deswegen ständig den Spielekasper geben musst. Gibt diesen schönen Spruch "man muss sich auch mal langweilen können" bzw. "aus Langeweile entstehen oft die tollsten Dinge". Das kann ich bestätigen - unser Kind würde auch am liebsten immer jemanden haben, der ihn bespaßt. Tut man das nicht, wird sich erst mal demonstrativ gelangweilt und dann irgendwann, wenn darauf nämlich keiner reagiert, doch etwas gefunden ;-)

von cube am 26.02.2020

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