Sylvia Ubbens

Ständiges nächtliches Aufwachen 21 Monate

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Liebe Frau Ubbens,
Unsere Tochter 21 Monate alt, geht abends ca 20:30/21 Uhr zu Bett mit abendlichen Ritual nach dem Abendessen waschen/Duschen/Baden, manchmal noch Vollmilch aus der Flasche, Zähne putzen, kuscheln, Pyjama anziehen und wenn noch nicht zu sehr müde gemeinsam eine kleine Gutenacht-Geschichte und dann gehen sie und ihr Bruder (5j) ins Bett. Sie
schläft sehr schnell max 5 min mit mir oder ihrem Papa neben ihrem Bett ein. Sie wacht jedoch seit 3 Wochen jede Nacht 5-10 Mal auf schreit nach Mama/Papa und wenn man nicht sofort da ist steigert sie sich gleich in diese Situation hinein. Das hat sie schon immer seit aie alleine schläft jedoch nicht so viele Male in einer Nacht. Sie beruhigt sich sobald wir bei ihr sind aber sie schläft eben nie alleine wieder ein, wir sitzen immer neben ihrem Bett. Manchmal schläft sie nach ein paar Minuten wieder so tief, dass man wieder aus ihrem Zimmer gehen kann ansonsten ruft sie sofort nach einem und weint. Manchmal findet sie aber die ganze Nacht nicht mehr in den Tiefschlaf und man sitzt die ganze Nacht bei ihr. Sie hat erst kurz vor dieser Phase ihre ersten durchschlafenden Nächte gehabt und nun sind wir wieder an dem Punkt der Erschöpfung. Sie teilt sich mit ihrem Bruder das Zimmer und wir lassen ihn momentan bei uns schlafen da er auch sehr unter dem Schlafmangel leidet. Tagsüber ist sie quicklebendig außer dass man ihr schon die Müdigkeit von den anstrengenden nächten ansieht und manchmal durch ihre quengeligkeit auch anmerkt. Ich mache mir langsam Sorgen ob es nicht ihrer Entwicklung schadet? Und wir kämpfen damit die Tage zu "überleben". Ich hatte vor etwa 6 Monaten einen Zusammenbruch und hörsturz weil mir der Schlafmangel so zugesetzt hat. Ich merke dass uns Eltern aufgrund der momentanen Situation zunehmend die Geduld und Kraft für den Alltag fehlt auch wenn ich ihn ruhig angehe aber sie sind beide sehr aufgeweckt und auf Dauer ist es ja kein Zustand. Sie verbringen viel Zeit an der frischen Luft und sie bewegen sich ausreichend. Wir wünschen uns alle wieder entspannter zu sein und darum sehnen wir uns ruhigere Nächte herbei. So sehr dass wir zweifeln ob wir selber schuld sind uns sie in der Hinsicht "verwöhnt" haben?! Wir haben sie heute zu ihrem mittagsschlaf alleine einschlafen lassen, immer wieder bin ich zu ihr rein und ans Bett, sie kurz beruhigt und gestreichelt und bin wieder raus. Insgesamt ging es 20 min bis sie eingeschlafen ist aber sie hat fürchterlich geweint :( am Abend der zweite Versuch aber beim 2. Mal reingehen, bin ich bei ihr geblieben da es sich nicht richtig angefühlt hat und ich sie einfach trösten und entspannt einschlafen lassen wollte. ich habe angst damit noch mehr kaputt zu machen. Sie bei uns im Bett schlafen lassen, möchte ich ungern weil die Abgewöhnung auch lange und anstrengend war. Sie wurde 16 Monate gestillt besonders nachts und hat auch solange im Elternbett geschlafen. Wir haben versucht, dass sie mit ihrem Bruder zusammen schläft weil beide es so wollten aber das hat nicht funktioniert. Sie schlafen mit nachtlicht und die Tochter mit ihren zwei LieblingsKuscheltieren aber die interessieren sie nicht wirklich. Ist es eine typische Phase in diesem Alter? Kann es sein, dass sie Angst hat oder woran kann es liegen? Fürs Zahnen zb sehen wir keine Anzeichen. Haben sie Tipps oder eine sanfte kindgerechte Methode die Sie uns empfehlen können unserer Kleinen das alleine einschlafen oder durchschlafen beizubringen? Vielen lieben Dank schon einmal und entschuldigen Sie die lange Nachricht!

von Julisonnenblume am 21.04.2020, 01:15 Uhr

 

Antwort auf:

Ständiges nächtliches Aufwachen 21 Monate

Liebe Julisonnenblume,

Ihre Tochter schläft mit Ihnen an der Seite ein und erwartet Sie an ihrer Seite wenn sie in der Nacht wach wird. Das häufige nächtliche Aufwachen hält oft für mehrere Tage bis wenige Wochen an und wird dann wieder besser.

Gönnen Sie Ihrer Tochter vor dem Schlafengehen eine kleine Massage. 10 Minuten genügen oft schon, dass die Kinder entspannt müde werden und gut ein- und oft auch durchschlafen. Es braucht ein paar Tage, bis sich die Kinder an das neue Ritual gewöhnt haben und sich diese auf den nächtlichen Schlaf auswirkt.

Vielleicht mag Ihre Tochter es auch gerne, wenn Sie das Kinderbett ein wenig verkleinern. Legen Sie dazu beispielsweise ein Stillkissen oder eine aufgerollte Decke unter das Laken. Ihre Tochter kann sich nunmehr in der Nacht ankuscheln und spürt ein Gefühl von Nähe. Auch dies kann zu einem besseren nächtlichen Schlaf führen. Probieren Sie auch dies mindestens eine Woche lang aus.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 22.04.2020

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