Sylvia Ubbens

Lässt nicht ab vom bösen Wort - wird langsam ausgeschlossen

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Vielen Dank für die Tipps, das mit der Straße funktioniert jetzt sehr gut. (Sohn bald 3 J)

Das Ignorieren des bösen Wortes leider gar nicht. Es ist schlimmer geworden. Er sagt es nur noch. Beim Einkaufen im Supermarkt läuft er durch die Gänge und sagt es freudig in Dauerschleife. Ohne das es einen Auslöser gibt. Obwohl wir sagten, das wir es nicht hören möchten und wenn immer es möglich ist den Raum dann verlassen oder auf Distanz gehen (draußen ist das schwerer ihn stehen zu lassen ). Ich dachte auch, er vergisst es irgendwann, weil wir es zu Hause nie sagen. Er sagt es besonders häufig, wenn er wütend ist.

Ich weiß wirklich nicht weiter. Die anderen Eltern gehen schon auf Distanz, damit ihre Kinder das nicht auch kopieren.

von Nialata am 19.02.2020, 20:56 Uhr

 

Antwort auf:

Lässt nicht ab vom bösen Wort - wird langsam ausgeschlossen

Liebe Nialata,

bleiben Sie dabei, nach Ankündigung den Raum zu verlassen. Sind Sie draußen unterwegs oder im Supermarkt, kündigen Sie an, dass es nach Hause geht, wenn er das Wort weiter benutzt. Gehen Sie dann auch mit ihm. Ihr Sohn darf erfahren, dass sein Handeln Konsequenzen mit sich bringt.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 21.02.2020

Antwort auf:

Lässt nicht ab vom bösen Wort - wird langsam ausgeschlossen

Also es ist genau 1 einziges Wort? Er hat offenbar gemerkt, das dieses 1 Wort einen unglaublichen Effekt hat. Er weiß sicher gar nicht, was er da sagt - er merkt nur: wow! Ich hab hier echt alle im Griff damit!
Da du schreibst, andere gehen auf Distanz, reden wir hier von einem Wort aus der Kategorie "F**e", "Hu****sohn" oder ähnlichem?
Denn bei "Blödmann" würde ich jetzt eher gelassen bleiben.
Habt ihr ihm den schon mal erklärt, was das Wort bedeutet bzw. das dies eine schlimme Beleidigung ist? Wie gesagt: er wird gar nicht wissen, WAS er da sagt - er merkt nur, das alle am Rad drehen wenn er es raushaut.
Ich würde es ihm mal erklären, ganz klar machen "das ist eine Beschimpfung" und das andere Menschen (nicht nur ihr) keine Lust haben, sich so beschimpfen zu lassen.
Geht ihr raus und er fängt davon an - kündige vorher schon an, das ihr sofort wieder nach Hause geht, wenn er ständig dieses Wort jedem entgegentrötet. Und dann mach das auch. Ihr wolltet zum Spielplatz - tja, geht leider nicht wenn er ständig andere beleidig usw.

Mehr fällt mir dazu auch nicht ein - mal sehen, was Frau Ubbens noch so an Tipps hat.

von cube am 20.02.2020

Antwort:

Nachtrag

Es gibt ja auch die Option, mit Belohnung zu arbeiten. Also für jeden Tag, an dem er das Wort nicht sagt 1 Sternchen, bei x Sternchen geht ihr ein Eis essen oder so.

Ich persönlich behalte für solche eher motivierend gemeinte Belohnungen für Dinge vor, die unserem Kind schwer fallen. Also eher sowas wie "wenn du das Seepferdchen geschafft hast, gehen wir ein großes Eis essen/darfst du dir einen Comic aussuchen" etc.

Bei solchen Dingen, wo es eher darum geht, etwas zu unterlassen, finde ich das einfach keine gute Option. Kinder sind ja nicht doof - völlig unbewusst wird er merken "aha, cool, wenn ich etwas tue, was Mama nicht will, bekomme ich tolle Sachen versprochen".
Also keine Motivation für schwerfallende Dinge sondern eher Bestechung aus Hilflosigkeit.

von cube am 20.02.2020

Antwort:

Es geht gar nicht um das Wort

In dem Alter testen Kinder sehr ausführlich das Ursache-Wirkung-Prinzip. "Wenn ich X mache, passiert Y? Echt? Das muß ich gleich nochmal probieren! Ach, schau, diesmal passiert was anderes? Warum? Und wenn ich es nochmal sage, was passiert dann?"

Und das Wort eignet sich ganz ausgezeichnet, denn es erzeugt bei verschiedenen Personen ganz verschiedene spannende - aber immer extreme - Wirkungen. Coole Sache, gleich nochmal testen!

Ich würde dauerhaft (und rechnet nicht mit einer Besserung in drei Tagen - das wird eher drei Monate dauern, wenn das schon so lange geht) das Kind beim ersten (!) Benutzen des Wortes das Kind in den KiWa verfrachten und nach Hause gehen. Auch wenn er brüllt und schreit. Auch im Supermarkt. Auch (und gerade) wenn er grad mit anderen Kindern spielt. Zu Hause würde ich weiterhin den Raum verlassen.

von Strudelteigteilchen am 20.02.2020

Antwort auf:

Lässt nicht ab vom bösen Wort - wird langsam ausgeschlossen

Kann es sein, dass ihr alle quasi nur darauf wartet, dass er "das Wort" gleich wieder benutzt? Und er vermutlich auch nur darauf wartet, dass er gleich wieder loslegt?

Wie wäre es, wenn du einen großen Berg Aufmerksamkeit auf andere Sachen legst?
Beispiel Einkaufen:
Schreib vorher mit ihm einen Einkaufszettel. Frag ihn, was ihr kaufen sollt, lass ihn selber "schreiben " und oder mal ein Bildchen hinter das Wort (Gurke, Brot, ...) oder lass ihn malen.
Beim Einkaufen drückst Du ihm dann den Zettel in die Hand und bindest ihn mit ein.
"Holst du bitte noch eine Gurke da vorne? Was steht da noch? Brot? Ok, welches Brot sollen wir nehmen?"

Das hat bei uns auch schon in diesem Alter gut geklappt.

von Anna3Mama am 22.02.2020

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