Sylvia Ubbens

Ewige Kriege, ich kann nicht mehr

Antwort von Sylvia Ubbens

Ich hab dich schon verstanden Viviane, drum schrieb ich ja auch, das es bei euch vielleicht nicht ganz so einfach ist und meine halt wirklich im Zimmer bleibt und morgens ist das ja auch nicht machbar. Ich wollte dir damit nur sagen, daß es uns hilft, wenn ich mich rausnehme und versuche ruhig zu bleiben. Ich sag immer, es ist ein arbeiten mit sämtlichen Tricks und manchmal klappt es und manchmal halt nicht. Es hängt auch immer davon ab, wie man selber drauf ist. Ich hab das vorgestern durch, auf dem nach Hauseweg begann eine sinnlose Diskussion ohne wichtigen Grund, sie war einfach nur KO und suchte Streit. Also hab ich sie in ihr Zimmer getan, und ihr gesagt das sie nun weiter schreien kann, was sie auch tat und fing dann an zu schreien, sie will ihr kleines Licht, ich soll es anmachen. Ich reagiere dann aber nicht darauf. Irgendwann wird es leiser und irgendwann auch nicht mehr so fordernd. Wenn ich an ihrer Stimme höre, das sie sich beruhigt ( was eine gute halbe Stunde dauern kann) dann geh ich zu ihr rein, und wir reden und dann ist es auch wirklich wieder gut. Das geht aber nur, wenn ich ihr in ihrer Rage aus dem Weg gehe und dadurch ruhig bleiben kann. Du kennst deine Tochter am besten und weißt wie sie tickt. Wenn sie in der Schule ist überlege dir Strategien wie du ganz spezielle Probleme z.B. das anziehen regeln kannst, so das sie sich gar nicht erst zu sehr reinsteigern kann, sondern du es in ein Spiel umlenken kannst. Sie will nicht ihre Zähne putzen, dann willst du auch nicht, weil du noch viel zu müde bist und Zähneputzen langweilig ist. Frag sie, ob sie dir deine Zähne putzt weil du keine Lust hast aber Löcher willst du auch keine. Wenn sie es tut, dann hast du so viel Spaß dabei und mußt so viel lachen, das sie es witzig findet wenn du danach ihre putz. Das ist nur mal ein Beispiel, meine ist 3, bei ihr klappt das, du kennst deine am besten, denk dir deine eigenen Spiele aus.
Was ich auch ganz gut finde für uns ist Ergo, da gehen wir seit 2Monaten hin. Ich bleib immer mit dabei, weil ich oft Ideen bekomme, was wir gemeinsam zu Hause machen können und wie ich sie dazu bringen kann, zu machen was ich will ohne das sie merkt, daß ich es so will. Und noch was Viviane, such dir einen Ausgleich, such dir was wie du zur Ruhe kommst, wie du dich entspannen kannst oder wo du dich mal abreagieren kannst. Oft braucht man gar keine großen Ratschläge von anderen, sondern nur jemanden bei dem man Urteilsfrei seinen ganzen Frust loswerden kann und auch mal richtig heulen kann. Dann hat man oft wieder ein wenig Kraft um offen für neues zu sein und entspannter in die nächsten 2Stunden gehen kann.
Ich denk an dich und drück dir die Daumen.

von hedda3 am 30.09.2009, 09:43 Uhr

 
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