Christiane Schuster

Einschlafritual ändern

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Liebe Frau Schuster,
mein Sohn ist 8,5 Monate alt und braucht um zur Ruhe zu finden bzw. zum Einschlafen die Brust, dies sowohl zum Mittagschlaf und auch beim Zu-
bettgehen am Abend.
Da ich nun doch bald vollständig abstillen möchte, und damit ihn auch mal
jemand anders ins Bett bringen kann, möchte ich ihm das abgewöhnen, allerdings akzeptiert er keinerlei Schnuller, Schmusetiere oder ähnliches, um sein Saugbedürfnis zu stillen. Dazu kommt, dass er nachts wieder zwischen vier und sechs mal wach wird und sich auch dann nur durch Stillen beruhigen lässt. Er hatte vor Monaten eine Phase, in der er Durchgeschlafen hat. Inzwischen hat er sechs Zähne bekommen, krabbeln, hochziehen, wieder setzen usw. gelernt. Kann ich ihm beibringen ohne Brust einzuschlafen, empfiehlt es sich ihn nachts nicht mehr ranzulassen? Das soll nicht bedeuten, dass ich ihn einfach schreien lassen möchte, aber kann ich einfach für ihn da sein, mit ihm reden, ihn streicheln usw., nur halt die Brust verweigern oder soll ich sie ihm "gönnen" so lange er möchte? Eine Bekannte hat mir den Vorschlag gemacht, ihr Kind hat nach 2 Nächten durchgeschlafen. Ich will einerseits nicht, dass er einen psychischen Knacks bekommt, wenn ich so radikal vorgehen würde, andererseits möchte ihn ehrlichgesagt nicht ewig an der Brust hängen haben. Die Vorstellung, ihn über das erste Lebensjahr hinaus noch stillen zu müssen, stösst mich eher ab. Wann ist der richtige Zeitpunkt, ihm ein anderes Riual anzugewönen, damit er nicht unglücklich wird.
Vielen Dank und herzliche Grüsse.
Marion

von Marion am 07.01.2000, 19:32 Uhr

 

Antwort auf:

Einschlafritual ändern

Hallo Marion
An Ihrer Stelle würde ich tagsüber damit beginnen, Ihrem Sohn das Trinken an der Brust abzugewöhnen. Vielleicht, indem Sie ihn nur noch zum Nachtisch ein wenig saugen lassen? Nachts fühlen sich viele Kinder aufgrund der Dunkelheit und dem geringen Kontakt zur Mutter unsicherer als tagsüber. Sie können auch versuchen, Ihrem Sohn abwechselnd einmal die Brust zu geben und ihn einmal mit Streicheleinheiten zu verwöhnen. Letztere evtl. auch einmal von einer 3. Person? Wenn Sie fast 1 Jahr gestillt haben, brauchen Sie kein schlechtes Gewissen zu haben, dass Ihr Sohn unglücklich wird. Unglücklich werden nur Kinder, die zu wenig Liebe erhalten.
Bis bald?

von Christiane Schuster am 10.01.2000

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