Sylvia Ubbens

3jähriger mit überforderter Mutter haben Sie einen Tipp?

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Hallo Fr. Ubbens,
ich weiß nicht, ob Sie meine richtige Ansprechpartnerin sind, aber ich versuch es mal einfach.
Meine Freundin ist alleinerziehend und hat einen 3jährigen Sohn. Sie ist sehr geduldig, liebevoll, erklärt ihm immer alles und scheint eine perfekte Mutter zu sein. Aber manchmal bekommt sie zwischendurch Ausraster. Ich hab es erlebt und sie hat sich mir schon anvertraut. Das kommt alle 2-3 Tage vor, dass sie in einer Situation, wo mal nicht alles glatt läuft, total hasserfüllt wird. Sie brüllt dann rum, und schmeißt zb. das Spielzeug, das der Kleine grade rumgeworfen hat, in den Müll. Sie lässt in der Situation nicht mit sich reden, sie ist dann wirklich stinksauer. Nach ein paar Minuten ist es vorbei, sie hat dann ein schlechtes Gewissen, holt das Spielzeug aus dem Müll und entschuldigt sich bei ihm.

Sie war mal bei einer Psychologin, die meinte wohl, dass sie etwas unter dem Borderlinesyndrom leiden würde, aber nicht sehr und empfahl ihr Johanniskraut. Ob sie es nimmt weiß ich nicht.

Wie schlimm ist das für den Kleinen? Was kann ich ihr noch raten? Ich versuche sie immer ein bisschen zu unterstützen, bin aber selbst alleinerziehend mit 2 Kindern.

Bin für jeden Tipp dankbar!

von stuffstuff am 11.01.2016, 07:33 Uhr

 

Antwort auf:

3jähriger mit überforderter Mutter haben Sie einen Tipp?

Liebe stuffstuff,

wieviel Zeit für sich hat Ihre Freundin? Wichtig ist, dass Ihre Freundin regelmäßig Zeiten für sich hat, in denen sie ohne Kind aus dem Haus kommt und nicht zur Arbeit muss. Sie muss sich entspannen können, damit sie auch entspannt bleiben kann, wenn es zu Streßsituationen kommt. Vielleicht hilft ihr ein Entspannungskurs, der vielerorts z.B. von Volkshochschulen angeboten wird.

Inwiefern das Verhalten Ihrer Freundin dem Kind schadet, liegt an der Psyche des Kindes. Viele Kinder lernen das Verhalten der Eltern zu akzeptieren, wenn denn auf der anderen Seite ein liebevolles Miteinander gepflegt wird. Manche nehmen es mit ins Erwachsenenalter. Vielleicht schafft Ihre Freundin den "Absprung" und kann zukünftig gelassener reagieren. Dass sie darüber sprechen kann ist schon einmal ein guter Anfang.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 11.01.2016

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