ADHS - ADS

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Geschrieben von Monika 87 am 30.07.2020, 22:14 Uhr

Bin ganz neu und habe 1 Frage

Wir haben die Diagnose noch nicht sicher. Jedoch wurde sie heute erneut angesprochen und man geht stark davon aus, das mein Sohn adhs hat. Es sei mit 5 Jahren wohl noch zu früh, also müssen wir im 4. Quartal zum Psychologen, der seine Einschätzung dazu gibt.
Sie hat mir auch erklärt, dass man Medikamente geben kann, damit er sich in der Schule besser konzentrieren kann / könnte.
Er geht seit Mitte 2017 zur Frühförderung, er macht in der Konzentration aber nur kleine Fortschritte und würde es nach ihrer aktuellen Einschätzung, nicht in Schule schaffen mitzukommen. Sein Sozialverhalten sei kein Problem aber seine bewegungsunruhe und seine Konzentration....so sagen es die im spz.

Meine eigentliche Frage .
FALLS ich mich für Medikamente entscheide....müssen beide Elternteile dann dafür unterschreiben? Bin alleinerziehend, haben aber geteiltes sorgerecht. Bei Medikamenten winkte der Vater sofort ab . Dies wolle er auf keinen Fall.
Ich finde wir sollten uns erstmal richtig beraten lassen....aber er blockte sofort ab .

Sorry, bin grad/ heute etwas überfordert mit allem . Kenn mich mit dem Thema nicht aus und Google bringt mich nur nich mehr durcheinander. Hab da Forum hier entdeckt und dachte....ich schreib mal hier rein.

Lg

 
4 Antworten:

Re: Bin ganz neu und habe 1 Frage

Antwort von misses-cat am 31.07.2020, 7:26 Uhr

Wenn der Vater sich weigert und du die Empfehlung von Psychiater hast ( nur dieser kann Medikamente Verordnen) und lässt seine Unterschrift bei Gericht ersetzten.
Ich wurde bei meinem Sohn gefragt ob ich das alleinige habe, deshalb gehe ich von aus das er mit unterschreiben müsste. War bei uns nicht der Fall, ich habe das alleinige.

Da würde ich mich nicht kirre machen, der Richter entscheidet nach Kindeswohl und wenn du von Therapeuten, Lehrer und Ärzten die Aussage hast das er es braucht kann dein ex sich auf den Kopf stellen.
Lg

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Re: Bin ganz neu und habe 1 Frage

Antwort von desireekk am 01.08.2020, 17:22 Uhr

Hallo,

siehe andere Antwort, so sehe ich das auch.

Was ich machen würde:
Thematisiere das Sorgerecht nicht mit den Ärzten, wenn sie die Unterschrift des KV von sich aus nicht einfordern: umso besser. Mach einfach alleine.
Was ich trotzdem tun würde: teile dem KV nachweisbar (mit Zeugen bzw schriftlich ggf. sogar per Einschreiben) alle Termine mit. Ich würde ihn nicht direkt einladen, aber wenn er will hat er dann zumindest die Gelegenheit mitzugehen und Interesse zu zeigen. Nimmt er die Termine nicht wahr, hat er später umso schlechtere Karten wenn es um Verweigerung der Medikamente oder anderer Therapien geht. Aber sag ihm das nicht. Schreib/sag ihm einfach wann der nächste Termin beim SPZ, KiA o. ä. ist, fertig.

Wenn seine Zustimmung zur Medikation doch gefordert wird, er evtl. bei Terminen nicht dabei war und der KJP die Medikation aber befürwortet, hast du größte Chancen seine Unterschrift beim Richter ersetzt zu bekommen.

VG

D

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Re: Bin ganz neu und habe 1 Frage

Antwort von asclepiatina am 02.08.2020, 15:48 Uhr

Kenne mich bei der Rechtsfrage nicht aus, aber kann dir eine Empfehlung geben. Mein Sohn hatte ähnliche Voraussetzungen als er zur Schule kam. Haben im Vorfeld alle Tests (EEG/EKG und Blutbild) machen lassen und eine Medikation schnell in die Wege leiten zu können. Nun hat er das erste Schuljahr geschafft, Mittwoch gab es Zeugnisse. Was soll ich sagen er ist super, hat mega schnell alles gelernt bekam ständig zusatzaufgaben und sogar schon teils Sachen von der 2. Klasse. Trotzdem habe ich die Medikation noch im Hinterkopf, da er bei dem Zwischenmenschlichen nicht so gut abschneidet. Bin aber jemand der es gerne erst ohne Medis versucht.

Meine Große hat auch ADHS haben es auch 3Jahre ohne Medis geschafft, rein Schulisch wäre es auch ohne weiterhin gegangen, nur hat sie eine spezielle Form die das ADHS über die Gefühlswelt auslebt, was zur Folge hatte das sie sich das leben nehmen wollte. Daraufhin haben wir dann doch auf Medis zurück gegriffen. Denn wenn die Gesundheit gefährdet ist muss man was ändern.....

Also hör auf dein Bauch. Bereite alles vor, aber mach dir keinen Stress..
Wir mussten meine ich beide Unterschreiben, sind aber nicht getrennt

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Re: Bin ganz neu und habe 1 Frage

Antwort von Dezemberbaby2012 am 03.08.2020, 10:29 Uhr

Hallo!

Wir mussten zu Medikationsbeginn beide unterschreiben und müssen es auch bei jedem eventuellen Medikamentenwechsel. Wir leben nicht getrennt, ist also bei uns auch kein Problem.

Wenn ihr beide das Sorgerecht habt, kann ich mir schon vorstellen, dass beide unterschreiben müssen. Das sofortige Abwinken beim Thema „Medikation“ ohne weitere Diskussion ist ziemlich typisch für Menschen, die sich mit dem Thema ADHS noch nicht wirklich auseinandergesetzt haben. Insofern sollte er eigentlich dringend mit zu den Terminen, um da einen tieferen Einblick zu bekommen. Wenn er die Termine auch verweigern sollte, hast du wahrscheinlich gute Karten, über eine Medikation auch ohne seine Unterschrift ggf. mit Hilfe des Jugendamtes zu entscheiden.

Wir haben es übrigens auch so gemacht, dass wir alle Untersuchungen etc. vorbereitet haben, um nach der Einschulung gleich reagieren zu können. Davor haben wir mit Absicht noch keine Medikamente gegeben. Waren eigentlich auch eher dagegen. Aber nach der Einschulung hat sich recht schnell gezeigt, dass das Verhalten nicht „gruppengerecht“ war (zu zappelig, zu langsam, zu ungeduldig, zu redselig, ist herumgelaufen, hat reingeplappert, andere Kinder gestört, sich nicht an Regeln gehalten und so weiter.) Er geriet bei Lehrern und Klassenkameraden immer mehr ins Abseits, erstes Mobbing (durch Eltern!!) begann und unser Kleiner wurde schliesslich depressiv. Da haben wir dann schweren Herzens doch auf die Medikation zurückgegriffen. Dank der Vorbereitung ging das dann recht schnell. Danach wurde es in der Schule besser, aber leider hat er stärkere Nebenwirkungen vom Medikament, so dass wir jetzt einen Wechsel versuchen.

Liebe Grüße

Dezemberbaby

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