Augen
Beide Augen sollten gleich groß
sein und beide Pupillen gleichzeitig auf Licht reagieren. Bezüglich des Schielen gibt es
zwei unterschiedliche Meinungen: Die erste
lautet etwa so: "In den ersten Monaten haben Sie möglicherweise den Eindruck, dass
das Baby schielt - was in dieser Zeit noch nicht bedenklich ist. Nach zehn bis zwölf
Lebensmonaten sollte sich das aber gegeben haben. Falls nicht, müssen Sie damit zum
Augenarzt."
Die zweite lautet: "Schielen gibt sich
niemals von allein - je früher eine Therapie einsetzt, desto größer sind die
Erfolgsaussichten."
Um kein Risiko einzugehen, lässt man sich wohl
besser einen Termin beim Augenarzt geben, sobald man Schielen bemerkt. Schaden kann`s ja
nichts. Ebenfalls zum Augenarzt sollten Sie gehen, wenn die Iris auffallend
unterschiedlich gefärbt ist, das Baby außergewöhnlich lichtscheu ist und viel blinzelt.
Beobachten sollten Sie auch die Größe der Gegenstände, nach denen das Baby mit der Zeit
greift. Nach dem ersten Lebenshalbjahr müsste es die Finger auch nach kleinen Dingen in
seiner Umgebung ausstrecken. Ein unbedingter Anlass für einen Arztbesuch ist gegeben,
wenn Sie in den Augen ein Zittern bemerken.
Im Gegensatz zu der früheren Annahme, dass
Neugeborene nur hell und dunkel unterscheiden können, weiß man heute, das sie bis auf
eine Entfernung von 20 bis 30 Zentimeter schon recht gut sehen können. (Ist es nicht
interessant, dass Eltern ihr Baby instinktiv in der richtigen Entfernung halten, wenn sie
mit ihm kommunizieren?). Anfangs ist der Blick jedoch noch ein wenig verschleiert und die
Konturen sind noch weich, da das Baby nach der Geburt die sogenannten
"Silber-Nitrat-Tropfen" bekommen hat, die es vor Infektionen bewahren sollen.
Bis zum dritten Monat brauchen die Augen, um das
Scharfsehen weiter zu optimieren - mit etwa sechs Monaten sehen Babys dann Farben und
Konturen genauso, wie ein Erwachsener.
Pflege
Eingetrocknetes Sekret an den Lidrändern können Sie mit einem frischen
Mulltupfer (keine Watte) oder etwas weichem Zellstoff und abgekochtem
Wasser aufweichen und entfernen (unbedingt auf handwarme Temperatur
achten). Wischen Sie dabei immer behutsam von außen nach innen, also
zur Nase hin. Bleiben die Lider gerötet oder entzünden sich gar, bleibt
nur der Weg zum Arzt.
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