Tipps vom KinderarztKindergesundheit

  Expertenforen   Foren   Treffpunkte   Community   Mein RuB   Testteam   Videos   Suche / Biete
Vornamen Stillen Ernährung Entwicklung Kindergesundheit Haushalt Reisen Erziehung Finanzen Gewinnspiele
Geburt Babypflege Allergien Vorsorge Frauengesundheit Kochen Tests Familie Flohmarkt Infos & Proben

Kontaktallergie

Kontaktallergie

Von einer Kontaktallergie spricht man in der Regel dann, wenn die allergische Reaktion durch unmittelbaren Kontakt des Allergens mit der Haut ausgelöst wird. Meist erscheint die allergische Reaktion der Haut bei einer Kontaktallergie scharf begrenzt an den Stellen, die in Berührung mit dem Allergen kamen.

Nach Statistiken des IVDK (Informationsverbund Dermatologischer Kliniken) weist ca. jeder 10. Deutsche eine Kontaktsensibilisierung auf, davon leiden die meisten an einer Kontaktallergie gegen Nickel (besonders häufig in Modeschmuck zu finden - Ohrstecker, Piercings etc.), gefolgt von der Gruppe derer, die gegen Duftstoffe (Kosmetika, Haarfärbemittel) allergisch sind.

Die Sensibilisierung ist dosisabhängig. Erst wenn eine bestimmte Dosis eines Allergens pro Hautfläche des Allergens überschritten wird und diese Menge durch die Haut penetriert, kann die Sensibilisierung erfolgen. Beim erneuten Kontakt mit dem Allergen oberhalb einer Auslöseschwelle tritt dann das Kontaktekzem auf. Im Gegensatz zu den Allergien vom Soforttyp ist eine Hyposensibilisierung bei der Kontaktallergie nicht möglich.

Man unterscheidet zwischen: Kontakt-Urtikaria / Nesselsucht und Kontaktekzem oder Kontaktdermatitis.

Bei der Kontakt-Urtikaria oder Nesselsucht handelt sich um eine allergischen Sofortreaktionen vom Typ I, bei der eine stark juckende Hautrötung mit bläschenartigen Schwellungen auftritt. Die Reaktionen treten bereits wenige Minuten nach Kontakt mit dem Allergen auf und können 1 bis 2 Tage lang anhalten.

Kontaktekzem oder Kontaktdermatitis: So bezeichnet man die akute Form der "klassischen Kontakt-Allergie". Hierbei handelt es sich um eine eine allergische Spätreaktion vom Typ IV mit einer Entzündung der oberen Hautschichten, bei der Rötungen, Schwellungen, Wasserbläschen, nässende Stellen, Schuppenbildung und Hautverkrustungen unterschiedlichen Ausmaßes auftreten. Meist geschieht dies in Verbindung mit mehr oder weniger starkem Juckreiz, wodurch zusätzliche Schäden durch Aufkratzen der Haut verursacht werden können. Das Ekzem bildet sich erst 24 bis 72 Stunden nach dem Kontakt mit dem Allergen aus und heilt in der Regel vollständig wieder ab. Beispiel: Nickelallergie!

Eine "erworbene" Allergie bleibt oft lebenslang erhalten. Sensibilisierte Patienten müssen den Kontakt mit dem für sie relevanten Allergenen meiden, um eine Auslösung der Symptome beim erneuten Kontakt zu verhindern. Allerdings existieren Schwellenwerte, unterhalb derer auch der Körper von sensibilisierten Personen diese Stoffe tolerieren.

Häufigste Auslöser

Besonders häufig werden Kontaktallergien ausgelöst durch die Metalle Nickel und Kobalt, Chromat-Ionen, Duft- und Aromastoffe in Kosmetika, Haarfärbemittel mit Phenylendiamin, Konservierungsmittel (Thiomersal, Parabene, Formalin), Kolophonium, Neomycinsulfat und andere externe Antibiotika und Gummihilfsstoffe (Akzeleratoren, Antioxidantien, Vulkanisierungstoffe, Stabilisatoren der Gummiherstellung). Andere Auslöser sind Epoxidharze (Harze, Lösungsmittel und Härter; meist nur die kleineren Monomere und Dimere, nicht mehr die Polymere), Reinigungsmittel, Arzneimittel und Pflanzen.

Quelle: Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

 
Falls Sie Fragen rund um das Thema Allergievorbeugung haben, können Sie diese auch unserer Allergie-Expertin Dr. Susanne Reibel im Allergieforum stellen.

Zuletzt überarbeitet: Juli 2015

   

Weiterführende Artikel ...

 
 

Anzeige

 
Videos mit Dr. Susanne Reibel
Fragen

VIDEOS

mit Frau Dr. med. Susanne Reibel
Pollenflugkalender

Der Pollenflugkalender

Unser Pollenflugkalender zeigt die unterschiedlichen Blütezeiten der häufigsten Allergie auslösenden Pflanzen.

Wie wirken Antihistaminika?

Wie wirken Antihistaminika?

Histamin ist ein körpereigenes Hormon. Wird es vom Körper vermehrt ausgeschüttet, kann es allergische Symptome hervorrufen. Medikamente können die Wirkung von Histamin abschwächen.

Gini Studie

Die GINI - Studie

Warum haben immer mehr Kinder Allergien? Welchen Einfluss hat die Ernährung? Antworten darauf gibt die weltweit größte Studie zur Untersuchung von Allergien.

Asthma bronchiale

Asthma bronchiale

Asthma ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Luftwege, die immer wieder zu akuter Luftnot führt.

Etwa 10% der Kinder in Deutschland leiden darunter.

Allergien
     

ImpressumTeamJobsMediadatenNutzungsbedingungenDatenschutzForenarchiv

© Copyright 1998-2017 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.