Zucchini - ein Gemüse für jede Gelegenheit

Zucchini

Zucchinis sind so vielseitig wie kaum ein Gemüse. Aus der mediterranen Küche ist die Kürbisfrucht kaum wegzudenken, frisch vom Grill schmeckt sie genauso gut wie als Suppe, im Auflauf, als Antipasti oder sogar im Kuchen.

Da Zucchini aufgrund des hohen Wassergehalts überdies kalorienarm sind, aber mit fein nussigem Aroma überzeugen, sind sie auch in der leichten Küche beliebt. Übrigens ist die Zucchini italienischer Herkunft, daher rührt auch die Bezeichnung Zucca, das italienische Wort für Kürbis. Diese so genannten Sommerkürbisse, in verschiedenen Farben und Größen, zählen heute mit zum beliebtesten Sommergemüse. Den gesamten Sommer bis in den Herbst rein, also von Juni bis Oktober werden Zucchini aus regionalem Freilandanbau angeboten.

Vielfältige Möglichkeiten: Ratatouille, gefüllte Zucchini und Zucchiniblüten

Schauen Sie, dass Sie beim Einkauf Früchte, die unversehrt sind, aussuchen. Denn an einer beschädigten Schale kann sich leicht Schimmel bilden. Insgesamt sind kleinere, feste Zucchini aromatischer, größere sind oft überreif und können harte Samen enthalten. Zuhause sollte man Zucchini am besten im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Vor der Zubereitung waschen Sie die Frucht, entfernen den Stielansatz und nun können Sie das Gemüse mit der Schale weiter verarbeiten.

Beispielsweise schmeckt Zucchini roh in einem bunten Salat, gedünstet und mit gerösteten Pinienkernen verfeinert als Beilage zu Fleisch oder Fisch oder gefüllt mit Hackfleisch, Feta-Käse, Reis, Gemüse und im Ofen gebacken. In einem Ratatouille dürfen Zucchini natürlich nicht fehlen, zusammen mit Tomaten, Zwiebeln, Paprika, Auberginen und verschiedenen Kräutern gedünstet - hmmm lecker! Genießer probieren auch gern gefüllte Zucchiniblüten. Von den gelben Blüten wird zuerst der bittere Blütenstempel entfernt, dann füllt man eine Käse-, Fleisch- oder Gemüsemasse hinein und dreht die Blütenblätter dann vorsichtig zusammen. So kommen die Zucchiniblüten in eine Auflaufform und werden im Ofen gebacken oder alternativ in der Fritteuse frittiert oder, eine dritte Möglichkeit, sie werden roh gegessen.

 

Lecker auch für Fleischesser: vegetarische Zucchinifrikadellen

Viele Familien mögen Frikadellen gern, überraschen Sie Ihre Lieben doch mal mit dieser fleischlosen Variante: Waschen Sie 500 g Zucchini und raspeln Sie das Gemüse mit der Schale in eine Schüssel. Hier fügen Sie außerdem hinzu: 100 g Mehl, 1 TL Salz, 1 Ei, 2 EL kleingeschnittene Petersilie und, wer mag, noch geschälte und klein geschnittene Knoblauchzehen oder geriebenen würzigen Käse, wie Emmentaler oder Parmesan nach Geschmack.

Alles wird nun gut durchgerührt bis eine einheitliche Masse entstanden ist, die etwa fünf Minuten quellen muss. Dann erhitzen Sie in einer Pfanne etwas Öl - besser etwas mehr, damit die Puffer nicht anbacken - und geben die Puffer in kleinen Portionen, etwa 3-4 Puffer, zum Backen hinein. Anschließend auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen und mit Kräuterquark, Joghurtdip, Salat, Reis oder Baguette servieren. Die kleinen Puffer schmecken herrlich knusprig und sie lassen sich hervorragend einfrieren. Bei Bedarf können die kleinen Zucchini-Plätzchen dann schnell in der Pfanne auftauen und sind servierbereit.

Eine Alternativversion kann man mit Couscous herstellen, dazu: 1 Tasse Couscous würzen und in der doppelten Menge heißem Wasser quellen lassen. In der Zeit eine große Zucchini waschen und in kleine Spalten schneiden. Nach der Quellzeit den Couscous mit den Zucchini-Stücken, 1 Ei, etwas Paprikapulver, Pfeffer, Salz mischen und kleine Puffer formen. Diese werden dann in etwas Öl in der Pfanne gebraten.

Toll als Vorspeise: Zucchiniröllchen mit Frischkäsefüllung

Ihnen fehlt noch die Vorspeise für ein tolles Menü: Waschen Sie drei mittelgroße Zucchini und schneiden Sie das Gemüse mit dem Sparschäler der Länge nach in dünne Scheiben. Diese legen Sie auf einem großen Teller aus und geben auf beide Seiten Salz. Von einem Bund Basilikum zupfen Sie die Blätter ab, waschen diese und schneiden Sie in kleine Stücke. Dann schneiden Sie 50 g getrocknete Tomaten in kleine Stücke und schälen eine Knoblauchzehe. Beides wird mit dem Basilikum, 50 g gehackten Pistazien, 200 g Frischkäse und 100g Ziegenfrischkäse sowie Salz und Pfeffer zu einer sämigen Creme verrührt.

Diese Masse verteilt man nun gleichmäßig auf alle Zucchinischeiben und rollt die Scheiben dann eng zusammen. Anschließend waschen Sie 250g Kirschtomaten und spießen sie im Wechsel mit den Zucchini-Röllchen auf mehrere lange Holzspieße. Diese werden nun in einer ofenfesten Form im Backofen oder auf dem Grill gegart. Zum Servieren geben Sie noch etwas Balsamicocreme über die Spießchen - dann dürfen Sie es sich schmecken lassen.

Ein feines Abendessen: Zucchini vom Blech

Ein leckeres Gericht zum Abendessen - Zucchini vom Blech sind genau das Richtige. Heizen Sie zuerst den Backofen auf 180 Grad vor und legen Sie ein tiefes Backblech mit Backpapier aus. Dann waschen Sie etwas mehr als 1 kg Zucchini, trocknen sie ab und raspeln das Gemüse in grobe Stücke in eine große Schüssel. Danach schneiden Sie 200 g gekochten Schinken in Würfel, zerbröseln 200 g Feta-Käse und hacken 2 Knoblauchzehen und 1 Chilischote in kleine Stücke - alles kommt ebenfalls in die Schüssel. Nun alles gut durchmischen. In einem hohen Rührgefäß schlagen Sie 6 Eier auf und verquirlen diese mit 100 g Speisestärke, 100 ml Sahne und Pfeffer, Salz, Muskat. Die Masse gießen Sie über den Inhalt der Schüssel. Nachdem Sie alles durchgemischt haben, geben Sie alles auf das Blech, drücken noch 200 g gewaschene Kirschtomaten hinein. Zum Schluss streuen Sie 200 g Emmentaler darüber. Jetzt kann das Blech in den Ofen - und nach einer Stunde ist das Abendessen fertig!

Für kalte Tage: Zucchinisuppe

Ein einfaches, unkompliziertes Gericht: Waschen Sie 700 g Zucchini, schneiden Sie sie in grobe Stücke, salzen, pfeffern Sie das Gemüse und dünsten Sie es in einem Topf mit etwas Butter schön weich. Dann wird alles im Mixer püriert bis die Masse eine leuchtend grüne Farbe hat. Dann füllen Sie 0,75 l Milch auf, erhitzen alles noch einmal. Vorsicht die Masse darf nicht kochen, sonst verändert sich der Geschmack negativ. Hmmm, die Suppe überzeugt mit einem vollen Zucchini-Aroma, sie lässt sich überdies gut einfrieren.

Zucchini süßsauer eingelegt - ein perfektes Geschenk aus der Küche

Geben Sie in einen großen Topf folgendes Gemüse, das gewaschen und in mundgerechte Stücke bzw. kleine Würfel geschnitten wurde: 1,75 kg Zucchini, 750 g Paprika und 1 kg Zwiebeln. Sie können natürlich die Menge variieren, sollten aber das Mischungsverhältnis etwa beibehalten. Nun füllen Sie 3/4 l Weinessig, 800 g braunen Rohrohrzucker, 7 TL Salz, 5 TL Senf, Pfeffer, Kurkuma, Curry und eventuell Selleriesalz nach Belieben hinzu. Dann lassen Sie alles gut aufkochen und 5 Minuten garen, je nachdem wie weich man sich das Gemüse wünscht. Anschließend können Sie die Masse mit 1-2 EL Stärke binden. Noch heiß wird alles in Gläser gefüllt. Die süßsauren Zucchini gibt es dann im Winter zu Brot oder zu Kartoffelbrei mit Fisch, wenn's mal schnell gehen muss.

Zucchini mit Thymian, Rosmarin und Oregano einlegen - für den Genuss im Winter

In der dunklen Jahreszeit können Gerichte, die nach Sommer und Sonne schmecken, die Stimmung aufhellen: Eingelegte Zucchini mit Tomaten und mediterranen Gewürzen passen ganz wunderbar zu Pasta, auf die Pizza oder zu leckeren Fleischgerichten. Dazu wäscht man Tomaten und Zucchini, halbiert und viertelt sie und verteilt sie auf einem geölten Backblech. Jetzt kommen Salz, Pfeffer, ein wenig Puderzucker, Honig, eventuell ein paar gehobelte Knoblauchscheibchen darüber, auch Oregano, Thymian und Rosmarin und etwas Olivenöl. Dann schieben Sie das Blech bei 100 Grad Umluft für eine Stunde in den Backofen. In dieser Zeit sollten Sie gleich die Gläser vorbereiten und auswaschen, denn das Gemüse kommt dann noch heiß in die Gläser. Zum Sterilisieren werden die geschlossenen Gläser, so dass sie sich nicht berühren, auf eine tiefe Fettpfanne gestellt, die zur Hälfte mit Wasser gefüllt ist. Im Ofen bei 180 Grad Ober-Unter-Hitze wartet man nun bis Bläschen aufsteigen, dann kann man den Ofen ausschalten und die Gläser im Ofen abkühlen lassen.

Für kleine und große Genießer: Lasagne mit Zucchini

Hmmm, Lasagne ist bei vielen beliebt! Der Aufwand für den Klassiker mit Zucchini lohnt sich: Bereiten Sie zuerst die Béchamelsauce. Dazu 50 g Mehl in einem Topf mit 50 g Butter, einem Lorbeerblatt und 5 Körnern schwarzer Pfeffer bei wenig Hitze sanft andünstet. Dann nach und nach 900 ml Milch dazu geben und gut verrühren, bei kleiner Hitze und unter stetigem Rühren etwa 5 Minuten weiter köcheln lassen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und durch ein feines Sieb passieren.

Dann schälen Sie eine Schalotte und schneiden sie in kleine Würfelchen, 600 g kleine, feste Zucchini werden ebenfalls gewaschen und in kleine Würfel geschnitten. Zuerst dünsten Sie die Schalotte in etwas Olivenöl, kurz darauf kommt die Zucchini dazu und alles muss noch 3 Minuten weiterköcheln, während Sie mit Salz und Pfeffer, Thymian, Oregano würzen. In einer großen Schüssel wird die gedünstete Zucchini nun mit der Béchamelsauce gemischt.

Dann geht's ans Einschichten: Streichen Sie eine Lasagneform mit Fett aus und geben Sie als unterste Schicht Lasagne-Platten, die nicht vorgekocht werden müssen, hinein. Dann kommt Füllung darauf. Schauen Sie, dass die Platten schön mit Flüssigkeit bedeckt sind, damit sie später beim Backen nicht hart werden. Als Nächstes geben Sie etwas geriebener Parmesan darauf, nun schichten Sie wieder Nudelplatten usw. Ganz oben schließen Sie mit reichlich Parmesan ab. Nun können Sie die Lasagne bei 220 Grad in den Ofen schieben und etwa 25-30 Minuten backen. Bevor Sie danach die Familie zu Tisch rufen, sollte die Lasagne noch einmal 10 Minuten ruhen. Übrigens, wer mag kann auch noch gekochten Schinken, Tomatenmark und Safran unter die Füllung geben.

Schön saftig und nussig im Geschmack: Zucchinikuchen

Probieren Sie mal, ähnlich wie Rüblikuchen aus Möhren, mit Zucchini einen Kuchen zu backen. Sie werden überrascht sein, herauskommt ein nussiger Rührkuchen, der auch nach mehreren Tagen noch schön saftig ist: Als erstes waschen Sie 300 g Zucchini und raspeln sie mit oder ohne Schale in eine Schüssel und stellen diese zunächst beiseite. Rühren Sie dann in einer großen Schüssel 250 g braunen Zucker mit 3 Eiern und 150 ml Öl schaumig. In einem zweiten Gefäß mischen Sie 250 g Mehl, 200 g gemahlene Haselnüsse, 1 TL Natron, 2 TL Backpulver und 1 TL Zimt - dieses Gemisch rühren Sie danach in die Ei-Zucker-Masse. Jetzt kommen die geraspelten Zucchini in den Teig und es wird alles gut durchgerührt. Streichen Sie die Teigmasse dann auf ein Kuchenblech, welches vorher gefettet oder mit Backpapier ausgelegt wurde und backen Sie den Kuchen etwa 40 Minuten bei 180 Grad auf der zweiten Schiene von unten. Wenn der Kuchen gut ausgekühlt ist, kann er noch mit Schokoladen-Kuvertüre überzogen werden.

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