Wunderbar würzig: Der Start in die Bärlauch-Saison

Mhm, Bärlauch gibt vielen Gerichten einen würzigen Pfiff: Sei es in feinem Frischkäse oder Quark, Pesto, Brot oder Nudeln – der Siegeszug des Bärlauch in die deutsche Küche ist seit einigen Jahren kaum aufzuhalten.
Ein Gewinn auf ganzer Linie.

Schließlich sorgt der kleine Verwandte von Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch für leckere Geschmackserlebnisse und bringt mit seinem unnachahmlichen Aroma den Frühling auf den Tisch. Dazu sind die Blätter auch noch sehr gesund. Bärlauch enthält Vitamin C, Eisen, Magnesium und vor allem Senföle, so fördert er die Verdauung und senkt den Blutdruck.

Abgesehen davon macht das Sammeln des Bärlauchs den Kindern jetzt – vor der Blütezeit – meist großen Spaß. Dabei geht man am besten der Nase nach, der unverwechselbare Geruch deutet den Weg. Die langen, schmalen, welligen Blätter sollten aber keinesfalls mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlose verwechselt werden, diese sind giftig. Zerreiben Sie eventuell ein Blatt vorher, riecht es stark nach Knoblauch, so handelt es sich bei den Blättern um Bärlauch. Wichtig um den Bestand zu erhalten, entfernen Sie nur ein Blatt pro Pflanze – dann kann sich der Bärlauch besser weiterentwickeln.

Natürlich schmecken die Blätter frisch am allerbesten. Waschen Sie sie aber vor dem Verzehr gut ab, denn auch so manche Käfer finden Bärlauch ganz toll. Die frischen Blätter halten sich etwa ein bis zwei Tage. Wickeln Sie die Stiele in feuchtes Küchenpapier und legen Sie das Bund in einem Kunststoffbeutel ins Gemüsefach in den Kühlschrank. Trocknen lohnt sich bei Bärlauch nicht, dann schwindet das Aroma. Aber Einfrieren ist möglich, einfach die Blätter waschen, trocken tupfen, Stiele entfernen und die Blätter hacken und portionsweise einfrieren.

Je nach Bedarf kann man die feinen Streifen dann auftauen und beispielsweise einer Pfanne mit in Butter geschwenkten Pilzen zufügen, eine cremige, heiße Suppe damit würzen oder in einem Omelett einbacken. Nur sollte man hier darauf achten, den Bärlauch erst spät bzw. nach dem Kochvorgang zuzugeben, denn bei jedem Dünsten, Kochen oder Schmoren gehen Geschmacksstoffe des Bärlauchs verloren. Der Bärlauch ist in dieser Hinsicht empfindlich. Sehr lecker schmeckt der Bärlauch auch in Kräuterquark, der zu Pellkartoffeln serviert wird oder als Pesto, das Nudeln einen pikanten Pfiff gibt. Und wer es am liebsten ganz pur mag, der bestreicht einfach ein frisch gebackenes, duftendes Brot mit Butter und gibt darauf einige Blätter Bärlauch – ein Gedicht.

Cremig würzig: Bärlauch – Suppe

Geben Sie etwa 200 g Bärlauch-Blätter in einen Mixer und geben Sie 120 ml Olivenöl, Salz und Pfeffer dazu und pürieren Sie das Ganze bis Sie eine dicke Paste erhalten. Schälen Sie dann drei kleine Schalotten, schneiden Sie sie in kleine Würfel und schwitzen Sie die Würfel in 30 g Butter kurz an. Nach wenigen Minuten löschen Sie mit 100 ml Weißwein ab und gießen 800 ml Gemüsebrühe und 400 ml Sahne dazu. Werden Kinder mitessen, verzichten Sie selbstverständlich auf den Wein und löschen direkt mit 900 ml Brühe oder Geflügelfond. Anschließend muss die Suppe bei geschlossenem Topfdeckel und bei kleiner Hitze um einreduzieren. Nachher würzen Sie noch mit Salz und Pfeffer und dem Saft einer Zitrone. Bevor Sie die Flüssigkeit mit dem Pürierstab aufmixen. Verteilen Sie die Suppe nun auf die Teller und geben Sie jetzt erst pro Teller etwa zwei Esslöffel vom Bärlauchpesto in die Mitte. Mit diesem grünen Farbklecks erhalten Sie so auch einen tollen Anblick der Suppe.

Bärlauch – Risotto mit Ziegenkäse und Parmesan

Schälen Sie zwei kleine Schalotten, würfeln Sie diese und schwitzen Sie sie in etwas Butter in einer heißen Pfanne an. Geben Sie 160 g Risottoreis dazu, wahlweise können Sie auch Milchreis verwenden. Wenn er eine glasige Farbe angenommen hat, löschen Sie mit 80 ml Weißwein und 800 ml Fleischbrühe ab, geben Salz dazu und schalten die Hitze runter. Das Wichtige bei Risotto: Immer wieder rühren, rühren, rühren, denn Risotto kann schnell am Topfboden anbrennen. Nach etwa 20 Minuten geben Sie 200 g angebratene Champignons oder auch kleine Spargelspitzen dazu. Anschließend reiben Sie 30 g Parmesan und schneiden 30 g Ziegenfrischkäse in kleine Stücke. Diesen geben Sie zusammen mit einem Esslöffel Butter zum Reis. Und schließlich der Clou für den Geschmack: Waschen und schneiden Sie ein halbes Bund Bärlauch und schneiden Sie es in feine Streifen. Diesen geben Sie nach Ende der Kochzeit zum Risotto und rühren alles gut durch. Lassen Sie das Gericht zehn Minuten durchziehen – dann kann serviert werden.

Als Vorspeise oder als Snack für den Spieleabend: Bärlauch - Käseröstinchen

Kochen Sie 500 g Pellkartoffeln. Wenn sie weich sind, werden sie gepellt, dann durch eine Presse gedrückt bzw. grob gerieben. Die Masse wird mit Salz, Pfeffer, Muskat gewürzt. Geben Sie jetzt 100 g geriebenen Käse, ein Ei und einigen kleingehackten Bärlauch oder 2 TL Bärlauch-Pesto dazu. Für das Pesto werden einfach nur einige Blätter mit Salz und Pfeffer und Olivenöl püriert. Nun formen Sie aus der Masse kleine, dünne Taler, die sie nur noch in heißem ml ausbacken müssen.

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