Winterschlaf - wie Sie die Müdigkeit besiegen

Winterschlaf - wie Sie die Müdigkeit besiegen

© fotolia, Werner Heiber

Manche Tiere halten Winterschlaf - und auch so mancher Mensch würde sich jetzt gerne ins warme Bettchen kuscheln und einfach nur schlafen.

Doch leider ist das wohl für die allerwenigsten Mamas und Papas möglich, einfach so für ein paar Stündchen im Schlafzimmer zu verschwinden. Wir kommen morgens kaum aus den Federn und spätestens im Nachmittagstief beginnen wir zu gähnen: Derzeit macht uns Müdigkeit häufiger zu schaffen. Dies kann im Alltag natürlich sehr belastend sein, schließlich sind Eltern rund um die Uhr gefordert.

Ausreichend Schlafen - das beste Mittel gegen Müdigkeit

Das erste und wichtigste Mittel gegen Müdigkeit ist selbstverständlich: ausreichender Schlaf. Oft kommen wir aber einfach zu spät ins Bett und verlieren wertvolle Zeit, die unser Körper zur Regeneration braucht. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, schließlich sind die Aufgaben im Familientrubel unendlich. Aber versuchen Sie Prioritäten zu setzen, wo es möglich ist, vielleicht verzichten Sie besser auf das Spätprogramm im Fernsehen und nehmen jede Gelegenheit für ein kleines Nickerchen am Nachmittag wahr.

Kaum Licht - und wir kommen nicht auf Touren

Ein Hauptgrund für die Müdigkeit ist, dass wir in den dunklen Monaten weniger natürliches Licht genießen können. Es wird spät hell und früh wieder dunkel. Deshalb sollte man das wenige Licht unbedingt nutzen und tagsüber so viel es geht an die frische Luft gehen. Bei einem kurzen Spaziergang oder einem Besuch auf dem Spielplatz weckt das Licht die Sinne.

Die vermehrte Dunkelheit kann auch bewirken, dass unser Körper mit dem Tag- Nachtrhythmus ein wenig durcheinander gerät und wir beispielsweise morgens zu früh aufwachen. Hier lässt sich gegensteuern, indem man nachmittags und abends mehr Lampen einschaltet. Das Licht hält länger wach, wir gehen später ins Bett und dadurch schlafen wir länger.

Übrigens hilft es auch, wenn man den üblichen zeitlichen Rhythmus von Aufstehen und Schlafengehen am Wochenende nicht groß verändert. Natürlich kann man am Sonntag eine halbe Stunde länger im Bett bleiben, aber insgesamt sollte man grob die üblichen Zeiten, die man in der Woche einhalten muss, beibehalten. Denn so muss man sich nicht umgewöhnen und am Montagmorgen bereitet es weniger Probleme wieder früh aufzustehen.

Bringen Sie den Kreislauf in Schwung - mit Bewegung und Duschen

Um den Kreislauf in Schwung zu bringen und die Müdigkeit zu vertreiben, ist Sport oder zumindest rasche Bewegung gut. Beispielsweise mit Joggen, zügigem Laufen, radfahren oder auch schwimmen in der Schwimmhalle treibt man den Puls in die Höhe und die Müdigkeit ist rasch verschwunden.

Auch eine Dusche am Morgen weckt unsere Lebensgeister, die Zirkulation wird angeregt und wir werden schneller wach. Ist man mutiger und etwas abgehärtet kann man natürlich auch kalt-warm-kalt-warm duschen. Bei solch einer Wechseldusche beginnen Sie von den Füßen bzw. den Händen zum Herzen hin mit kaltem Wasser und wechseln dann auf warmes Wasser.

Achten Sie auf eine gesunde und vielseitige Ernährung

Eisenmangel macht müde - steht dem Körper zu wenig Eisen zur Verfügung, fühlen wir uns schnell schlapp, kraftlos und ohne Energie. Essen Sie also in nächster Zeit mal Lebensmittel mit hohem Eisengehalt, etwa Haferflocken, Vollkornbrot, Fleisch, grünes Gemüse, und schauen Sie, ob Sie sich fitter fühlen. Aber: Das grüne Gemüse immer mit etwas Vitamin C zusammen genießen, damit der Körper das Eisen besser aufnehmen kann. Menschen, die sich vegan ernähren, sollten zudem Vitamin B12 substituieren.

Vorsicht mit Marmelade, Schokolade und Weizengebäck: Diese einfachen Kohlenhydrate lassen den Insulinspiegel ansteigen. Fällt er später dann aber ab, geht auch die Energiekurve in den Keller. Vollwertige Kohlenhydrate zusammen mit Eiweiß sind die bessere Wahl, um fit durch den Tag zu kommen.

Nicht vergessen: das richtige Trinken

Der Flüssigkeitshaushalt muss stimmen! Unser Körper braucht ausreichend Flüssigkeit, damit er leistungsfähig ist. Trinken wir zu wenig, fühlen wir uns müde und sind unkonzentriert. Denn das Blut verdickt sich und dem Körper fehlt der lebenswichtige Sauerstoff. Probieren Sie es einfach mal aus: Trinken Sie bei der nächsten Müdigkeitsattacke ein Glas Wasser in kleinen Schlucken. Insgesamt sollten Sie über den Tag verteilt auf mindestens 2 Liter kommen. So bleibt der ganze Organismus gut hydriert und wir sind gewappnet gegen trockene Heizungsluft und die Kälte draußen.

Kaffee gilt als der Wachmacher Nummer 1. Diese These ist auch richtig, das enthaltene Koffein wirkt aufputschend, Müdigkeit hat keine Chance. Jedoch kann das bei Menschen, die zu viel Kaffee trinken ganz schnell ins Gegenteil umschlagen. Deshalb sollte man nicht mehr als sechs Tassen Kaffee pro Tag trinken. Ohnehin ist die Wirkung tatsächlich größer, wenn man seltener Koffein zu sich nimmt.

Müde und erschöpft - vielleicht ist extremer Stress der Auslöser

Sie fühlen sich nicht einfach nur müde, sondern eher richtiggehend erschöpft? Dann sollten Sie versuchen nicht nur mehr Schlaf abzubekommen: Sie sollten die Tage insgesamt etwas ruhiger angehen! Negativer Stress raubt Energie und macht uns krank. Rhythmus und feste Rituale am Tag bzw. in der ganzen Woche können dagegen im Alltag helfen, sich besser und ausgeglichener zu fühlen, sie vermitteln uns ein beruhigendes Gefühl von Sicherheit. Genießen Sie, wann immer möglich, eine Auszeit, legen Sie, auch wenn es nur kurz ist, mal die Beine hoch, trinken Sie in Ruhe einen Tee - bei den kleinen Gelegenheiten können Sie neue Kraft tanken und anschließend wieder besser durchstarten.

Körperliche Ursache - ein Arztbesuch klärt auf

All diese Tipps helfen Ihnen nicht? Dann lassen Sie sich bitte mal bei Ihrem Hausarzt durchchecken. Vielleicht leiden Sie an einer Unterfunktion der Schilddrüse, ein Symptom dafür ist große Müdigkeit. In der Altersgruppe über 45 Jahre ist jeder Zweite betroffen. Auch die Leber meldet sich mit Müdigkeit, wenn sie geschädigt ist.

Dazu kommen noch die verschiedensten anderen Erkrankungen und Beschwerden, die mit Müdigkeit einher gehen, beispielsweise niedriger Blutdruck, Heuschnupfen, Herzschwäche etc.. In Frage kommen zudem Medikamente, die Nebenwirkungen wie Müdigkeit auslösen können. Der Mediziner wird vielleicht auch die Schlafqualität beurteilen, die Schlafgewohnheiten erfragen und Schlafstörungen, wie eine Schlafapnoe ausschließen.

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