Wenig Platz - Tipps für Ordnung auf kleinstem Raum

Platznot kennen die meisten Familien – mit Kindern sammeln sich rasch unendlich viele Dinge an, die alle verstaut werden müssen. Oft platzt die Wohnung oder das Haus schnell aus allen Nähten. Doch mit ein paar Tricks lassen sich auch auf kleinstem Raum die verschiedenen Utensilien unterbringen – so dass die Zimmer im Nu aufgeräumt sind und Sie alles Nötige gleich parat haben.

Für einen ordentlichen Haushalt sind zwei Grundregeln wichtig: Einerseits sollten nur Dinge bewahrt und gelagert werden, die ein Familienmitglied wirklich benötigt bzw. die aus einem triftigen Grund nicht verschwinden dürfen, sprich verschenkt oder verkauft oder weggeworfen werden können. Andererseits sollten alle Dinge im Haushalt möglichst dort aufbewahrt werden, wo sie gebraucht werden. Ein kluges Ordnungssystem spart viel kostbare Zeit.

Freie Bahn für Kisten, Körbe und Boxen – die schaffen Ordnung

Besonders in kleinen Wohnungen muss der vorhandene Platz optimal ausgenutzt werden. Eine geschickte Raumplanung, eine klare Strukturierung der Zimmer und verdeckte Aufbewahrungen sind unabdingbar für einen aufgeräumten Eindruck. Dabei leisten kleine Ordnungshelfer einen wichtigen Dienst: Dosen, Schachteln und Kistchen schaffen Ordnung und Struktur. In den Kästen, Körbchen oder Boxen mit austauschbarer Beschriftung verschwindet allerlei Kleinkram, Stifte, Hörbücher, Lineal oder Ansichtskarten.

Viele Aufbewahrungen sehen dazu noch schick aus und sind praktisch: Farbenfroh bedruckte Stoffbeutel, die an der Schrankseite hängen, bieten Kuscheltieren ein Heim, in Blechdosen, etwa ausrangierte Teedosen oder alte Keksdosen, lassen sich Sticker sammeln oder in runden großen Hutschachteln verschwinden Kosmetikartikel und Tücher. Sie können auch eine schlichte Hängeregistratur mit buntgemustertem Geschenkpapier bekleben und an der Wand neben dem Schreibplatz anbringen. Hier verschwinden Papiere, Zettel und Büroklammern aus dem Sichtfeld.

Rundum die Tür: Fläche dahinter und darüber nutzen

Die Tür muss geöffnet werden – der Platz davor muss frei bleiben. Aber was ist mit dem Freiraum darüber und dahinter? In schmalen Zimmern, etwa in einem schlauchförmigen Korridor, lohnt sich der Blick über die Tür. Hier lässt sich mit vier stabilen Winkeln an den Wänden leicht ein Ablagebrett anbringen – so kann der tote Raum super als Ablagefläche für Koffer, Taschen oder Kisten genutzt werden, die nur selten in Gebrauch sind. Ein schöner Lamellenvorhang, vielleicht mit einem Fotodruck, verdeckt den heimlichen Lagerplatz.

Auch an der Tür selbst ist Platz: So kann man im Abstellraum beispielsweise ein Schuhregal an der Rückseite der Tür installieren, um die unbenutzten Schuhe zu lagern. Im Korridor wird der Platz für einen Spiegel genutzt. Oder Sie befestigen einen Ordnungshelfer, einen Vorhang mit vielen kleinen Taschen an der Badezimmertür, um Haarbürste, Cremes und den Badeschwamm aufzubewahren. Diese großen Ordnungssysteme im Türformat werden in Kunststoff, hier kann man teilweise eigene Bilder und Fotos vor die einzelnen Taschen einschieben, oder in Stoff im Handel angeboten, sie werden einfach nur an der Türoberkante befestigt und sind super praktisch für Kleinteile aller Art.

Winkel nutzen: Hängekörbchen in der Zimmerecke

Manche Ecken im Raum ohne Tageslicht führen ein Schattendasein – Zeit, um sie mit einem Blickfang aufzuwerten: Bringen Sie mehrere kleine Hängekörbchen an der Decke an. Die gibt es im Handel in allerlei Stilrichtungen, in farbigen Stoffkörbchen fürs Kinderzimmer, in Rattan für die Küche oder auch als Blumenampel in silbrigen Metalltöpfchen über dem Schreibtisch. Hier können thematisch geordnet die entsprechenden Kleinteile aufbewahrt werden.

Stauraum: Platz unter dem Bett oder unter dem Fenster

Nutzen Sie Nischen und leeren Raum: Unter dem Bett kann ein großer Kunststoffbehälter auf Rollen, gibt es in vielen Einrichtungsmärkten, die Sommer- bzw. Winterkleidung, Zudecken oder Bettwäsche aufnehmen. Eventuell bietet sich auch bereits die Anschaffung eines Betts mit großen Schubfächern oder einem Bettkasten unter der Matratze an. In Truhen, aufklappbaren Sitzbänken und Körben verschwinden weitere Kleinigkeiten, wie das Bügeleisen, die Wärmflasche oder Nähzeug.

Unter dem Fenster ist ebenfalls oft ungenutzter Platz, der als Stauraum dienen kann. Bringen Sie hier in einem schmalen Zimmer Regalbretter von einer Wand zur anderen an. Am obersten Brett schrauben Sie eine Gardinenleiste fest, die eine dekorative Schiebegardine ermöglicht – so verstecken Sie dahinter ein eventuelles Chaos.

Flexibel bleiben: mobile, bewegliche Möbel mit verschiedenen Funktionen sind hilfreich

Mit einer geschickten Raumplanung und flexiblen Möbeln kann man in vielen Zimmern etwas erreichen. Ein Hocker mit Klappdeckel wird zum Versteck für Spielfiguren und Zeitungen, nachmittags wird er neben das Sofa geschoben dient als Ablage für Teetasse oder das Halma-Brett und abends kommen die Füße darauf zum Liegen. Ein Schlafsofa ist schnell umgewandelt, tagsüber ein Ruheplätzchen, in der Nacht die Schlafstatt. Oder ein Schrankbett ist in kleinen Wohnungen eine tolle Erfindung: Es wird einfach nach oben weggeklappt, davor ist Platz zum Spielen.

Ähnlich verhält es sich mit Klapptischen, bei denen die vorderen Beine auf Rollen beweglich sind. Diese Rollen gibt es übrigens auch einzeln im Baumarkt zu kaufen. Man kann sie problemlos unter einzelne Möbel, wie kleine Container mit Schubfächer oder Holzboxen, anschrauben und hat so bewegliche Kleinteile, die einfach zu verschieben sind. Oder wie wäre es im Kinderzimmer mit einem Sekretär oder einer Kommode, an der ein Brett zum Ausziehen oder Ausklappen befestigt wird? Die Klappe dient als Malplatz und wird, wenn das Kunstwerk fertig ist, einfach wieder unsichtbar. Viele Tische bieten ebenfalls durch offene Ablagefächer wertvollen Stauraum. Hier lassen Körbe einstellen für die momentane Lieblingslektüre und die Hörbücher der Kinder.

Aussortieren – hilft beim Ordnung halten!

Das A und O beim Ordnung halten ist aber das Aussortieren. Viel Krimskrams nimmt nur Stauplatz weg – ohne weiteren Nutzen. Besonders jetzt im Frühjahr ist die beste Gelegenheit, um zu sortieren und Dinge wegzugeben. Bewahren Sie nur die Dinge, die Sie, der Partner oder die Kinder wirklich benötigen oder an denen Ihr Herz hängt. Schließlich kann nur, wenn Sie sich von nutzlosen Dingen trennen, neuer Platz entstehen.

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