Wichtig: So putzen Sie richtig

Wichtig: So putzen Sie richtig

Putzen - das mag wohl manchen Menschen tatsächlich großen Spaß machen, für alle anderen ist es ein notweniges Übel, um das man einfach nicht drum herumkommt. Schließlich muss in einem Haushalt mit Kindern regelmäßig mal aufgeräumt und sauber gemacht werden. Geht man es richtig an, sollte das Putzen schneller erledigt sein und die Wohnung bzw. das Haus bald wieder blitzen.

In einer sauber geputzten Wohnung - da sind sich dann sicher alle einig - kann man sich einfach besser wohlfühlen. Natürlich brauchen umfangreiche Arbeiten nicht so häufig erledigt werden, ein großer Frühjahrsputz ist nicht alle paar Wochen nötig, aber das Bad sollte beispielsweise öfter gereinigt werden. Bei Spontanbesuch helfen meist ein paar Regeln und Handgriffe, ansonsten kann eine Strategie beim regelmäßigen Hausputz nicht schaden. Folgende Tipps verheißen ein nachhaltiges Ergebnis.

1. Zuerst aufräumen

Starten Sie Ihre Putzaktion mit aufräumen. Entfernen Sie alles was rumliegt, die kleinen und großen Dinge. Alles, was achtlos auf den Boden geworfen wurde, aber eigentlich woanders hingehört, muss aufgeräumt werden: schmutzige Socken in den Wäschekorb, benutztes Besteck in die Spülmaschine und Bücher ins Regal. Die Gegenstände, die später wieder an ihren Platz sollen, lagert man erst einmal in einem Korb, so kann alles später wieder schneller aufgestellt werden.

2.Von oben nach unten

Putzen Sie von oben nach unten! Der Boden ist also zuletzt dran. Erst fegen Sie die Spinnweben von der Decke, dann wischen Sie Staub in den Regalen und die Oberfläche von der Kommode. Zum Schluss geht’s ans Staubsaugen oder Wischen des Bodens. So putzt man rationell und nicht doppelt.

3. Staubsaugen und dann eventuell nass reinigen

Saugen Sie den Boden am besten zuerst einmal ab. So kann aufliegender Schmutz gleich weggesaugt werden. Die Technik ist heutzutage stark verbessert, Staubsauger sind moderne Geräte, staubbelastete Luft wird nicht mehr ausgeblasen. Natürlich muss man dazu den Beutel und gegebenenfalls Filter regelmäßig erneuern. Falls Ihr Gerät eine Filterbox besitzt, müssen Sie diese in gewissen Abständen immer wieder auswaschen. Nachdem der lose Schmutz beseitigt wurde, kann der Boden zusätzlich noch nass bzw. halbfeucht gewischt werden.

4. Vom Sauberen zum Schmutzigen

Beachten Sie bei der Reihenfolge auch, dass Sie zunächst die sauberen Dinge säubern und danach die schmutzigen. Also putzen Sie erst den Spiegel und die Ablagefächer im Bad, dann die Armaturen, das Waschbecken und die Wanne bzw. Dusche und zum Schluss die Toilette. Zum Schluss kommt der Lappen direkt in die Wäsche.

5. Saubere Putzutensilien verwenden

Benutzen Sie immer nur sauberes Wasser sowie Reinigungsmittellösungen und vor allem saubere Schwämme und Putzlappen. Die Utensilien müssen regelmäßig erneuert werden, sonst sammeln sich eklige Krankheitserreger an. Aus diesem Grund wird auch empfohlen, die Lappen regelmäßig bei 60 Grad hygienisch sauber zu waschen. Die Experten vom Tüv Süd raten dazu, die meisten Lappen nach jedem Wochenputz zu waschen. Ein mehrfarbiges Lappensystem, wie es in großen Reinigungsfirmen üblich ist, braucht man im Privathaushalt nicht. Trotzdem sollte man natürlich darauf achten, dass der Lappen für die Toilettenreinigung danach nicht in der Küche landet. Es sollte jeweils ein frischer Lappen verwendet werden für das Wohnzimmer, die Küche, das Bad, die Tücher werden danach weggelegt bzw. gleich gewaschen. Welches Material Sie wählen, ist Geschmackssache, der Handel bietet ein großes Angebot an preiswerten, waschbaren Lappen aus Mikrofaser, Viskose oder Baumwolle.

6. Die Temperatur ist entscheidend: kalt putzen

Fenster putzt man nicht, wenn die Sonne darauf scheint - das wissen viele von uns. Genau das gleiche Prinzip sollte man auch im Haus beachten: Streifenfrei und ohne Schlieren lassen sich nur kalte Flächen reinigen. Besonders bei Böden, Backofentüren oder bei der Dunstabzugshaube sollte man hierauf achten. Die Fußbodenheizung sollten Sie also wenn möglich vorher ausschalten. Andernfalls trocknet das schmutzige Putzwasser zu schnell, ungleichmäßig und es kommt zu einem so genannten Filmriss. Auf einem kalten Boden trocknet die Feuchtigkeit langsam und gleichmäßig.

Weiter sollte auch das Putzwasser kalt oder nur lauwarm sein. Nur wenn Fett entfernt werden soll, muss das Wasser heiß sein. Einerseits entstehen mit warmem Wasser schneller Putzstreifen, andererseits können einige Inhaltsstoffe der Reinigungsmittel entweichen, die Reinigungskraft wird gemindert. Viele Tenside werden trüb, wenn sie zu warm werden, es bilden sich schneller Streifen oder einzelne Bestandteile setzen sich im Wasser ab.

Auch Fliesen sollten immer mit kaltem Wasser abgewischt werden. Es ist ein Trugschluss: Heißes Wasser ist nicht hygienischer, dadurch können nicht etwa Keime besser abgetötet werden. Putzt man ohne Handschuhe greift warmes Putzwasser dagegen die Haut stärker an.

7. Wirksame Putzmittel benutzen

Ein wichtiger Punkt sind beim Putzen natürlich die richtigen Putzmittel! Ein Haltbarkeitsdatum muss nicht unbedingt etwas bedeuten, Putzmittel verlieren bei richtiger Lagerung ihre Wirkung nicht. Nur wenn das Mittel unangenehm riecht, wenn sich die Schichten abgetrennt haben und keine homogene Mischung bilden, sollte man es entsorgen.

Nur um Fett zu entfernen, verwenden Sie heißes Wasser und ein Spülmittel. Hier sind spezielle Tenside enthalten, diese müssen aber nach der Reinigung wieder sorgfältig und vollständig entfernt werden mit viel heißem Wasser. Falls das nicht möglich ist, wie bei einer Flächenreinigung, sollte man zum Feuchtwischen kein Handspülmittel, sondern eher einen Glasreiniger oder Allzweckreiniger benutzen. Insgesamt verschmutzen Flächen, die man mit einem tensidhaltigen Reinigungsmittel geputzt hat und dabei sind noch Reste vom Reinigungsmittel verblieben, schneller wieder. Experten raten deshalb zum Putzen mit klarem Wasser, Mikrofasertuch oder Fensterleder und anschließendem Trockenwischen. Alternativ muss nach dem Putzen mit einem Reinigungsmittel mit klarem Wasser nachgewischt und die Fläche trocken gerieben werden. Bestimmte Materialien, wie unglasiertes Feinsteinzeug oder Mikrofaserpolster sollten generell nicht mit tensidhaltigen Reinigungsmitteln bearbeitet werden.

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