Selbstgemachtes Eis - einfach unwiderstehlich lecker

Selbstgemachtes Eis

Sommer, Sonne, Eiscreme - das gehört einfach zusammen. Zu ein, zwei Kugeln Eis in der Waffel sagt kein Kind und auch so mancher Erwachsener nicht Nein.

Dabei ist die Kunst des Eismachens gar nicht so schwer und im Prinzip gar keine so große Kunst. Bereiten Sie Ihr Eis ruhig mal selbst zu - Sie werden sehen, es schmeckt mindestens genauso lecker wie beim Italiener oder in einer guten Eisdiele.

Vanille, Erdbeer, Schoko - das sind die Klassiker. Aber auch ausgefallenere Sorten werden immer beliebter. Grundsätzlich kann man Eis in kleineren Mengen auch ohne Eismaschine herstellen. Jedoch lohnt die Anschaffung schon, wenn man auf den Geschmack gekommen ist und regelmäßig Eis selbst herstellt. Vorteile der Eigenproduktion: Sie können die Zuckermenge selbst bestimmen, Sie können größere Mengen einer beliebten Sorte herstellen, bei Unverträglichkeiten kann man bestimmte Zutaten meiden, Sie können frisches Obst verarbeiten und mit den Geschmäckern spielen, etwa Kräuter wie Zitronenmelisse, Pfefferminze, Basilikum, Holunder, Zimt oder Kardamom zufügen und dem Eis eine besondere Note geben.

Einfachste Variante: Fruchteis aus Obstsaft

Pürieren Sie frisches Obst, beispielsweise entkernte Kirschen oder Pfirsichstücke, geben Sie etwas Sirup oder Fruchtsaft je nach Obst hinzu und frieren Sie die Masse in kleinen Mini-Förmchen ein. Süßen können Sie außerdem mit Puderzucker, dieser hat sehr feine Zuckerkristalle und ist deshalb besonders geeignet. Wahlweise können Sie das Fruchtmus auch mit Joghurt, Naturjoghurt oder Fruchtjoghurt, mischen und einfrieren. Wer mag steckt nach etwa einer halben Stunde einen Löffel oder einen Holzstiel in die Masse, so erhält man ein Eis am Stiel.

Milcheis - etwas aufwendiger in der Zubereitung

Für Milchspeiseeis verwendet man Milch oder Sahne oder beides zusammen mit Eigelb. Die Herstellung ist aber aufwendiger: Zuerst kocht man Milch und Sahne mit dem Mark einer Vanilleschote auf, dann wird mit einem Schneebesen in einer Metallschüssel das Eigelb mit dem Zucker verrührt. Die Vanillemilch kommt in die Metallschüssel dazu und über einem Topf mit leicht köchelndem Wasser muss die ganze Masse etwa zehn Minuten schaumig aufgeschlagen werden. Kleiner Tipp: Geben Sie zum Schluss mal ein frisches Lorbeerblatt ins Vanilleeis und lassen Sie es mit einfrieren, vor dem Servieren wird es natürlich entfernt.

Feines Sandwich: Himbeereis zwischen Butterkeksen

Jetzt haben Himbeeren Saison, für dieses Eis benötigen Sie insgesamt 300 g. Waschen Sie zunächst mal 200 g Himbeeren, diese werden mit 50 g Zucker püriert und dann lassen Sie die Masse in einem Topf aufkochen und reduzieren. Anschließend muss das Mus abkühlen. Bereiten Sie jetzt schon mal die Auflaufform vor, sie muss mit Klarsichtfolie ausgelegt werden und hacken Sie 20 g Pistazienkerne in grobe Stücke. Nun pürieren Sie die restlichen Himbeeren und schlagen 200 g Sahne steif, die alsbald kalt gestellt wird. Als Nächstes brauchen Sie eine große Metallschüssel, in diese geben Sie 3 Eigelb, das Mark einer ausgekratzten halben Vanilleschote, die abgeriebene Schale einer halben Bio-Zitrone und 50 g Puderzucker. Über einem Topf mit sehr heißem Wasser wird die ganze Masse mit dem Handrührgerät etwa fünf Minuten lang cremig aufgeschlagen. Sobald die Creme schön dickflüssig und zäh an den Quirlen hängt, stellen Sie die Schüssel in das Spülbecken, das mit kaltem Wasser gefüllt ist. Hier rühren Sie so lange weiter bis sich die Creme in der Metallschüssel auch wieder schön kalt ist. So, nun kommen zuerst die pürierten 100 g Himbeeren hinzu und werden mit einem Schneebesen untergerührt. Dann wird vorsichtig die Sahne untergehoben - füllen Sie die ganze Masse jetzt in die Auflaufform. Das ausgekühlte Himbeermus, die 200 g mit denen Sie begonnen haben, und die grob gehackten Pistazien werden locker untergemischt - schon ist es geschafft. Nun muss das Eis für mindestens 3 Stunden, besser noch über Nacht ins Eisfach.

Am Folgetag stürzen Sie das Eis aus der Auflaufform und schneiden es in Stücke, die so groß sind wie ein Butterkeks. Denn so entsteht das Sandwich: Legen Sie das Eis jeweils auf einen Butterkeks und decken Sie einen zweiten Keks darauf.

Für kleine und große Schoko-Fans: cremiges Schokoladeneis

Für dieses cremige Schokoladeneis benötigen Sie nicht unbedingt eine Eismaschine, es wird Ihnen auch ohne das Gerät gelingen: Zuerst lassen Sie 120 g Vollmilchschokolade schmelzen und auf handwarme Temperatur erkalten. In der Zeit rühren Sie in einer Schüssel 3 Eigelb zusammen mit 1 ganzen Ei und 2 EL Zucker schaumig. Die Schoki geben Sie dann hier hinzu und rühren Sie schön gleichmäßig unter. In einem zweiten Gefäß schlagen Sie 250 ml Sahne steif, diese heben Sie nun zusammen mit etwa 50 g Schokoraspeln vorsichtig unter die Schoko-Ei-Masse. Fertig, nun müssen Sie die Creme nur noch in eine tiefkühlgeeignete Schale füllen und etwa 4 Stunden warten bis die Schoko-Creme vollständig gefroren ist. Bevor Sie Ihren Lieben dann das Schokoeis servieren, sollten Sie den Behälter etwa 15 Minuten zuvor aus der Gefriertruhe entnehmen und antauen lassen. So lässt sich das Eis einfacher portionieren und es wird wunderbar cremig.

Meloneneis - erfrischend fruchtig

Absolut simpel ist es, ein Eis aus Wassermelone herzustellen: Schneiden Sie das Fruchtfleisch eines Stücks Wassermelone in kleine Stücke und entfernen Sie alle schwarzen Kerne. Es wird zusammen mit etwas Zitronensaft und eventuell Zucker nach Belieben püriert, dann in Eisförmchen, kleine Muffin-Förmchen oder Silikon-Formen für Eis am Stiel gefüllt und in den Tiefkühler gegeben - nach wenigen Stunden ist das Eis fertig und es darf genascht werden.

Ohne Milch und Ei: Bananen - Kokos - Blaubeer - Eis

Dieses Eis kommt ohne Milch und Ei aus und schmeckt nach Südsee: Am Vortag sollten Sie 4 reife Bananen schälen und in dicke Scheibchen schneiden - sie kommen dann in einer Gefriertüte oder in einer Box für 24 Stunden in den Tiefkühlschrank. Am nächsten Tag geht es los: Geben Sie 50 g Kokosraspel auf ein Backblech und lassen Sie die Raspeln bei 200 Grad nur 2-3 Minuten kurz anrösten. Bleiben Sie unbedingt dabei, denn dies geschieht recht schnell, Sie sollten die Raspeln entnehmen, bevor sie zu dunkel geraten können. Anschließend werden die gefrorenen Bananenscheibchen dann in einen im Mixer grob gehackt. Hier fügen Sie gleich noch 200 g tiefgekühlte Heidelbeeren hinzu und mixen alles gut durch. Jetzt gießen Sie 200 ml Kokoscreme oder wahlweise auch Kokosmilch (sie ist nicht ganz so dickflüssig), eventuell etwas Agavensirup als Süßungsmittel und etwas Limettensaft hinzu und verarbeiten alles innerhalb von wenigen Minuten zu einer glatten Masse. Die gerösteten Kokosflocken werden zum Schluss untergehoben. Rühren Sie dann alles noch einmal gut durch - das Eis ist dann sofort servierfähig und kann probiert werden. Tipp: Dieses Eis ist wandlungsfähig, Sie können auch andere gefrorene Früchte verwenden. Jedoch sollte man die Stücke immer in kleinerer Form einfrieren, damit der Mixer später das Zerkleinern schafft. Auch frische Pfefferminz-Blättchen kann man zum Schluss unterheben oder mit Karamellsirup süßen.

Für Naschkatzen: Eis aus Schoko-Aufstrich

Viele Naschkatzen lieben schokoladigen Nuss-Nugat-Aufstrich, wie Nutella. Bereiten Sie Ihren Süßschnäbeln doch daraus mal ein Eis: Geben Sie 2 EL Schoko-Aufstrich mit 1 Ei und 200 g Sahne in ein Gefäß und verrühren Sie alles zu einer homogenen, flüssigen Masse. Diese füllen Sie in eine große Dose, die eingefroren wird. Nach einiger Zeit ist die Eiscreme fertig - guten Appetit!

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