Pflegeleicht: Kokos- oder Sisalteppiche

Der Fußboden im Eingangsbereich, auf Treppenstufen, Fluren oder in der Diele wird stark beansprucht - hier sammelt sich der Schmutz. Ein robuster Teppich, der etwas aushält, muss her. Dazu sollte er natürlich auch gut aussehen und leicht zu pflegen sein. Eine gute Wahl für all die Anforderungen sind Kokos- oder Sisalteppiche.

Diese Teppiche werden aus Pflanzenfasern gefertigt. Sisal entnimmt man den Blättern der Sisalagave, Kokos entstammt aus der äußeren Kokosnuss. Mit beiden Varianten haben Sie also einen natürlichen Belag und Sie holen sich ein Stück Natur ins Haus. Wie bei Naturprodukten charakteristisch können die einzelnen Stücke aber leicht unterschiedlich in Form oder Farbe ausfallen. Ein besonderes Merkmal der Teppiche. Zudem können sich bei den Teppichen am Anfang kleine Wellen zeigen bis sich das Material angepasst hat.

Vorteil der Kokosteppiche: robust und strapazierfähig

Die Kokosfasern zeichnen sich dadurch aus, dass sie überaus langlebig sind. Sie werden zu Vorlegern oder Matten verarbeitet, nachdem sie in Wasser eingeweicht und danach von der Kokoshülle gelöst und anschließend zu Garnen verarbeitet wurden. Schon in früheren Zeiten fertigte man aus Kokos Taue oder Matten. Die Vorleger und Teppiche sind antistatisch, schallschluckend sowie wärmeisolierend. Selbst im Außenbereich sind sie ohne Weiteres einsetzbar. Darüber hinaus sind Kokosmatten noch ziemlich resistent gegen Flammen, also schwer entzündbar sowie unempfindlich gegen Pilze und Bakterien. Kokosmatten beispielsweise als Schmutzfang vor der Haustür, punkten zudem mit einer hohen Schmutzaufnahme, dazu sind sie schick und rutschhemmend.

Vorsicht: keine Feuchtigkeit auf Sisal-Teppiche

Auch Sisalfasern werden zu Fliesen, Matten oder Auslegware verarbeitet. Das Gewebe ist genauso robust, unempfindlich und widerstandsfähig wie Kokosmatten. Ebenso sind Sisalteppiche antistatisch und schwer entflammbar, selbst Motten haben gegen Sisal keine Chance.

Der Vorteil bei Sisal im Vergleich zu Kokosteppichen: Sisal lässt sich einfärben, deshalb kommen Sisalteppiche auch in allerlei Farbgebungen daher. Im Gegensatz zu Kokosmatten sollte man diese Teppiche aber nicht im Badezimmer verwenden, Feuchtigkeit mag diese Faser nämlich nicht. Also am besten auch keinen Blumentopf auf den Sisalteppich stellen, wenn beim Gießen etwas danebengehen könnte. Denn jede Flüssigkeit wird sonst nach dem Trocknen als hässlicher Wasserfleck zurückbleiben, der nicht mehr zu entfernen ist.

Generell sollte man Teppiche aus Pflanzenfasern ohnehin nicht mit Möbelstücken beschweren, hier zeigen sich sonst bald dauerhaft die Abdrücke. Außerdem wichtig bei der Auswahl eines Exemplars im Geschäft: Achten Sie darauf, dass der Sisalteppich gut verklebt oder verspannt ist, sonst lösen sich leicht Fasern und die Ränder können schnell unschön aussehen.

Poröse Oberfläche der Naturfasern - deshalb eine weiche Bürste verwenden!

Grundsätzlich können sowohl Sisal- als auch Kokosteppiche mit einem ganz normalen Staubsauger abgesaugt werden. Natürlich sollte der Teppich auch regelmäßig ausgeklopft werden, nur so wird der tiefer befindliche Schmutz nach oben befördert, der dann auch abgesaugt werden kann.
Bei einer gründlicheren Reinigung sollten Sie unbedingt eine weiche Bürste wählen, denn die Pflanzenfasern besitzen eine poröse Oberfläche.

Flecken sollten - wie bei allen Teppichen oder Stoffen immer - möglichst sofort entfernt werden. Ist der Fleck erst einmal eingetrocknet, bekommt man ihn schwieriger wieder heraus. Nehmen Sie, falls Ihnen etwas auf den Teppich getropft ist, also schnell ein gut saugendes Tuch oder Küchenpapier, das nicht farbig bedruckt ist, und legen sie es auf den Fleck. Bitte nicht reiben!

Ist die Flüssigkeit oder auch eine andere Substanz auf dem Teppich eingetrocknet, benötigen Sie ein weiches Vliestuch und eine Bürste. Verwenden Sie ausschließlich ein pH-neutrales Reinigungsmittel für Naturteppiche. Dieses wird zuerst mit dem Vliestuch auf den Fleck aufgetragen, dann wickeln Sie das Tuch um die Bürste und reiben es in das Teppichgewebe ein. Den gelösten Schmutz tupfen Sie mit einem saugfähigen Tuch ab, danach tupfen Sie die Stelle mit einem anderen Tuch trocken.

Hatten Sie mit der Herangehensweise keinen Erfolg, sollten Sie einen speziellen Fleckentferner für Naturfasern kaufen. Der Trockenschaum wird aufgesprüht, mit einer weichen Bürste einmassiert und nach dem Trocknen einfach abgesaugt.

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