Pastinaken - probieren Sie diese Rezepte

Pastinaken - probieren Sie diese Rezepte

© fotolia, Heike Rau

Ob im Eintopf, gebacken aus dem Ofen oder als cremige Suppe - aromatische Pastinaken sind im Herbst einfach lecker. Das weiße Wurzelgemüse, das leider ein wenig in Vergessenheit geraten ist, erlebt gerade wieder eine Renaissance.

Pastinaken haben ein sehr würziges Aroma mit einer leicht nussigen Note, das Gemüse harmoniert perfekt zu Möhren, Kohlrabi und Kartoffeln - perfekt für ein wärmendes Herbstgericht. Da für ein Gemüse relativ viel Zucker enthalten ist, mögen auch Kinder Pastinaken gern. Ein Grund, warum Pastinaken auch gern als Gemüsebrei für die erste Beikost verwendet wird, zumal sie auch sehr bekömmlich sind.

Pastinaken und Petersilienwurzeln - verblüffende Ähnlichkeit

Pastinaken und Petersilienwurzeln sind leicht zu verwechseln, die weiß-gelblichen, spitz zulaufenden Wurzeln gleichen sich sehr, nur kleine Unterschiede weisen auf die Pastinake. Eine Pastinake ist größer als eine Petersilienwurzel, mit etwa 40 cm fast doppelt so lang, der Kopfteil ist insgesamt dicker. Auch am Geschmack lässt sich erkennen, ob man eine Pastinake oder eine Petersilienwurzel gegessen hat: Petersilienwurzeln schmecken nämlich eher nach Petersilie.

Gesund sind Pastinaken und Petersilienwurzeln allemal, vor allem in Pastinaken stecken neben Kohlehydraten auch viele wertvolle Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Zink, ätherische Öle und B-Vitamine.

Robustes Wurzelgemüse: Einkauf, Lagerung und Zubereitung

Pastinake ist ein Wintergemüse, es wird von Oktober bis ins Frühjahr auf dem Wochenmarkt und im Supermarkt angeboten: Vor allem die kalten Temperaturen verbessern den Geschmack und das Aroma noch einmal. Beim Einkauf achtet man auf eine feste und unversehrte Schale, die Blätter sollten grün und saftig aussehen. Experten raten übrigens dazu, besser zu den kleinen Exemplaren zu greifen, da diese Wurzeln zarter im Geschmack sind. Die großen Pastinaken können eher holzig-faserig sein. Pastinaken sind übrigens nicht empfindlich, kaufen Sie ruhig auf Vorrat, im Kühlschrank halten sie sich mindestens zwei Wochen, ungewaschen und bei niedrigen Temperaturen über mehrere Monate.

Die Möglichkeiten der Zubereitung sind vielfältig: Sie können Pastinaken mit etwas Butter oder Öl dünsten und knusprig backen, auch frittieren oder sogar geraspelt roh als Salat essen. Ähnlich wie Karotten können die Wurzeln die unterschiedlichsten Gerichte mit Farbe und Aroma vervollkommnen, dabei sind sie sogar schneller weich als Möhren.

Lecker, gesund und aromatisch: Pastinaken-Suppe mit Petersilienwurzel

Eine Pastinakensuppe mit Petersilienwurzeln vereint die ähnlichen Gemüsesorten auf wohlschmeckende Weise. Waschen Sie zunächst 4 Pastinaken und 2 Petersilienwurzeln. Wer mag, schält die Stangen, dann werden sie in Würfel geschnitten. Als Nächstes schälen und würfeln Sie noch eine Zwiebel und eine große mehligkochende Kartoffel. Jetzt erhitzen Sie in einem großen Topf 2 EL Rapsöl und dünsten zuerst die Zwiebelwürfel an, danach fügen Sie die Gemüse- und Kartoffelwürfel hinzu und dünsten alles, während Sie schön emsig rühren, für weitere zwei Minuten, ehe Sie mit 1300 ml Gemüsebrühe ablöschen. Nun kommen Salz und Pfeffer hinein und der Deckel auf den Topf, so muss die Suppe etwa eine halbe Stunde leicht köcheln.

Währenddessen waschen Sie zwei Bund glatte Petersilie und hacken sie, bis auf ein paar schöne Blätter, die zur Deko zur Seite gelegt werden. Anschließend wird die Suppe nur noch püriert und schaumig aufgeschlagen. Ein wenig cremiger wird sie mit 50 ml Sahne oder Sojasahne, dann noch einmal würzen mit Salz, Pfeffer und die Suppe auf Teller verteilen, mit den übrigen Petersilienblättern garnieren.

Duftend aus dem Ofen: gegrillte Pastinaken mit Thymian

Mögen Sie gegrilltes Ofengemüse? Dann sollten Sie auf diese Art mal Pastinaken probieren: Waschen Sie 800 g Pastinaken, große Wurzeln halbieren Sie. Dann bereiten Sie eine Marinade: Waschen Sie eine Bio-Orange heiß, reiben Sie die Schale ab und pressen den Saft aus. Auch 4 Zweige Thymian werden gewaschen, die Blättchen abgezupft und eine Knoblauchzehe müssen Sie schälen und klein hacken. Dann verrühren Sie in einer großen Schüssel den Orangensaft, die Orangenschale mit 2 EL Olivenöl und 1 TL Honig. Die Hälfte der Thymianblättchen, der Knoblauch, Salz und Pfeffer werden ebenfalls gut untergerührt. Nun legen Sie die Pastinaken in die Marinade und bedecken sie von allen Seiten. Sie können dann ruhig schon mal den Ofen vorheizen auf 200 Grad Umluft, die Pastinaken kommen entweder in eine Auflaufform oder auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und dürfen für etwa 25 Minuten im Ofen grillen, zwischendurch einmal wenden nicht vergessen.

Perfekt zum Abendessen: ein orange-weißer Karotten-Pastinaken-Salat

Ein Rohkostsalat ist supergesund und lecker: Schälen Sie 250 g. Karotten und 250 g Pastinaken. Danach hobeln Sie das Gemüse in dünne Stifte. Geben Sie alles in einen Schüssel und würzen Sie mit etwas Salz und Pfeffer. Nun rühren Sie noch 3 EL Kräuteressig und 2 EL Traubenkernöl unter und mischen alles gut durch. Schneiden Sie weiter ein halbes Bund Schnittlauch, das Sie vorher gewaschen haben, in kleine Röllchen und streuen Sie diese über den Salat. Übrigens, alternativ kann man das Gemüse auch vorher bissfest garen, dazu gibt man es zusammen mit 2 EL Wasser und 1 TL Salz für zwei Minuten bei 900 Watt in die Mikrowelle, umrühren und noch einmal eine Minute garen.

Das schmeckt uns: Kartoffelbrei mit Pastinake

Kartoffelbrei erhält mit Pastinaken eine besondere Note. Schälen Sie 400 g mehligkochende Kartoffeln und 800 g Pastinaken und schneiden Sie alles in grobe Stücke. Dann garen Sie das Gemüse mit den Kartoffeln in einem großen Topf in ausreichend Salzwasser bis alles schön weich ist. Dann gießen Sie das Wasser ab und lassen die Stücke im Topf noch ausdämpfen. In einem Messbecher mischen Sie in der Zeit 100 ml Milch, 100 ml Sahne und 2 EL Butter - diese Mischung geben Sie in den Topf und zerstampfen dann die Pastinaken und die Kartoffeln grob. Wer es feiner mag, der nimmt noch den Mixer und schlägt den Kartoffel-Pastinakenbrei cremig. Etwas Salz, Pfeffer und ein wenig frisch geriebene Muskatnuss zufügen - guten Appetit!

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