Nach den Eisheiligen: Tipps zur Balkonbepflanzung

Nach den Eisheiligen: Tipps zur Balkonbepflanzung

Der Frühling ist endlich da und die Temperaturen steigen: Damit locken uns auch Balkon und Terrasse wieder nach draußen. Viele können es nun kaum noch erwarten, mit der Bepflanzung zu starten.

Geduld: erst nach der Kalten Sophie geht’s ins Freie

Doch Vorsicht, beginnen Sie nicht zu früh mit der Balkonbepflanzung! Im Mai kann immer noch Spätfrost auftreten, die Eisheiligen von 11. bis 15. Mai sind berühmt für Nachtfrost. Erst wenn die Kalte Sophie am 15. Juni vorüber gezogen ist, sollten die Pflanzen ins Freie. Andernfalls können empfindlichen Pflänzchen, wie Geranien, Begonien und Margeriten, Frostschäden davon tragen.

Blumentöpfe und Balkonkästen: zuerst putzen

Bevor die Pflanzen in die Kästen, Bottiche, Töpfe gepflanzt werden, müssen die Behältnisse sauber geputzt werden. Groben, oberflächlichen Schmutz können Sie mit einem kleinen Handfeger und einem feuchten Tuch beseitigen. Bei festsitzenden Kalkflecken, die sich in einem unglasierten Keramiktopf abgelagert haben, kann man auch eine Drahtbürste verwenden. Alternativ füllen Sie Wasser, das mit Zitronensäure oder Essig gemischt ist, ein. So lässt sich der Kalk auch leichter lösen.

Empfehlenswert: eine Drainageschicht aus Blähton

Zuerst füllen Sie eine Drainageschicht aus Blähton auf den Boden des Gefäßes. Sie macht sich bezahlt, denn dadurch kann sich das Gießwasser nicht in der Erde stauen. Außerdem speichert der Ton Wasser und gibt die Feuchtigkeit an heißen Tagen langsam an die Erde ab. Über die Drainage kommt ein Trennflies, damit nichts verschwemmt und dann folgt die Blumenerde. Am besten mischen Sie hier etwas Langzeitdünger unter. Dann brauchen Sie die gesamte Saison nicht mehr düngen und können sich an einer fortwährenden und kräftigen Blüte erfreuen. Eine andere Möglichkeit sind Hornspäne, sie haben eine ähnliche Wirkung wie Langzeitdünger.

Blumen korrekt einpflanzen

Nun müssen die Pflanzen aus den Bechern geholt und eingesetzt werden: Dazu drückt man den Plastikbecher zusammen, die Wurzeln lösen sich vom Rand und man kann die Pflanze umdrehen und vorsichtig herausnehmen. Sind die Wurzeln sehr verfilzt, kann man sie vorsichtig auseinander ziehen, damit sie anschließend gut verwurzeln. Die Pflanzen setzt man in die Töpfe, füllt Erde auf und drückt sie leicht an. Zur Oberkante der Blumenkästen bzw. der Töpfe sollte noch etwa 2 cm Platz bleiben, damit das Gießwasser nicht überläuft.

Vorsicht mit dem Gießen

Im Balkonkasten haben Pflanzen nur wenig Vorrat an Wasser, deshalb sollte man vor allem in der Wachstumsphase im Sommer regelmäßig gießen. Gießen Sie am Morgen oder am Abend, dann können die Pflanzen das Wasser am besten aufnehmen, in der Mittagshitze verdunstet es zu schnell. Verwenden Sie möglichst weiches, kalkarmes Wasser und gießen Sie es möglichst langsam direkt auf die Erde, aber nicht über Blätter und Blüten.

Neben den klassischen Blumenkästen gibt es auch Kästen mit automatischem Bewässerungssystem. Die Gefäße besitzen einen doppelten Boden. Unter dem normalen Boden befindet sich ein Wasserreservoir und ein Wasserstandsanzeiger zeigt, ob man wieder nachgießen muss. Andere Blumenkästen verfügen zusätzlich über einen seitlichen Einfüllstutzen. Diese speziellen Kästen sollte man ebenfalls erst nach den Eisheiligen ins Freie stellen, damit das Wasser nicht bei einem Nachtfrost gefriert. Übrigens kann man zur Bewässerung der Pflanzen auch auf eine schnelle und einfache Lösung mit einer Plastik-Wasserflasche zurückgreifen: Bohren Sie ein paar kleine Löcher in den Deckel und stecken Sie die volle Flasche verkehrt herum in das Substrat. Je nach Witterung reicht der Wasservorrat so bis zu einer Woche. Für einzelne Pflanzen sind auch Tontöpfe gut geeignet, denn sie können Feuchtigkeit speichern und geben diese erst nach und nach wieder ab.

Bei Frost sollten Sie handeln

Alle Pflanzen sind auf dem Balkon - und der Wetterbericht sagt Nachfrost voraus? Nun sollten Sie aktiv werden! Bringen Sie die Pflanzen über Nacht ins Haus, am besten stehen sie an einem hellen aber kühlen Ort, empfehlenswert sind fünf bis sieben Grad. Ist es zu warm, treiben die Pflanzen zu früh aus. Gießen Sie nur wenig. Wenn man die Balkonpflanzen dann wieder nach draußen stellt, ist eventuell auch ein Wurzelschutz empfehlenswert, also Bastmatten oder Isoliermatten, die um die Töpfe gelegt werden.

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