Mehlspeisen - fast wie in der Berghütt'n

Hmmm eine süße Leckerei als Hauptspeise – da ist die ganze Familie begeistert! Bei Kaiserschmarrn, Marillenknödeln oder gebackenen Apfelringen in Vanillesoße können Naschkatzen kaum widerstehen. Die feinen Mehlspeisen sind zwar oft sehr gehaltvoll, aber bei eisigen Temperaturen genau das Richtige!

Die süßen Gerichte aus Mehl, Butter, Eiern und Milch zaubern vor allem bei den Kleinen ein Lächeln ins Gesicht. Bei den Großen zählen die Speisen meist zu den schönen Kindheitserinnerungen und beim leckeren Duft von Palatschinken oder Vanilleknödeln, läuft bei vielen automatisch das Wasser im Mund zusammen. Kein Wunder, dass die Rezepte oft innerhalb einer Familie immer weiter gegeben werden. Übrigens, Ernährungsberater empfehlen, der Lust auf Süßes ab und an nachzugeben. So wird Heißhungerattacken vorgebeugt. Also: Gönnen Sie sich hin und wieder mit ruhigem Gewissen eine leckere süße Mehlspeise – vielleicht mit verschiedenen Früchten oder Vollkornmehl, so wirkt das Gericht nicht nur positiv aufs Gemüt, sondern bringt auch noch Vitamine und Ballaststoffe und macht länger satt.

Schön fruchtig: Kaiserschmarrn mit Äpfeln

Trennen Sie vier Eier und schlagen Sie das Eiweiß steif. Das Eigelb rühren Sie mit 250 ml Milch und 175 g Mehl zu einer sämigen Masse. Danach wird der Eischnee untergehoben. Schälen Sie dann einen mittelgroßen roten Apfel, schneiden ihn in mundgerechte Stücke und geben Sie ihn mit 50 g Mandelstiften unter den Teig. Stellen Sie den Herd an und braten Sie in einer heißen Pfanne in jeweils einem EL ml nacheinander zwei Pfannkuchen aus. Übrigens: Für die Zubereitung eines guten Kaiserschmarrns verwendet man eine möglichst große Pfanne, der Teig kann bis zu einer Höhe von 2 cm eingefüllt werden. Den ersten Pfannkuchen zerteilen Sie mit einer Bratenschaufel in grobe Stücke und wendet diese. Achtung, je weniger Stücke es sind, desto fluffiger sind sie. Um den zweiten Pfannkuchen zu backen, werden die Teigstücke auf einer Platte gelagert. Anschließend kommen alle Stücke zusammen zurück in die Pfanne, sie können hier auch noch einmal kleiner geteilt werden. Streuen 75 g Zucker darauf und braten Sie die Teigstücke knusprig bis der Zucker schön karamellisiert ist. Eventuell kann man für diesen Vorgang auch noch etwas Butter zufügen. Für die Zabaione benötigen Sie 125 ml Apfelsaft, wenn keine Kinder mitessen gern auch 125 ml Cidre, 2 Eier, 40 g Zucker und 2 Eigelb – all dies schlagen Sie über einem Topf mit heißem Wasser mit einem Schneebesen schön schaumig auf. Den Apfelschmarrn verteilen Sie auf vier Teller, bestreuen ihn mit Puderzucker und geben die Zabaione dazu.

Wer sagt da schon Nein - zu Marillen- oder Zwetschgenknödel mit Zimtsoße?

Verrühren Sie ein Ei mit 50 g Butter und mischen Sie 250 g Quark darunter, alles gut durchrühren. Nun geben Sie 100 g Mehl, 50 g Grieß und eine Prise Salz dazu und kneten mit den Händen einen homogenen Teig daraus, der abgedeckt etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen darf. mffnen Sie nun eine Dose mit Aprikosen und lassen Sie die Früchte abtropfen. Natürlich sind frische Aprikosen noch besser, sie können überdies mit einem Stück Würfelzucker gefüllt werden. Aber auch Pflaumen sind eine tolle Füllung oder Sauerkirschen harmonieren auch super zur Zimtsoße. Den Teig teilen Sie hernach in acht kleine Stücke, drücken diese auf der bemehlten Arbeitsfläche flach zu Fladen, setzen das Obst hinein und formen Knödel daraus.

Übrigens, das Formen der Knödel ist immer Handarbeit. Ist der Teig sehr nass werden die Hände zuvor mit lauwarmem Wasser angefeuchtet, so wird die Kugel schön glatt. Ist der Teig zu trocken, werden die Hände mit Mehl bestäubt. In kochendem Salzwasser – man kann dieses auch schon mit Vanillezucker aromatisieren – müssen die Knödel dann etwa 10 Minuten gar ziehen. Dabei schaltet man auf kleine Hitze und setzt den Deckel fast vollständig auf. Bei zu großer Hitze zerfallen die Knödel. Und immer nur ein paar Knödel gleichzeitig ins Wasser geben, sie gehen noch etwas auf und müssen nebeneinander schwimmen können. In der Zeit lässt man in der Pfanne 50 g Butter schmelzen, gibt einen EL Zucker dazu und 100 g Semmelbrösel, die unter ständigem Rühren braun geröstet werden. Die Knödel sind gar, wenn sie im Kochwasser oben schwimmen. Dann müssen sie erst abtropfen ehe sie in der Semmelbrösel-Mischung gewälzt werden.

Für die Zimtsoße geben Sie 200 ml Milch und 50 ml Sahne in einen Topf und zerdrücken insgesamt 400 g geschmacksneutralen Frischkäse mit einer Gabel darin. Anschließend stellen Sie den Topf auf den Herd und bringen den Milch-Mix unter ständigem Rühren zum Kochen. Fügen Sie dann 2 EL Akazienhonig zu, der sich auflösen muss und schmecken Sie die Soße dann mit 1 TL Zimtpulver und dem Saft einer ausgepressten Zitrone ab. Wenn keine Kinder mitessen, können Sie auch 2 EL Rum ergänzen. Die Knödel verteilt man dann auf die Teller, gibt die warme Zimtsoße dazu und streut Puderzucker darüber – hmmm, schmeckt das aber lecker!

Eigentlich ein „Arme-Leute-Essen“ – aber so lecker: Reiche Ritter

Bestreichen Sie 20 Scheiben weißes Toastbrot mit etwa 10 EL Pflaumenmus und legen Sie weitere 20 Scheiben darauf, festdrücken und in eine Schüssel legen. In einem Messbecher verquirlen Sie 2 Eigelb, 50 g Zucker, eine Prise Salz, die abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone und einen halben Liter Milch. Diese Masse geben Sie in die Schüssel über die Brotscheiben, sie müssen darin gut durchziehen. In einem tiefen Teller verrühren Sie 2 Eiweiß mit 2 EL Wasser, in einen zweiten tiefen Teller geben Sie 8 EL Paniermehl. Dann lässt man eine Pfanne mit ml heiß werden und gibt die Toastscheiben zuerst ins Eiweiß, um sie dann im Paniermehl zu wenden. Im heißen Fett werden sie dann von beiden Seiten knusprig ausgebacken. Die Sandwiches werden nach dem Abtropfen auf Küchenpapier auf die Teller gesetzt, einmal diagonal durchgeschnitten vor dem Servieren noch mit Puderzucker bestäubt. Reichen Sie dazu am besten ein Schälchen mit Himbeeren oder einem gemischten Obstsalat.

Kinderessen: Dampfnudeln mit Blaubeeren

Sie benötigen einen Hefeteig, dazu mischen Sie 500 g Mehl, ein Päckchen Trockenhefe, 100 g Zucker, eine Prise Salz und den Abrieb von der Schale einer Zitrone. Erwärmen Sie 250 ml Milch, geben Sie dann 100 g Butter hinein, die zuerst schmelzen muss ehe Sie zwei Eier unterquirlen. Wenn die Masse danach stark abgekühlt ist, gießen Sie sie zum Mehl. Jetzt kneten Sie einen Teig, dieser muss abgedeckt an einem warmen Ort etwa 20 Minuten gehen. Auf jeden Fall sollte er sich verdoppelt haben. Eventuell müssen Sie dann noch etwas Mehl zugeben, wenn er zu sehr klebt. Mit bemehlten Händen teilen Sie den Teig dann in mittelgroße Klöße, die auf einer Platte mit einem Geschirrtuch abgedeckt werden und noch einmal gehen müssen. Füllen Sie einen Topf mit heißem Wasser, spannen Sie ein Tuch darüber oder geben Sie ein Sieb darauf und legen Sie einen Teil der Dampfnudeln hinein. Sie werden mit einem Deckel bedeckt, damit der Dampf nicht entweichen kann. Auf diese Weise werden die Klöße etwa 15 bis 20 Minuten gedämpft. Dazu reicht man Heidelbeeren, die erwärmt und mit etwas Speisestärke angedickt werden.

Einfach lecker: Grießknödel mit Vanillesoße

Für die Grießknödel kochen Sie 500 ml Milch zusammen mit 3 EL Zucker, 1 EL Butter, einer Prise Salz, dem Abrieb einer Zitrone sowie dem Mark von einer Vanilleschote auf. Wenn die Flüssigkeit kocht, rühren Sie 130 g Grieß hinein und rühren die Masse gut durch – so lange bis sich auf dem Topfboden eine weiße Haut bildet. Anschließend geben Sie nacheinander erst ein Ei hinzu, das Sie mit dem Rührgerät sorgfältig unterrühren ehe Sie ein weiteres Ei dazugeben und unterrühren. Der Teig wird jetzt abgedeckt und muss eine Stunde im Kühlschrank ziehen. Nach dieser Zeit setzen Sie Salzwasser auf, formen mit den Händen kleine Knödel und geben diese für jeweils 10 bis 12 Minuten in den Topf. Dort müssen sie langsam bei geringer Hitze gar ziehen. Für die Kruste werden in einer Pfanne mit 120 g Butter 50 g Semmelbrösel hellbraun geröstet und anschließend auf einen tiefen Teller gegeben. Wenn die Knödel im Topf oben schwimmen und Sie diese aus dem Wasser gefischt haben, müssen sie dann nur noch in dem Teller gewälzt werden. Dazu gibt es ein Kompott aus Waldheidelbeeren oder Pflaumen und vielleicht eine heiße Vanillesoße oder eine Kugel Walnusseis.

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