Kohl - so mögen auch Kinder das gesunde Kraut

Jetzt steigt der Appetit auf herzhafte Speisen. Doch während den Großen beim Gedanken an Kohlrouladen oder Krauteintopf das Wasser im Mund zusammen läuft, ist das feine Kraut bei Kindern meist nicht so angesagt. Die lieben Kleinen reagieren oft nicht sehr begeistert, wenn Mama Rosenkohl, Wirsing oder Rotkohl kocht.

Möglicherweise hat es damit zu tun, dass Kohl zu den schwefelhaltigen Senfgewächsen gehört und zu Bauchweh führen kann – und Kinder ihn deshalb instinktiv ablehnen. Probieren Sie doch mal folgende Tricks, um die Sprösslinge für Kohl zu begeistern.

Kleine Tricks, wie Sie den Nachwuchs locken

Mitmachen lassen! Sobald Kinder beim Kochen mitgeholfen haben, sind sie viel eher bereit, vom Essen auch zu probieren. Sicher haben ältere Kinder Lust und Spaß daran, zusammen mit Mama oder Papa ein leckeres Gericht zu zaubern – für das sie nachher auch noch kräftig gelobt werden. Sie können beispielsweise den Weißkohl für einen Krautsalat über den Gemüsehobel ziehen oder beim Einpacken und Verknoten der Krautwickel helfen.

Hauptsache schön bunt – mit knalliger Lebensmittelfarbe, die keinen Eigengeschmack und Geruch hat, wird fader Kohl plötzlich interessant. Die Zusatzstoffe werden als kleine Fläschchen im Supermarkt eher für die Dekoration von Backwaren angeboten. Aber man kann die Farbe auch genauso zu Kartoffelbrei oder eben zu Kraut geben und somit blau oder rot einfärben. Wer nicht zu den künstlichen Stoffen greifen mag, probiert dagegen vielleicht etwa Rote-Beete-Saft, in dem die Kohlblätter kurz eingelegt werden oder auch Spinat, der die Speisen ordentlich grün färbt. Hier ergibt es aber natürlich auch eine Geschmacksveränderung des Essens.

Der typische Kohlgeruch beim Kochen lässt bei manchen Kindern schon die Laune sinken, noch ehe es Zeit für die Mahlzeit ist – und damit kann der Kohl auch nicht als Geheimsache serviert werden. Nun existieren die verschiedensten Varianten, um den Geruch zu tilgen. Am praktischsten: einfach zeitgleich Kaffee kochen, der Kaffeegeruch soll den Duft des Kohls übertünchen. Eine andere Möglichkeit ist Essig, die starke säuerliche Flüssigkeit überdeckt den Kohl auch. Einfach ein Schüsselchen mit Essigwasser nahe der Heizung positionieren, die warme Luft steigt nach oben und der Geruch verteilt sich im Raum.

Goldbraun gebackene Pfannkuchen: Mogeln Sie Kraut und Pilze hinein!

Für den Pfannkuchen-Teig verquirlen Sie 150 g Vollkornmehl mit zwei Eiern und 350 ml Milch. Fügen Sie anschließend zwei Prisen Salz und 40 g ausgelassene Butter hinzu. Decken Sie dann das Gefäß ab und stellen Sie es für eine halbe Stunde beiseite. Vor dem Ausbacken wird noch ein Bund Petersilie gewaschen, trocken getupft, klein gehackt und in den Teig untergerührt. Für die Füllung benötigt man einen mittelgroßen Weißkohl, etwa 600 g. Von diesem entfernen Sie die äußeren Kohlblätter, schneiden den Kopf in Viertel, entfernen den Strunk und schneiden die Kohlviertel in schmale Streifen. Putzen Sie 250 g Champignons und schneiden Sie in kleine mundgerecht Stücke. Nun schälen Sie eine kleine Zwiebel und würfeln sie, erhitzen in einer Pfanne etwas Olivenöl, in dem die Zwiebelwürfel angeschwitzt werden. Nach kurzer Zeit geben Sie zuerst die Pilze dazu und, wenn sie leicht angebraten sind, den Weißkohl und braten alles gut an. Abgelöscht wird mit einem Achtelliter Gemüsebrühe, dann würzen Sie mit Thymian, Salz und Pfeffer und rühren alles gut durch und lassen es bei geschlossenem Deckel noch etwa 15 Minuten leicht köcheln. Bevor Sie schließlich die gleiche Menge Sahne, auch 125 ml, mit einem Teelöffel Speisestärke verrühren und in die Gemüsepfanne geben – alles gut durchrühren, eventuell noch einmal Salz und Pfeffer zugeben und die Flüssigkeit etwas einreduzieren lassen. So nun backen Sie die Pfannkuchen – und ihre Kinder werden sich bestimmt schon freuen. Geben Sie etwas ml in eine Pfanne und backen Sie vier Pfannkuchen von jeder Seite einige Minuten. Zum Schluss können Sie noch 100 g Hartkäse, beispielsweise Bergkäse oder Gouda, fein reiben. Dann legen Sie die Pfannkuchen jeweils auf einen Teller, geben die Krautfüllung darauf und verteilen vom Reibekäse etwas, klappen Sie die Pfannkuchen zu und rufen Sie zum Essen!

Bei der Zubereitung des cremigen Krautsalats dürfen die Kleinen helfen

Man benötigt einen halben weißen Kohlkopf, den man zuerst wäscht und schließlich mit dem Messer in dünne Streifen schneidet. Genauso gut können Sie den Kohl auch über eine Küchenreibe in kleine Streifen raspeln. Zwei Möhren werden nach dem Waschen auch über eine Reibe gezogen und so ebenfalls klein geraspelt. Die Kinder dürfen derweil die Soße bereiten, sie verrühren dazu in einem kleinen Töpfchen einen halben Teelöffel Zucker mit 6 Esslöffel Essig, einer halben Tasse Kondenzmilch, einem Ei, etwas Salz und Pfeffer. Dann wird der Topf auf den Herd gestellt und die Soße erhitzt bis sie schön dickflüssig ist. Abkühlen lassen und danach mit dem klein geschnittenen Gemüse vermengen. Sehr lecker schmeckt der Salat, wenn er einige Zeit gut durchgezogen ist.

Frisch aus dem Ofen: Auflauf mit Kartoffeln, Rotkohl und Hackfleisch

Schälen Sie 700 g Kartoffeln, schneiden sie in Scheiben und - damit der Auflauf im Ofen nicht mehr so lang backen braucht - kochen Sie sie in etwas Gemüsebrühe vor. Dann schneiden Sie einen Kopf Rotkohl in dünne Streifen, waschen sie und kochen sie genauso in etwas Salzwasser. Übrigens wer keinen frischen Rotkohl bekommen kann, verwendet entweder 2 Gläser küchenfertiges Rotkraut oder TK-Gemüse. In der Zeit können Sie derweil das gemischtes Hackfleisch anbraten, das Sie vorher mit einem EL Senf und zwei Eiern, Salz, Pfeffer, Paprikapulver vermengt haben. Nun wird alles nur noch in eine Auflaufform geschichtet, immer schön im Wechsel Kartoffelscheiben, etwas Rotkohl, etwas Hackfleisch. Für die Soße verrühren Sie einen halben Becher Schmand mit etwas Sahne, Salz, Pfeffer und gießen das Gemisch über den Auflauf. Sicher bekommen Sie spätestens jetzt Appetit, nun müssen Sie ihn aber erst für eine halbe Stunde bei 200 Grad Umluft in den Backofen schieben – dann heißt es: Guten Appetit!

Jägerkohl: Hackfleisch und Kohl - eine unschlagbare Kombi

Dieses Gericht können Sie sowohl mit Weißkraut, mit Spitzkohl oder eben, wie hier beschrieben, mit Wirsing zubereiten. Jägerkohl ist ein Klassiker, der in vielerlei Varianten je nach Region zubereitet wird. Manch einer fügt beispielsweise noch Paprikawürfel, Champignons oder Mais hinzu. Und so geht’s: Zuerst schneiden Sie 600 g Wirsing in feine Streifen, waschen sie. Nun kocht man den Kohl in Salzwasser und etwas Kümmel. Achtung, nach dem Abgießen des Kohls, das Wasser nicht wegschütten, es wird später für die Soße noch gebraucht. Nun erhitzen Sie in einer großen Pfanne etwas ml, schälen eine Zwiebel, die Sie in kleine Würfel schneiden und braten sie zusammen mit 500 g gemischtem Hackfleisch schön kross an. Zwischendurch mit Salz, Pfeffer, edelsüßem Paprikapulver, etwas Cayennepfeffer, je nach dem wie scharf Ihre Familie es mag, etwas Kümmel und Curry würzen. Ist das Fleisch krümelig und von brauner Farbe gibt man den Wirsing dazu. In einem kleinen Topf wird zwischenzeitlich die Soße bereitet, die man schlussendlich in die Pfanne dazu gibt. Für die Soße lässt man 2 EL Butter schmelzen, schwitzt darin 2 EL Mehl an und gießt unter ständigem Rühren 300-400 ml Milch dazu und je nach Geschmack ergänzt man etwas von dem aufbewahrten Kohlwasser bis eine schöne cremige Soße entsteht. Diese kommt in die Pfanne und hier darf alles noch eine kleine Weile durchziehen, bevor serviert wird. Dazu gibt’s feine Salzkartoffeln, wer kann da schon „nein“ sagen?

Ungewöhnlich, aber lecker: Deftiger Kuchen mit Kraut und Walnüssen

Wie wär's mit einem deftigen Kuchen? Hacken Sie 45 g Walnüsse in grobe Stücke, schneiden Sie 200 g Weißkraut in Streifen und waschen Sie diese. Im nächsten Schritt lassen Sie 200 g Sauerkraut in einem Sieb abtropfen und mischen es mit dem Kohl in einer Schüssel, Salz, Pfeffer und 2 EL Rapsöl kommen noch dazu. Für den Quark-ml-Teig verkneten Sie in einer großen Schüssel 200 g Magerquark mit 250 g Mehl, 1 TL Backpulver, einer Prise Salz und 3 EL Rapsöl sowie 3 EL Wasser bis Sie einen glatten Teig erhalten. Diesen teilen Sie und legen ihn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Bestreichen Sie den Teig mit 60 g Frischkäse, verteilen Sie die Hälfte der Krautmischung darauf und streuen Sie die Hälfte der Walnüsse darüber. Dann muss der Kuchen bei 180 Grad Umluft auf der untersten Schiene etwa 10 Minuten backen – und duftet wahrscheinlich schon köstlich! Stellen Sie ihn warm und backen Sie schnell den zweiten Kuchen, damit die ganze Familie satt wird.

Weitere Themen:

Haushaltstipps - gesucht, gefunden ...!

Haushaltstipps von A - Z:

So geht's leichter:
Mobile Ansicht

Impressum Team Jobs Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2019 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.