Hochbeet - so einfach geht’s

Hochbeet - so einfach geht’s

© fotolia, Gabriele Rohde

Gartenarbeit ist für viele Entspannung pur - damit anschließend der Rücken nicht schmerzt, ist ein Hochbeet eine gute Sache. Das Beet wird in Höhe eines Tisches angelegt, so dass man beim Gärtnern nicht mit krummem Rücken auf dem Boden hockt.

Zweierlei Nutzen: die Vorteile eines Hochbeets

In der Erde graben und die Zeit vergessen: Normalerweise sitzen Hobbygärtner versunken zwischen ihren Pflanzen und bemerken dabei ihre ungesunde Haltung nicht - nur hinterher spürt man die Beschwerden im Rücken. Bei einem Hochbeet ist Bücken und Hocken ausgeschlossen. In einem Hochbeet zu gärtnern, ist damit viel gesünder für den Körper und auch bequemer.

Aber darüber hinaus ist ein Hochbeet auch für Gemüse und Kräuter perfekt: Die Pflanzen wachsen viel schneller, denn die Temperaturen sind durch die Erhöhung natürlich wärmer als direkt im tieferliegenden Boden. Dies ist besonders im Frühjahr zu bemerken. Und deshalb steht die Ernte von Gemüse und Kräutern aus dem Hochbeet auch wesentlich früher an. Andererseits friert die Erde in den kälteren Monaten im Hochbeet schneller, denn die Wärme kann rundherum entweichen. Ein weiterer Vorteil: Schnecken haben es hier schwerer, die Pflanzen sind etwas besser geschützt.

Welche Pflanzen kann man ins Hochbeet setzen?

Die Erde im Hochbeet enthält insgesamt mehr Nährstoffe. Damit gedeihen hier Gemüsesorten anfangs besonders gut, die stark zehren, das wären beispielsweise Kohlarten, Lauch oder Salat. Später können Sie dann aber auch andere Gemüsesorten pflanzen, beispielsweise mögen Gurken, Zucchini, Spinat, Zwiebeln und Kartoffeln das Hochbeet als Heimat. In einem kleineren Hochbeet kann man genauso gut Erdbeeren anbauen oder vielleicht verschiedene Kräuter.

Die Maße: diese Größe sollten Sie planen

Wer über ein Hochbeet nachdenkt, sollte mit der Planung frühzeitig starten, die Realisierung bietet sich dann für Frühjahr oder Herbst an. Und wo ist der richtige Platz im Garten? Eine Ausrichtung in Nord-Süd-Richtung wird besonders empfohlen, weil hier die Wirkung der Sonne voll gut genutzt werden kann.

In den meisten Fällen haben die Beete eine maximale Größe von 120 cm Breite, damit sind die Pflanzen von überall noch gut erreichbar. Die Höhe eines Hochbeets liegt in der Regel bei 70 bis 80 cm. Bei der individuellen Planung ist man natürlich recht frei. Wer lieber einen Bausatz aus dem Baumarkt verwendet, findet hier aber auch eine große Palette an verschiedensten Materialien und Größen.

Zwei Arten eines Hochbeets: mit oder ohne Boden

Hochbeete werden größtenteils in zwei Arten angelegt: mit offenem Boden oder mit geschlossenem Boden.

  • Offener Boden: Ein Hochbeet mit einem offenen Boden wird mit einer Einzäunung aus Holz, Stein, Weide oder Betonplatten, Blech oder Plastik angelegt. Die Wände werden mit Pfosten stabilisiert, die im Abstand von einem Meter in der Erde stecken. Am Boden wird nur ein feiner Maschendraht verlegt, der als Schutz vor Wühlmäusen dient.
  • Geschlossener Boden: Ein Hochbeet mit einem geschlossenen Boden ist insbesondere für eine Nutzung auf dem Balkon zu empfehlen. Hier kann man auch große Holzkübel, Holzkisten, Weinkisten, Fässer etc. umfunktionieren

So geht’s: die einzelnen Schichten eines Hochbeets

Zuerst muss das Erdreich auf der Fläche, auf der das Hochbeet entstehen soll, in einer Tiefe von etwa 20 bis 30 cm abgetragen werden. Hier kommt gegebenenfalls zunächst der feine Maschendraht hinein. Das Hochbeet besteht aus drei unterschiedlichen Schichten. Entsprechend der letztendlichen Höhe des Hochbeetes sollte man die Höhe der jeweiligen einzelnen Schichten möglichst gleichmäßig planen.

Die erste Schicht ist eine Mischung aus grobem Strauch- und Baumschnitt. Dies hat den Effekt, dass die zweite Schicht Luft von unten bekommt, was die Zersetzung fördert. Als Abschluss der ersten Schicht legt man Rasensonden mit dem Gras nach oben auf und drückt sie fest an, dadurch kann keine Schicht bis nach unten durchrieseln. Die zweite Schicht ist eine Mischung aus Laub, Erde und Kompost aus Strauch- und Grünabfällen. Die dritte Schicht besteht aus Blumenerde und sollte mindestens eine Höhe von 15 cm haben.

In den ersten zwei Anfangsjahren muss ein Hochbeet nicht gedüngt werden, den Boden zu wässern ist völlig ausreichend. Mit der Zeit verrotten die Pflanzenreste, weshalb man den Boden am besten jedes Jahr im Frühling wieder etwas mit Kompost auffüllen sollte. Nach etwa sechs Jahren muss man das Hochbeet vollkommen neu schichten.

Hochbett auf dem Balkon: immer regelmäßig düngen!

Auf dem Balkon ist das Schichten eines Hochbeets nicht ganz so einfach. Hier kann man alternativ ein Substrat verwenden. Natürlich fehlt dabei aber die Sauerstoffzufuhr, die unteren Schichten können nicht verrotten und dadurch Nährstoffe zuführen. Dadurch gibt es keine andere Möglichkeit als ein Hochbeet auf dem Balkon immer regelmäßig nachzudüngen.

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