Faschingsgebäck - finden alle Narren lecker

Faschingsgebäck - finden alle Narren lecker

© fotolia, Printemps

In der Faschingszeit ist Hochsaison für Schmalzgebäck: Fruchtige Apfelküchle, Berliner - alias Krapfen oder Pfannkuchen - lecker mit Marmelade oder Pflaumenmus gefüllt oder Kräppelchen mit Puderzucker bestäubt oder noch warme Quarkbällchen - hmmm ein Genuss! Da sind alle großen und kleinen Narren begeistert.

Das frischduftende Gebäck kann man derzeit traditionell in den meisten Bäckereien, Cafés und Konditoreien kaufen. Die Namen sind je nach Region zwar ganz unterschiedlich, aber die kleinen süßen Teilchen werden allesamt in Fett ausgebacken. Die Herstellung ist nicht schwierig, die frittierten Leckereien bekommen wir auch zu Hause gut hin - und können das leckere Faschingsgebäck dann noch ofenfrisch und lauwarm, so wie es am allerbesten schmeckt, vernaschen.

Statt Quarkbällchen: kleine Kugeln mit Schmand

Gemeinsam zu backen, macht Kindern viel Spaß. Achten Sie darauf, dass die Kleinen beim Frittieren abseits stehen, aber davon abgesehen können sie tatkräftig mit anfassen. Mama stellt den mit Fettwürfeln gefüllten Topf bei mittlerer Hitze auf den Herd, das Fett muss zuerst schmelzen. Selbstverständlich kann man auch die Fritteuse nutzen, falls man über ein solches Gerät verfügt. Sie wird dann auf 170 Grad eingestellt. Die Kinder geben alle Zutaten in eine große Rührschüssel. Für einen Kuchenteller voller Schmalzkugeln zum Beispiel braucht man: 4 Eier, 1 Tasse Zucker, 3/4 Päckchen Backpulver, 200g Schmand, knapp 500g Mehl und einen guten Schuss Apfelsaft. Dies alles wird mit dem Handrührgerät zu einer geschmeidigen Masse verrührt. Wichtig: Der Teig darf nicht zu flüssig, aber auch nicht zu zäh sein.

Testphase: Backen Sie einen Testkloß

Nun kommt die Testphase: Das Frittierfett ist heiß genug, wenn an einem Holzlöffel kleine Bläschen hochsteigen. Der Topf sollte auf mittlerer Hitze stehen. Bitte achten Sie jetzt genau auf Ihr Kind: Heiße Fettspritzer können schmerzhafte Verbrennungen auslösen! Kleine Kinder sollten weitab vom Herd auf die fertigen Klöße warten. Nur ältere Kinder dürfen beim Ausbacken helfen. Das Kind bekommt zwei kleine Löffel und darf aus dem Topf kleine Teigklöße abstechen und ganz vorsichtig ins heiße Fett gleiten lassen. Die Kugel schwimmt nun im Topf und wenn die Unterseite schön braun ist, kann man sie mit dem Löffel auf die andere Seite schubsen. Nach ein paar Minuten ist der erste Testkloß fertig und kann mit einer Schaumkelle herausgenommen werden.

Die Verkostung entscheidet über das weitere Vorgehen

Jetzt folgt das Verkosten. Probieren Sie vorsichtig ein Stück vom Gebäck - daraus ergeben sich dann verschiedene Möglichkeiten:

  1. Der Testkloß schmeckt einfach lecker. Nichts ändern, weiterbacken!
  2. Der Kloß ist auseinandergelaufen und hat keine Kugel gebildet. Rühren Sie etwas mehr Mehl unter den Teig und backen Sie einen zweiten Testkloß.
  3. Der Kloß ist außen verbrannt und innen noch roh: Das Fett ist zu heiß, verringern Sie die Hitze und backen Sie weiter.
  4. Der Kloß schmeckt sehr fettig. Entweder ist zu wenig Saft im Teig oder das Fett war noch nicht heiß genug.

Ist die Testphase abgeschlossen, sollte noch genug Teig für die Produktionsphase übrig sein. Man gebe also nach und nach mit den Teelöffeln den ganzen Teig zum Ausbacken in den Topf. Bitte beachten Sie, es dürfen nicht zu viele Kugeln gleichzeitig im Fett schwimmen, da sonst die Temperatur zu stark sinkt.

Zum Auskühlen kommt das Gebäck auf ein Küchenpapier und wird anschließend noch warm mit Puderzucker bestäubt - voilà fertig: Guten Appetit!

Apfelkrapfen: fruchtig, locker, süß

Mit 16 bis 18 Stück zart, luftigen Apfelkrapfen bekommt man schon eine ganze Gruppe an Prinzessinnen, Löwen, Cowboys und Indianern satt: Schälen Sie drei mittelgroße Äpfel, entfernen Sie das Kerngehäuse und schneiden Sie die Früchte in sehr kleine Würfelchen. Wer mag, kann sie auch auf einer Reibe raspeln. In einer großen Rührschüssel werden dann zwei Eier, ein Eigelb, und 75 g Zucker mit dem Handrührgerät schön schaumig aufgeschlagen. In einem extra Messbecher messen Sie 250 g Mehl Type 405 ab, geben eine Prise Salz, ½ TL abgeriebene Zitronenschale und 1 gestrichener TL Natron hinzu und mischen die trockenen Zutaten. Außerdem messen Sie 100 ml kalte Milch mit 1,5 % Fett ab. Jetzt geben Sie abwechselnd Apfelstückchen, Milch und Mehlgemisch zum Ei-Zucker-Schaum. Alles gut verrühren und sollte der Teig zu dünnflüssig sein, ergänzen Sie noch ein klein wenig Mehl.

Als Nächstes geben Sie Öl bzw. Kokosfett in die Fritteuse oder in einen Topf und erhitzen es auf 180 Grad. Mit zwei größeren Teelöffeln stechen Sie den Teig in etwa der Größe eines Tischtennisballs ab. Lassen Sie die Nocken in das heiße Fett gleiten, wenden Sie die Bällchen ab und an und lassen Sie sie etwa drei, vier Minuten ausbacken, bis sie eine goldgelbe Farbe angenommen haben. Vorsicht, nicht zu viele Krapfen auf einmal backen, sonst wird das Fett zu kalt, je nach Größe des Gefäßes sollten nur vier bis fünf Apfelkrapfen im Fett schwimmen. Legen Sie einen großen Teller dick mit Küchenkrepp aus, wir entnehmen die goldbraunen Krapfen dann mit einem Schaumlöffel und lassen sie auf dem Teller abtropfen. Vor dem Servieren dick mit Puderzucker bestäuben und noch schön lauwarm.

Ob Berliner oder Krapfen - Hauptsache lecker

Die Bezeichnung mag regional unterschiedlich sein, die einen nennen sie Berliner oder Pfannkuchen, die anderen lassen sich ihren Krapfen oder ihre Kreppel schmecken. Aber am leckersten ist das Gebäck aus Hefeteig. Kneten Sie aus 500 g Mehl, 1 1/2 Päckchen Trockenhefe (alternativ 30 g Frischhefe), 1/4 Liter Milch, 4 Eigelb, 60 g Zucker, einer Prise Salz und 60 g Butter einen Hefeteig. Dieser muss dann zunächst an einem warmen Ort etwa eine halbe Stunde gehen. Anschließend teilen Sie den Teig in gleichgroße Stücke und formen mit bemehlten Händen Bällchen. Diese müssen noch einmal etwa 20 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen.

Sie können nun schon einmal das Frittierfett auf 170 Grad erhitzen. Hier werden die Bällchen unter mehrmaligem Wenden goldbraun gebacken. Dabei versucht man vorsichtig vorzugehen, da heißes Fett auf der Oberseite das Aufgehen der Pfannkuchen verhindert. Später lassen Sie die Krapfen auf einem Teller mit Küchenkrepp abtropfen und füllen es mit einer Gebäckspritze, die Sie mit Erdbeermarmelade gefüllt haben. Zu guter Letzt werden die Kreppel mit Puderzucker bestäubt oder mit einer Zuckerglasur bestrichen.

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