Einzug ins neue Heim: Wie wird es schnell gemütlich?

Einzug ins neue Heim: Wie wird es schnell gemütlich?

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Endlich ist es soweit: Der Umzug steht an! Die neuen, leeren Räume wirken groß und weit, vielleicht riecht es noch frisch nach Farbe und Lack - und wir mit all den vielen Kisten und Möbeln mittendrin. Wie wird nun aus der neuen Wohnung oder dem Haus ein richtig gemütliches Zuhause?

Zunächst herrscht oft noch Chaos - mit dem Einzug in das neue Domizil sind zwar alle Siebensachen hier gelandet, aber wie ein richtiges Zuhause fühlt es sich noch lange nicht an. Damit sich Behaglichkeit und ein Gefühl von Daheim-sein einstellen können, braucht es meist einige Zeit.

Geduld!

Das Wichtigste ist jetzt Geduld. Selbst wenn alle Möbel schnell an einen Fleck gestellt werden, braucht es ein paar Wochen, damit wir uns heimisch fühlen. Geben Sie sich die Zeit! Etwa ein bis vier Wochen, empfehlen Einrichtungsexperten. Es hat schließlich wenig Sinn, wenn man jetzt nur fix alles perfekt herrichten will, sich dann aber gar nicht richtig wohlfühlt. Man sollte die neue Behausung erst einmal wirken lassen, das Nestgefühl muss sich langsam entwickeln.

Wandfarbe? Besser erst mal abwarten

Viele wollen im Nu die Zimmer streichen, weil sie hoffen, dass sie mit einer hübschen Wandfarbe schneller "ankommen". Das kann ein Trugschluss sein, möglicherweise bereut man die Farbauswahl schon nach kurzer Zeit. Es ist besser, die Wände erst einmal weiß zu lassen und sich erst nach ein paar Wochen für eine wirklich passende Farbgestaltung zu entscheiden. Man sollte sich ja schon sicher sein, ob das Wohnzimmer wirklich leuchtend rot oder die Küche in lila erstrahlen sollen, wenn man nicht nach kurzer Zeit wieder neu streichen will.

Die Farbe soll zum Raum passen und zum Lichteinfall. Dabei hilft es, die Zimmer immer mal wieder zu unterschiedlichen Tageszeiten zu betreten, um die geänderten Lichtverhältnisse zu beobachten. Man sollte auch das gesamte Farbkonzept überdenken. Vielleicht soll ja nur eine Wand in einer kräftigen Farbe hervorgehoben werden oder es sollen mehrere Farben in einem Zimmer zum Einsatz kommen, mit einem Wandtattoo oder Bildern dekoriert.

Große Möbel zuerst

Um für einen Überblick und Ordnung zu sorgen, stellt man die großen Möbel zunächst mal in die jeweiligen Zimmer - und wartet erst einmal ab. Noch ist alles variabel. Dann, möglichst ohne großen Stress, schaut man ganz in Ruhe, wo die großen Stücke am besten zur Wirkung kommen und an welcher Stelle sie praktisch sind.

Lassen Sie den Raum auf sich wirken, suchen Sie den geeignetsten Platz und vergessen Sie nicht, alle anderen Möbel in Ihre Planungen mit einzubeziehen. Manch einer mag sich auch an den Regeln des Feng Shui orientieren, um die Energien in positive Bahnen zu lenken.

Nun zu Sessel, Kommoden und Schränkchen

Im nächsten Schritt werden alle kleinen und flexiblen Möbel verteilt. Jetzt wissen Sie wo der Hocker einen praktischen Zweck erfüllt, wo das Bücherregal gut hinpasst usw. Schauen Sie, wo das Licht gut ist, hier kann vielleicht ein Sessel positioniert werden. Wo sind ungenutzte Ecken und Stellen - perfekt als Stauraum für Utensilien. Oder von wo hat man einen schönen Ausblick aus dem Fenster, vielleicht hat hier der Esstisch genug Platz. Rücken Sie hin und her und schauen Sie, wie es Ihnen am besten gefällt. Vielleicht kommt ja die Kommode, die jahrelang im Schlafzimmer stand jetzt ins Bad. Gehen Sie zwischendrin immer mal wieder raus aus dem Zimmer und lassen Sie die Möbel einige Tage auf sich wirken, damit sie sich an die Einrichtung gewöhnen können.

Ganz wichtig: aufräumen und ausmisten

Generell sollte man vor einem Umzug immer rigoros ausmisten und nur das einpacken, was wirklich durch die "Bestandskontrolle" gekommen ist. Umziehen dürfen nur Dinge, die nützlich sind oder die man mag. Natürlich landen trotzdem oft noch genug Dinge im neuen Heim, die hier vielleicht erst einmal keine Bestimmung haben, die man aber auch nicht so einfach wegwerfen will. Sie bleiben im Umzugskarton und kommen in den Keller. Damit sie dort nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag den Dornröschenschlaf schlafen, sollte man sie nicht ins letzte Eck schieben und vorher genau notieren, was sich im Karton verbirgt.

Nachdem die Wohnung soweit eingerichtet ist, sollte alles einen Platz haben. Sind alle Dinge verstaut, sollte Ordnung herrschen. Liegt immer noch genug Krempel herum, muss man entweder ein neues Möbelstück anschaffen, eine Ecke im Schrank oder in der Kommode freiräumen, um das Zeug zu verstauen oder sich trennen.

Accessoires und Deko - erst ganz zum Schluss

Nun erst geht es an die Accessoires und die Deko! Jetzt können Sie Kerzenständer und Teelichter, Wolldecken, Kissen, Vasen, Duftlampen etc. auspacken und verteilen. Die Pflanzen werden arrangiert, Bilder, Pinnwände und Kalender werden erst mal probeweise an ihre Plätze gestellt oder gleich aufgehängt, Stehlampen und Tischlampen werden verteilt und die Vorhänge kommen an die Fenster. So kann man im neuen Heim schnell eine wohnliche Atmosphäre erwecken. Achten Sie auf weiches Licht, verschiedene softe Materialien und warme Farben - dann sollte sich eine gemütliche Stimmung einstellen.

Damit aber aus den noch unbewohnten Zimmern wirklich ein richtiges Zuhause wird, muss die Wohnung bzw. das Haus mit Leben, mit Erlebnissen gefüllt werden. Verbindet man den Ort mit schönen Erinnerungen, wird aus den eingerichteten Räumen ganz schnell ein neues Zuhause: Also freuen Sie sich auf das Familienfrühstück mit Ihren Lieben oder laden Sie Ihre Kinder zur Schaumparty ins Bad ein - im ganz normalen Familienalltag nehmen Sie die Wohnung/ das Haus ganz automatisch in "Ihren Besitz".

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