Bio - was das Gütesiegel verspricht

Hauptsache Bio! Bei Obst und Gemüse, Eiern, Brot oder Milchprodukten greifen viele Familien selbstverständlich zu Bio-Produkten – ein kleiner Beitrag zum Schutz unserer Umwelt. Außerdem: Diese Lebensmittel schmecken oft einfach besser!

Immer mehr Verbraucher, vor allem zunehmend jüngere Menschen achten beim Einkauf auf Bio-Produkte. So gaben bei einer aktuellen Untersuchung des Bundeslandwirtschaftsministeriums insgesamt 71 Prozent aller Befragten unter 30 Jahren an, dass sie Bioprodukte kaufen. Aber was ist eigentlich „Bio“, was genau verbigt sich hinter diesem Gütesiegel?

Das Wörtchen „Bio“ kennzeichnet laut der Definition Produkte, die aus ökologischem Landbau gewonnen werden. Das einheitliche EU-Biosiegel, welches seit Mitte 2010 benutzt wird, besteht aus zwölf weißen Sternen auf grünem Grund, die ein Blatt formen und kennzeichnet verpackte Biolebensmittel.

Anforderungen für das EU-Biosiegel

Aber damit das wichtige Gütesiegel tatsächlich verliehen wird, müssen gewisse Standards und Auflagen eingehalten werden. Da die Bezeichnung ein durch europaweit geschützter Begriff ist, wird die Einhaltung durch die zuständige mko-Kontrollstelle in der EU regelmäßig kontrolliert.

Nur Lebensmittel deren Zutaten zu mindestens 95 Prozent aus ökologischer Landwirtschaft in der EU stammen, werden so ausgezeichnet. Das EU-Biosiegel steht außerdem für Gentechnikfreiheit, artgerechte Tierhaltung und Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel. Grundsätzlich kann man als Verbraucher sicher sein, dass man bei einem Lebensmittel, das mit einem Bio-Siegel kennzeichnet ist, ein Produkt genießt, das den höchsten gesetzlich gesicherten lebensmittelrechtlichen Standard entspricht.

Der ökologische Landbau zeichnet sich dadurch aus, dass besonderen Wert auf den Schutz der natürlichen Ressourcen gelegt wird und die Bewirtschaftung im Einklang mit der Natur erfolgt. So ist man beispielsweise um einen möglichst geschlossenen Nährstoffkreislauf bemüht. Der Käufer von Bio-Produkten kann sich darauf verlassen, dass die Tiere artgerecht gehalten werden und dass alles dafür getan wird, um die Fruchtbarkeit des Bodens bestmöglich zu erhalten und zu vermehren.

Biobetriebe sind dazu verpflichtet, alle Betriebsmittel und Erzeugnisse genau zu protokollieren. Sie müssen dokumentieren, was sie von wem gekauft und an wen verkauft haben. Bio-Produkte kann man dadurch bis zur Herstellung zurück verfolgen.

Weitere Biosiegel in Deutschland

Neben dem EU-Biosiegel gibt es aber in Deutschland auch das staatliche deutsche Siegel. Es ist sechseckig, hat einen grünen Rand und ist mit dem Wort Bio versehen.

Darüber hinaus gibt es außerdem private Label, wie von Demeter, Biokreis oder Naturland, die sogar mit strengeren Anforderungen verbunden sind. Die Logos stehen alle für einen Mindeststandard bei Biolebensmitteln.

Eine besonders ökologische Arbeitsweise kostet mehr: Der Arbeitsaufwand ist höher, die Erträge niedriger als bei anderen konventionell hergestellten Lebensmitteln. Deshalb können Bioprodukte nur zu einem höheren Preis angeboten werden. Viele Menschen sind bereit diesen Preis zu bezahlen – für unsere Umwelt und für die eigene Gesundheit und die Zukunft der Kinder.

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