FrauKathrin
Hallo, meine Tochter ist 19 Monate alt. Als sie ca 5,5 Monate alt war haben wir mit Beikost in Breiform begonnen. Sie möchte aber nie Brei und hat immer nur sehr wenig gegessen, so dass ich zusätzlich gestillt habe. Mittlerweile isst sie tagsüber ganz normal und wird nicht mehr gestillt. Abends stille ich sie in den Schlaf und wenn sie nachts wach wird (durchschnittlich ca 5 X pro Nacht), darf sie auch an die Brust. Dann nuckelt sie aber eher als dass sie trinkt und dreht sich dann um und schläft meist weiter, manchmal schläft sie auch wieder ein ohne an der Brust gewesen zu sein, manchmal schreit sie so lange bis sie an die Brust darf. Ich habe mal versucht sie abends erst zu stillen und dann in den Schlaf zu bringen ohne direkt an der Brust zu sein. Das hat auch nach einigen Tagen mit immer weniger Schreierei geklappt bis es plötzlich ein Ding der Unmöglichkeit schien. Sie hat so sehr geweint und sich reingesteigert, dass wir seitdem (ca vor 3 Monaten) wieder das Einschlafstillen praktizieren, weil ich da bisher auch immer gut mit zurecht kam und es auch gerne gemacht habe. Mittlerweile ist die Kleine echt groß und schwer geworden und die nächtlichen Unterbrechungen zehren langsam an mir, so dass ich gerne abstillen möchte, behutsam. Aktuell schläft meine Tochter nachts bei uns im Schlafzimmer. Wir haben ein Kinderbett als Beistellbett umfunktioniert. Ihren Mittagsschlaf macht sie in ihrem eigenen Bett und da klappt das Einschlafen ohne Stillen, mal schneller mal langsamer, aber da sind wir konsequent. In der Osterzeit haben wir Urlaub von der Tagesmutter und Arbeit und da würde ich gerne mit dem Abstillen anfangen. Ich bin mir aber unsicher, wie ich es machen soll. Soll ich erst versuchen nachts keine Brust mehr zu geben, stattdessen versuchen mit Nähe zu trösten oder auf den Arm nehmen. Soll ich erst versuchen abends ohne Brust einzuschlafen. Wenn ja, erst stillen und dann ohne Brust einschlafen lassen und die Stillzeit verkürzen oder abends komplett auf das Stillen verzichten? Sie zum Einschlafen in ihr Bettchen legen wir auch mittags oder erstmal auf dem Arm in den Schlaf bringen. Wobei sie da natürlich sehr nah an der Brust ist. Viele viele Fragen und Unsicherheit, ich hoffe Sie können mir helfen uns ein paar Tipps geben. Viele liebe Grüße Kathrin
Liebe Kathrin, ich würde die Stillmahlzeit als erste ersetzen, auf die Ihr Kind am leichtesten verzichten kann. Vielleicht klappt es eher, wenn Sie Ihr Baby ins Bett legen und sich neben es legen und beruhigen. In der Nacht haben Sie vielleicht nicht den Nerv und die Kraft, um konsequent zu sein. Vielleicht braucht Ihr Baby aber gerade das Einschlafstillen am Abend, Sie müssen einfach ausprobieren, was bei Euch am besten klappt. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt und Sie nicht gleich die Geduld verlieren, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Probieren Sie es einmal mit immer kürzerem Stillen und viel Kuscheln. Herzlichen Gruß Biggi
User-1748112654
Liebe Kathrin, unser Sohn ist 19 Monate alt und wird nur noch zum Einschlafen gestillt, wobei ich seit heute ans endgültige Abstillen gehen will. Ich habe zuerst das Stillen vor dem Mittagsschlaf und dann das nächtliche Stillen beendet, weil er nachts auch noch sehr häufig kam, v. a. wenn er krank war oder zahnte, und ich durch die Arbeit keine Energie mehr hatte, den großen Kerl (12 kg mit 12 Mo.) mehrmals von einer Seite auf die andere zu hieven. Das Kinderbett steht im Schlafzimmer mit Abstand zu unserem Bett, aber die zweite Nachthälfte verbringt er immer noch gern im Familienbett. Trotzdem hat das nächtliche Abstillen - zu meiner Überraschung - in wenigen Tagen geklappt. Ich hab ihm jeweils vorher erklärt, dass er nachts keine "Mamamilch" mehr bekommen wird, wir aber kuscheln würden, wenn er nicht schlafen könnte. Hab ihn dann wie gewohnt nachts zu uns geholt, aber wenn er an die Brust wollte, gesagt, dass er jetzt nichts bekommen würde, sondern erst am nächsten Abend, und wir stattdessen kuscheln würden. Kurzes Weinen, hab ihn fest umarmt und sein Schlaflied gesungen, und er schlief weiter. Ich weiß, jedes Kind und jede Beziehung ist anders, aber ich glaube fest daran, dass es hilft viel zu erklären. Das endgültige Abstillen habe ich seit Wochen jeden Abend vor dem Stillen angekündigt mit "wenn die Mamamilch alle-alle ist, dann lesen und kuscheln wir", und zumindest heute hat der Kleine nur ganz kurz geweint und sich dann ohne Brust ins Bett bringen lassen. (Alles andere am Einschlafritual hab ich genau gleich gelassen.) Jetzt muss ich es nur noch durchhalten, denn ich bin schon sehr wehmütig, trotz allem... Ich würde mich freuen, wenn dir meine Erfahrung in irgendeinem Punkt etwas hilft oder dich bestärkt. Viel Zuversicht! Adina
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