Ihr Baby braucht Halt und Geborgenheit

Baby in der Babyschale

© fotolia, New Africa

Im Auto ist die Babyschale das richtige Transportmittel für Babys und Kleinkinder. Darin ist Ihr Kind vom ersten Tag an sicher aufgehoben.

Babyschalen gibt es

  • für bis zu neun Kilo Körpergewicht (Klasse 0) oder
  • bis zu 13 Kilo Körpergewicht (Klasse 0+). Sie eignen sich bis maximal 18 Monate.

Ihre erste Autofahrt absolvieren Babys in der Regel bald nach ihrer Geburt: auf dem Weg von der Klinik nach Hause. Am besten kaufen werdende Eltern die Babyschale daher schon etwas vor dem Geburtstermin. So bleibt auch Zeit, das korrekte Befestigen im Familienauto in aller Ruhe zu üben. Zusätzlich zu der Babyschale bietet es sich häufig an, ergänzend zur Babyschale eine Basis dazu zu kaufen, welche im Auto befestigt bleibt. Viele Hersteller bieten eine solche Basis auch mit ISOFIX an. Diese Befestigungsart minimiert das Fehlbedienungsrisiko und ist damit für frisch gebackene Eltern besonders praktisch. Die Babyschale kann ganz einfach auf die Basis eingeklickt und wieder gelöst werden.

Zur Sicherheit nur rückwärts auf Tour

Babyschalen sind Reboard-Systeme. Sie müssen immer gegen die Fahrtrichtung eingebaut werden. Das dient der Sicherheit Ihres Kindes: Bei einem Aufprall hält der Hosenträgergurt des Sitzes den Körper des Babys zwar fest. Doch der schwere Kopf fällt mit großer Wucht nach vorne, wenn ein Baby in Fahrtrichtung sitzt. Das kann zu schwersten oder gar tödlichen Verletzungen führen. Sitzt das Baby aber gegen die Fahrtrichtung, fängt die Babyschale die enormen Kräfte gut ab und verteilt sie breitflächig auf seinen Rücken. Das haben Crashtests mit Puppen belegt. Ergänzend gibt es für Babyschalen sogenannte Sitzverkleinerer. Sie sollen den Körper des Kindes stabilisieren und die empfindliche Wirbelsäule schonen.

Den Ein- und Ausbau der Babyschale im Auto erleichtert übrigens die Verwendung einer Basis, in die die Babyschale ganz einfach eingerastet wird. Die Basis selbst ist mit einer ISOFIX-Befestigung oder mit dem Gurt gesichert. Eine zugelassene Alternative zur Babyschale ist für Frühchen oder besonders kleine Babys eine spezielle Wanne, in der das Kind ganz flach liegt (z.B. der Baby-Safe Sleeper von Britax Römer).

Tipp, wenn Sie Ihr Baby in der Babyschale tragen: Bevor Sie die Schale hochheben, unbedingt prüfen ob Ihr Kind sicher angeschnallt ist. Außerdem muss der Tragebügel in Tragestellung eingerastet sein.

Vordersitz oder Rücksitz?

Der sicherste Platz für Kinder ist grundsätzlich auf der Rückbank hinter dem Beifahrer.

Das gilt auch für Babys in einer Babyschale. Mit einem speziellen Rückspiegel (Autofachhandel) können Sie Ihr Kind trotzdem im Blick behalten. Der rechte Platz auf der Rückbank hat noch einen Vorteil: Auf der Gehwegseite lässt sich die Babyschale sicher einladen, ältere Kinder können gefahrlos ein- und aussteigen.

Sind Eltern alleine mit dem Baby unterwegs, befestigen sie die Babyschale jedoch erfahrungsgemäß lieber auf den Beifahrersitz. Dort haben sie ihr Kleines während der Fahrt im Blick. Achtung: Der Airbag für den Beifahrersitz muss vorher ausgeschaltet werden! Ein auslösender Airbag würde die Schale an die Sitzlehne schleudern und Ihr Kind in Lebensgefahr bringen.

Bitte beachten Sie die Empfehlungen und Hinweise des Fahrzeugherstellers in der Bedienungsanleitung! Einige Fahrzeughersteller empfehlen den Beifahrersitz generell nicht als Platz für Autokindersitze.

Wann ist es Zeit für den Wechsel zu einem größeren Sitz?

Grundsätzlich können Sie sich an den Gewichtsangaben auf dem ECE-Prüfsiegel des Autokindersitzes orientieren. Manche Eltern wechseln allerdings früher zum nächst größeren Modell: Weil die Füße ihre Babys über die Unterkante der Schale ragen oder die Rückenlehne berühren. Das sehen Experten jedoch nicht als Grund zum Wechseln. Sie empfehlen, Kinder so lange wie möglich in der rückwärts gerichteten Babyschale sitzen zu lassen.

Die Zeit ist erst dann reif für einen Wechsel, wenn

  • die Oberkante des Babyköpfchens den oberen Rand der festen Schale erreicht oder
  • Ihr Kind mehr als 9 kg (Sitz-Gruppe 0) bzw. 13 kg (Sitz-Gruppe 0+) wiegt.

Auch bei den Kindersitzen für größere Kinder können Sie den Einsatzbereich voll nutzen und möglichst spät wechseln.

So hat Ihr Baby es unterwegs schön bequem

  • Bei Neugeborenen und Babys ist die Wirbelsäule noch weich und nachgiebig. Deshalb, so Kinderärzte, sollten die Kleinen in den ersten drei Monaten möglichst viel flach liegen. Babyschalen geben eine halbsitzende Position vor. Am besten transportieren Sie Ihr Baby besser nur kurze Zeit am Stück darin. Die Faustregel für das Säuglingsalter lautet: maximal eine halbe Stunde fahren, dann eine Viertelstunde Strampelpause.
  • Ziehen Sie Ihrem Baby für die Autofahrt bequeme Kleidung an. Wichtig ist Strampelfreiheit für Arme und Beine, sonst wird Ihr Kind bald quengeln.

Im Winterhalbjahr eignet sich der "Zwiebelschalen-Look": Trägt Ihr Baby mehrere leichte Schichten übereinander, können Sie ihm problemlos einzelne Kleidungsstücke ausziehen, wenn sich das Auto erwärmt (Danach bitte jeweils den Gurt wieder straff ziehen!). Sie können Ihrem Kind auch eine Decke oder Jacke über legen, bis die Heizung den Innenraum auf eine angenehme Temperatur gebracht hat. Kuschelige Alternative mit Bewegungsfreiheit: ein zum Sitzmodell passender Fußsack mit Schlitzen für die korrekte Gurtführung.

Im Sommer schwitzen Babys leicht in ihrem Sitz. Also lieber dünn anziehen und Wechselkleidung griffbereit halten, falls Ihr Kind sehr schwitzt. Einige Hersteller bieten passend zu den Sitzmodellen besonders atmungsaktive bzw. saugfähige Sommerbezüge an.

  • Geben Sie Ihrem Baby während der Fahrt lieber nur weiche Spielsachen oder Stoffbücher in die Hand, um zufällige Verletzungen zu vermeiden.
  • Beginnt Ihr Baby zu weinen, ist es besser, die nächste Parkmöglichkeit anzusteuern. Dann können Sie in Ruhe klären, was wohl der Grund für seinen Kummer ist. Durst? Eine volle Windel? Zu heiß/zu kalt? Oder zwickt vielleicht irgendein Kleidungsstück?

Zuletzt überarbeitet: Januar 2019

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