Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Leberwurst Brot

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Noch ne Frage

Reicht es aus wenn ich meiner Tochter 11 Monate morgens zum Frühstück ne halbe Scheibe Brot mit Leberwurst oder Birnenmus gebe? Oder soll ich ihr noch 100 g Brei geben? Den Brei rühre ich mit mandelmilch an und in den nachmittags obst Brei gebe ich mandelmus ! Sie hat eine Kuhmilch Unverträglichkeit! Ich gebe jetzt immer extra nur die hälfte Brei und zusätzlich noch etwas stückiges ! Zb Nachmittag 50 g Getreide und 50 Mango als Brei und zusätzlich 1 Stück Birne ! Abends 1/4 kartoffelbrot und 150 g Brei ! Ist das gut oder zuviel?

Lieben gruss

von Cresailfl am 06.11.2014, 12:38 Uhr

 

Antwort auf:

Leberwurst Brot

Hallo Cresailfl
ja, alles super. Das heisst, deine Kleine bekommt eine Spezialmilch oder stillst du noch? Brot und Brei sind auf jeden Fall eine ideale Kombination. Dein Kind kann selbst essen und sie kann großen Hunger unkompliziert und stressfrei mit Brei "bekämpfen". Zu viel Brei würde den Hunger zu sehr dämpfen, weshalb deine Mengen passend scheinen.
Nachmittags könntest du das Getreide stark reduzieren, wodurch schliesslich abends bestimmt mehr Brot gegessen werden wird. Nachmittags würde Obst sogar ausreichen.
Etwa so?
Morgens: Brot und (frisch geriebenes?) Obst wenn gewünscht, plus Milch
(Mumi?), oder als ergänzendes Getränk Tee bzw Mandeldrink mit etwas Banane gemixt
ZMZ: Brot oder Obst
Mittags: Brei und Familienkost,sowie stückige Nahrungsbasics
ZMZ: Obst, Familienkost, erste Kekse o.ä
Abends: Brot, etwas Brei oder Gemüsecremesuppe oder geriebene Rohkost und Milch wie morgens
Also dann
Grüße
B.Neumann

von Birgit Neumann am 07.11.2014

Antwort auf:

Leberwurst Brot

Ja hört sich gut an ! Heute morgen hab ich eine halbe Kartoffelbrot mit Birnenmus gegeben das reichte ihr also kein Brei mehr. Mittags bekam sie Spinat mit Kartoffel und mandelmilch verveinert! Teils püriert und Reis stückig! Nachmittags etwas Getreide Brei mit mandelmus und Obst ( glässchen) und Stück Birne manchmal auch pürierte frische Mango ! Äpfel verträgt sie nicht ! Abends wieder Viertel Brot mit Leberwurst und ne 1 Std später mandelmilch Getreide Brei! Zwischendurch und nachts noch gestillt ! Trinken tut sie so 300-400 ml babywasser am Tag! Hab nur irgendwie Angst das Brot nicht so gesund ist wie der Getreidebrei! Und ich kann so auch nicht die Mengen abschätzen. Beim Brei wusste ich ja 200 g oder 230 g und gut bei den stückiger Mahlzeiten sieht mir das so wenig aus ! Sie hat schon viele zähne aber ich habe das Gefühl, das sie es nicht richtig zerkaut sondern alles so runterschluckt ! Außerdem beißt sie nur manchmal kleine Stücke ab und manchmal landet alles so groß es geht im den Mund und ich denke dann immer sie erstickt daran

von Cresailfl am 07.11.2014

Antwort auf:

Leberwurst Brot

Also könnte ich theoretisch auch abends zb pürierte karottensuppe ( ungesalzen) mit etwas Brot( mit Butter) geben und etwas Mandelmilch aus dem Glas geben ! Das ist dann ok? Bisher trinkt sie leider noch nicht aus dem Glas sondern nur aus der Trinkflasche ! Irgendwie komisch Brei ist mir vertrauter &512; hört sich irgendwie nach Mittag an &515;mit dem Gemüse ! Heute Mittag hab ich dann 150 g Kartoffel mit 80 g Spinat ( Iglo ) gegeben !

von Cresailfl am 07.11.2014

Antwort auf:

Leberwurst Brot

Noch ne frage&515;kann ich auch mal meiner kleinen
11 Monate Tk Grünkohl zubereitet wie Spinat geben? Müsste doch auch gut in der kalten Jahreszeit sein

von Cresailfl am 08.11.2014

Antwort auf:

Leberwurst Brot

Hallo Cresailfl
mit Begin der Familienkost brauchst du die Essmengen nur ungefähr zu kalkulieren. Normalerweise essen gesunde Kinder so viel, wie sie brauchen. Auch wenn es mal mehr oder weniger ist, die Wochenbilanz bleibt meist stimmig.
Grobe Richtwerte für 1-jährige Kinder sind diese:
80g Getreide/Brot
120g Kartoffeln (bzw Reis, Nudeln etc)
120g Gemüse
120g Obst
300ml Milch, Milchprodukte
30g Fleisch/Wurst
1-2 Eier pro Woche
25g Fisch pro Woche
15g Streichfett/Öl
geduldet sind ca 10% Süßigkeiten am Gesamtanteil der zugeführten Energiemenge*
(*tägl Energiemenge ca 950 kcal)
Quelle: FKE, DO, 2006

Ernährungsempfehlungen müssen trotzden immer individuell (!) überprüft und angepasst werden. Die Auflistung bietet nur eine grobe Übersicht. Manche Kinder essen mehr, andere weniger! Exakt angepasste und damit ideale Empfehlungen gibt es nur für Max Mustermann bzw für den "Durchschnittsbürger/Durchschnittskind". Empfehlungen sind grobe Richtlinien. Sie können als Orientierung dienen und evtl grobe Unterschiede, sowie z.B. auch besondere Auffälligkeiten zeigen.
Wichtig ist, dass es keine zu großen Einsetigkeiten gibt, dass bspw nicht zu viel Milch im Plan enthalten sei. Zu viel Milch nähme einerseits den Appetit auf die anderen Speisen, dämpft den Appetit und dies böte weniger Anreiz zum Probieren anderer Möglichkeiten. Und zu viel Kuhmilch ist langfristig wegen der hohen Eiweißmenge nicht optimal für die gesunde Entwicklung.

Ganz grob überschlagen, könnte dir evtl folgende Auflistung als Orientierung dienen:
Frühstück:
Brot und Milch
25 g Brot
5 g Margarine
plus Mandeldrink/stillen

vormittags (Zwischenmahlzeit):
25 g Brot
5 g Margarine
50 g Obst

oder Brei aus:
10 g Haferflocken
50 g Obst
20 g frischer Orangensaft,30g Wasser

oder:
10 g Zwieback oder Vollkornkeks mit
50 g Obstsaft, mind 1:1 mit Wasser verdünnt

Mittagessen: Gemüse-Kartoffel-Fleisch
GKF-Brei wie gewohnt
plus Fingerfrod
plus Familienkost


nachmittags (Zwischenmahlzeit)
wie vormittags

abends:
wie Frühstück
25 g geriebene Karotten
25 g Birne
stillen


Diese Empfehlungen sollen an den tatsächlichen Bedarf des Kindes angepasst werden. Manche Kinder/Babys benötigen mehr und andere Babys deutlich weniger Nahrung.

Der Energiebedarf sinkt in der Regel um den 10. Lm, sodass dein Baby jetzt möglicherweise vorrübergehend wneiger benötigt, um satt zu sein.

Ein Kind darf soviel essen, bis es satt ist, bzw nicht mehr möchte. Es kann als ZMZ auch nur Obst sein oder gar nichts. Statt Trinkmilch ginge auch Joghurt für Kinder ab 1 Jahr. Auch die Brotbeläge können variieren:
Butter, Avocado, dünn Frischkäse, evtl dünn vegetarischen Brotaufstrich wie Primabella von Tartex (Reformhaus), helles Mandelmus. Auch Wurst (vom Biometzger), milden Käse, Margarine (ohne gehärtete Fette) sind okay.

Der Übergang zur Familienkost soll ein breites Angebot an Speisen bieten. Die Zeit zwischen dem 10. Lm bis etwa zum 18. Lm ist eine wichtige Phase des Ausprobierens. Danach sinkt die Bereitschaft Neues zu kosten.
Brot ist in dieser Zeit eine wichtige Sache, weil es das Kauen erfordert und dadurch die Kaumuskeln trainiert werden - für die mundmotorischen Fähigkeiten eine gute Übung.

Grünkohl ist im Rahmen der Familienkost okay. Wenn ihr den Kohl gerne esst und du ihn so zubereitest, dass er gut schmeckt und gut verdaulich ist, kann deine Kleine etwas davon mitessen, wenn sie es mag. Wenn du Grünkohl nur geben magst, weil er "gesund" sei und du ihn selbst nicht magst, dann lass es. Biete ihr das Grünkohlgericht so an, wie ihr ihn esst.
Die traditionellen Zubereitungsarten bewirken eine bessere Verdaulichkeit.
Grüße
B.Neumann

von Birgit Neumann am 08.11.2014

Antwort auf:

Leberwurst Brot

Tausend Dank für die lange Antwort &512;&512;&512;

Super !!!

von Cresailfl am 08.11.2014

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