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Kita wechseln??

Thema: Kita wechseln??

Wir haben leider keinen unserer Wunschkindergärten bekommen. Der Kindergarten unseres Sohne ist 12km entfernt. Wir sind mit 14 Monaten dort gestartet und nach wenigen Wochen lief die Anmeldephase für Sommer 2023. Ich habe mich im Waldkindergarten beworben. Nur 2-3 km Entfernung. Jetzt wird hier im Dorf auch gebaut und ich überlege dort anzumelden. Chancen sehen sehr gut aus. Im aktuellen Kindergarten sind wir sehr zufrieden. Es ist wirklich nur die Fahrerei, die stört. Alles andere passt. Nette Erzieher, Gespräche auf Augenhöhe, individuelle Absprache, .... Kind fühlt sich wohl. (Er ist sehr easy going.) Würdet ihr wechseln oder weiter die Strecke fahren? Kenne hier niemanden, der länger als 1 Jahr auf den Wunschkindergarten warten musste. Alle sind überrascht, dass wir so weit fahren müssen und nicht zu Fuß oder mit Rad zum KiGa können. Das ist hier wirklich Standard.

von kia-ora am 16.03.2023, 06:38



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Huhu, das ist keine leichte Frage. Denn ein guter Kiga ist leider nicht selbstverständlich. Und es ist immer ein bisschen wie Lotto, wenn man ein Kind woanders anmeldet. Meine Tochter hat damals auch keinen Platz hier im Viertel bekommen, beide Kigas hier waren seit Jahren durch Voranmeldung ausgebucht, wir selbst waren neu hergezogen. Meine Tochter musste dann in einen Kiga im Nachbarort, ähnlich weit wie bei euch. In diesem Kiga ist sie innerlich nie richtig angekommen. Die Erzieherinnen waren laut, grob, schlicht im Kopf und leider auch faul. Es gab trotz Turnhalle kein Turnen, es gab keine Ideen, keine Projekte, keine Kreativität. Meine Tochter war sehr schüchtern. Sie wurde nicht integriert, sondern oft den ganzen Vormittag lang vor einem Puzzle geparkt. Nach einem Jahr konnten wir endlich zu einem Kiga hier im Viertel wechseln, weil Plätze frei wurden. Und ich habe nicht wegen der geringeren Entfernung gewechselt, sondern weil der erste Kiga unglaublich schlecht war. Im neuen Kiga gab es dann liebe, engagierte, ideenreiche Erzieherinnen, tolle Projekte (Gärtnern im Hochbeet, Brot backen, Künstler einladen in den Kiga, die mit den Kids gearbeitet haben, die morgendliche Kinderkonferenz, wo die Kinder selbst entschieden, wo sie heute mitmachen wollten, es war einfach genial). Meine Tochter war vom ersten Tag an happy dort. Das heißt, ob ein Kiga gut ist oder nicht, hängt ausschließlich vom Personal ab, von den Menschen, die dort arbeiten. Und da die Teams klein sind, ist es immer Glückssache, ob die Stimmung und das Engagement gut sind oder nicht. Wenn ein Kind in einer Einrichtung glücklich ist, dann ist das etwas Wertvolles. Wenn du wechselst, besteht die Gefahr, dass es eine Verschlechterung gibt und sich die Hoffnungen nicht erfüllen. Ich würde im Wald-Kiga unbedingt ein, zwei Stunden hospitieren (zuschauen). Gute Kigas erlauben das auf Anfrage gern und problemlos. Wo es ungern gesehen wird, hat man etwas zu verbergen bzw. findet anwesende Eltern lästig, was immer ein schlechtes Zeichen ist. Im neugebauten Kiga könntest du deinen Sohn voranmelden, sobald das möglich ist, und auch hier einmal hospitieren. Man spürt als Mutter intuitiv sehr schnell, ob die Atmosphäre schön ist, ob die Erzieherinnen sympathisch sind, wie die Stimmung untereinander ist. (In unserem ersten Kiga habe ich sofort gewusst, dass es dort nicht gut ist, aber wir waren auf den Platz angewiesen.) Ganz im Blindflug würde ich mein Kind auf gar keinen Fall in einer anderen Einrichtung anmelden, man muss schonmal genau hinschauen. LG

von Lillimax am 16.03.2023, 07:59



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Phu, schwierig ... Wir mussten auf Grund unseres Umzuges den Kindergarten vor 1,5 Jahren wechseln. Davor waren wir sehr zufrieden, es hat alles gepasst, bis auf die Fahrerei. Also wie bei euch. Der Kindergarten war ca. 20 Autominuten entfernt. Tja, nun sind wir sehr unzufrieden und der Kindergarten ist paar Hundert Meter entfernt... Ich würde vorher ganz genau auf den Zahn fühlen, wie das Konzept ausschaut, der Betreuungsschlüssel etc. Insbesondere weil ihr jetzt so zufrieden seid. Wie alt wäre denn das Kind beim Wechsel? Zwei Jahre? Das fände ich nicht tragisch, da gewöhnt er sich an die neue Situation. Mein Sohn wechselte mit 4 und den Verlust hat er bis heute nicht richtig verschmerzt. Was auch an der Qualität des Kindergartens liegt.

von Atombiene am 16.03.2023, 14:25



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Ja. Das Kind wäre beim Wechsel 2. Ihm würde das auch nichts ausmachen. Er ist schnell zufrieden, wenn die Leute nett sind und er in Ruhe spielen kann. So leicht haben es mir seine 3 Geschwister nie gemacht. ;)) Ich habe nur Angst, dass der Wechsel zu einer schlechteren Qualität führen könnte. Im Moment passt einfach alles. Vorallem darf er schlafen wann und wie lange er will. Die sind da super flexibel. Auch bringen um 11uhr ist möglich. Da meckert niemand. Und und und. Aber die Fahrerei frisst enorm Zeit. Das merkt man schon auf dem Weg zur Arbeit und zurück.

von kia-ora am 16.03.2023, 20:12



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Ich kann verstehen, dass dich die Fahrerei nervt, aber ich möchte dir eine Sache zu bedenken geben, die mir eine befreundete Erzieherin letztens gesagt hat. Sie eröffnet bald hier im Ort selbst eine Krippe und ich hatte überlegt, meine dann fast 2 Jährige zu ihr zu geben und tatsächlich hat sie selbst mir davon abgeraten. Neue Kitas sind zwar von der Ausstattung her toll, aber das Team ist halt komplett neu und hat sich noch nicht richtig gefunden. Es hat noch keinen "gemeinsamen Weg" etabliert, Abläufe und Routinen sind oft noch in der schwebe bzw auf der Probe, oftmals gibt es nochmal viele Wechsel, wenn jemandem etwas nicht passt und insgesamt ist gerade das erste Jahr nach Eröffnung sehr unbeständig, was sowohl Kinder als auch Eltern wohl merken. Dazu kommt, dass alle Kinder neu eingewöhnt werden müssen, was eigentlich für alle Stress bedeutet. Ich würde also eher von der neuen Kita abraten bzw wenn vielleicht dann eher für den Elementarbereich mit 3 Jahren in Betracht ziehen. Dann hat man sicherlich auch schon einiges über die Qualität der Kita gehört. Waldkiga kann sehr cool sein, wenn es zum Kind passt. Das habe ich für meine Große auch überlegt, aber 25 Minuten fährt waren dann doch einfach keine Option...

von Aixoni am 16.03.2023, 20:35



Antwort auf Beitrag von kia-ora

Liebe kia-ora, Ich lese deine Beiträge schon länger mit, auch zum Thema Kinderbetreuung. Zwischendurch dachte ich, die Betreuung, mit der du zu 100% zufrieden wärst, müsste erst noch geschaffen werden. Jetzt las ich letztens, dass du mit eurem jetztigen KiGa super zufrieden bist (und das Kind glücklich) und ich war doch etwas überrascht. Ich würde nach deiner KiGa-Erfahrung bei der KiTa bleiben und auch aufhören, weiter nach noch besseren Alternativen zu suchen. Liebe Grüße

von Fantasielos am 17.03.2023, 06:28



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Ich kenne gute und schlechte Betreuung. K1 hatte erst ne schlechte TaMu (die habe ich beim JA gemeldet . Bei 12 Kindern ist Schluss!), dann gab es ne super TaMu. Aber durch den Umzug war die leider sehr weit und K1 kam mit 3 in den Kindergarten. K2 hatte nen tollen Kindergarten und war in einer Notgruppe dort. Die Notgruppe war der Hammer! Leider wurde sie nach 3 Jahren aufgelöst und wir mussten wechseln. Sehr schade! Aber nicht meine Entscheidung. Danach war es deutlich schlechter aber erträglich. K3 hatte eine tolle und eine schlechte TaMu. Die tolle hat leider aufgehört zu arbeiten. Also auch nicht meine Entscheidung. Kindergarten war leider so schlecht, dass ich die Reißleine ziehen musste, sonst wäre mein Kind krank geworden. Der zweite Kindergarten war erst super aber dann wechselte Personal und Leitung und es ging bergab. Das sagten die anderen Mütter auch, aber nur ich war so konsequent und habe das Kind abgemeldet. Also ja. Ich kann zu 100 Prozent zufrieden sein. Wenn es jedoch nicht mal 80 Prozent sind, dann bin ich so konsequent, dass ich die Situation ändere. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

von kia-ora am 17.03.2023, 15:33



Antwort auf Beitrag von kia-ora

Hallo, Ich habe mit meinem Sohn vor paar Jahren auch schlechte Erfahrungen gemacht. Wir mussten auch den Kita wechseln wegen eines Umzug s . Der 1.Kita war perfekt er war zwar auch dort schüchtern. Aber alles war sehr professionell, tolle Erzieher mit viel Erfahrung. Der 2.Kita, mega schlecht, Erzieher unmotiviert, es wurde auch mit unserem Sohn viel geschrien. Wirklich!!! Beim essen würde er vorgeführt, er musste so lange sitzen bis er es probiert usw usw Ganz arg. Er hat 1h lang mind. nur gemalt um aus dieser Situation zu flüchten, glaube ich. Unser damaliger Kinderarzt empfiehl uns ihn nicht mehr in diesen Kita zu bringen. Weil sie ihn dort ferti g gemacht haben . Ich habe ihn bis zur Schule zu Hause gelassen. Corona tat sein übriges. Ich würde niemalsmehr den KiGa wechseln, ohne zu wissen wie der nächste Kindergarten ist.

von Mika82 am 18.03.2023, 14:07