Unsere Tipps: So spendest du richtig
für die Opfer der Erdbebenkatastrophe

Teddy zwischen Truemmern

© Adobe Stock, laroslava

Bedrückende Bilder erreichen uns aus den Erdbebengebieten in der Türkei und Syrien. Die Hilfsbereitschaft in Deutschland ist groß.

Viele Menschen möchten helfen und spenden. Was du bei den zahlreiche Spendenaktionen beachten solltest.

Wähle eine Hilfsorganisation mit DZI-Spendensiegel

Um sicher zu sein, dass dein Geld wirklich bei den Betroffenen und Opfern ankommt, solltest du auf eine seriöse Hilfsorganisation setzen. Hierbei schaust du am besten auf das DZI-Spendensiegel. Dieses wird verliehen nachdem das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) die Organisation auf die Verwendung ihrer Spendengelder geprüft hat. Nur Spendenempfänger, die das DZI für besonders förderungswürdig hält, erhalten es. Auch Stiftung Warentest und die Verbraucherzentralen empfehlen das DZI-Siegel klar als Entscheidungshilfe, da es alle wesentlichen Vertrauenskriterien für Spender und Spenderinnen umfassend abdeckt und die Einhaltung regelmäßig, fachkompetent und neutral überprüft wird.

Achte auf Kompetenz

Selbstverständlich kannst du auch Hilfsorganisationen ohne dem Spendensiegel des DZI unterstützen. Achte hierbei aber darauf, dass die Organisation die nötige Kompetenz besitzt, um in der betroffenen Region wirklich wirksam Hilfe leisten zu können. Dazu sollten die Helfer Bescheid wissen über die Bedingungen vor Ort und in der Region gut vernetzt sein. „Bei Spendenaufrufen, die man weder persönlich einschätzen kann, sollte man zumindest einen kurzen Selbstcheck vornehmen, anhand der vom DZI herausgegebenen Checkliste für sicheres Spenden", rät Burkhard Wilke, Geschäftsführer des DZI, und warnt davor, einem schnellen Impuls nachzugeben.

Besser Geldspenden als Sachspenden

“In der Erdbebenhilfe seien Geldspenden jetzt besser als Sachspenden“, sagt Wilke. Geldspenden könnten von Hilfsorganisationen flexibler und effizienter eingesetzt werden, so die Begründung. Nur wenn seriöse Organisationen, gezielt nach Sachgütern fragen, kannst du bei Bedarf Hilfsartikel spenden. Auch wenn du vielleicht Bekannte aus dem Katastrophengebiet hast und der Transport von Sachspenden organsiert wird, kannst du die gefragten Dinge natürlich gern abgeben.

Gib keinen Spendenzweck an

Wenn bei der Überweisung der Spende kein Zweck angegeben ist, kann die Organisation das Geld dort, wo es gebraucht wird, wirksam verwenden. Besonders in einer sich schnell verändernden Situation kann das von großem Vorteil sein, ansonsten sind die Hilfsorganisationen unter Umständen vielleicht sehr eingeschränkt.

Meide unseriöse Hilfsorganisationen

Vorneweg: Die meisten Spendenorganisationen in Deutschland sind vertrauenswürdig und setzen sich mit großem Engagement für ihre Themen ein, heißt es beim DZI. Aber wie immer, es gibt auch schwarze Schafe. Vor allem bei großen Katastrophen gibt es immer auch Spendenaufrufe, etwa in sozialen Netzwerken wie Facebook, denen man nicht trauen sollte. Dabei handelt es sich um Trittbrettfahrer, bei denen ein Großteil der Spenden in der Verwaltung versickert oder zur persönlichen Bereicherung dient. Zuerst solltest du also unbedingt die Seriosität des Anbieters prüfen. Schau am besten beim DZI, ob die Organisation hier geprüft wurde und aufgelistet ist.

Vorsicht bei wenig Informationen im Spendenaufruf

Misstrauen sei angebracht bei Spendenaufrufen, die viele Emotionen wecken, aber wenige Informationen über die konkret geplanten Hilfsmaßnahmen bieten, schreibt das DZI. Du solltest dich informieren, wie und für wen die Spendengelder eingesetzt werden sollen. Das gilt besonders, wenn das Hilfswerk die Partnerorganisationen, mit denen es in der Krisenregion zusammenarbeitet, nicht nennt.


Quelle:
DZI: Spendenauskünfte und Information
DZI: Die 7 Siegel-Standards
Volksstimme.de: Sicher spenden: So kommt Ihr Geld bei Hilfsbedürftigen an

Zuletzt überarbeitet: Februar 2023

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