Beikost 11 Monate

 Eva Freitag Frage an Eva Freitag Master der Ernährungswissenschaft

Frage: Beikost 11 Monate

Liebes Experten-Team, Vielleicht haben Sie für uns einen Tipp oder einen Trick, wie ich meine Tochter (11 M) zum Essen begeistern kann. Sie bekommt tagsüber 3 Breimahlzeiten und wird nur zum einschlafen noch gestillt. BWL funktioniert auch nicht, da sie mit dem Essen eher spielt wie mal zu probieren. Stückigen Brei mag sie auch überhaupt garnicht, nur das flüssige (5 Monatsgläschen). Bei ganz viel Glück isst sie mal 4 Löffel vom stückigen Brei, das war’s dann aber auch. Sie hatte generell beim Einführen der Beikost Probleme mit dem Essen, weil sie so arg gezahnt hat (4 Zähne gleichzeitig) und sogar Tage ganz den Brei verweigerte. Sie tut sich schon immer schwer mit dem zahnen, weshalb ich auch denke, dass das eine große Rolle spielt weshalb sie nicht wirklich essen mag. Gefühlt zahnt sie aber jeden Tag, was natürlich uns das Weiterkommen mit dem Essen total erschwert. Ich mach mir auch irgendwie Vorwürfe ob ich was falsch mache, weil andere Kinder in ihrem Alter ja schon vom Tisch essen, was ich mir garnicht vorstellen kann . Wir waren auch schon beim Kinderarzt deswegen, die könnten aber nichts feststellen. Ich sollte es immer wieder versuchen, aber leider funktioniert es nicht. Vielleicht haben Sie einen Rat für uns. Vielen lieben Dank.

von Steffi2586 am 19.10.2021, 13:26



Antwort auf:

Re: Beikost 11 Monate

Liebe „Steffi2586“, gerne unterstützen wir Sie mit ein paar lieben Tipps. Gleich vorneweg: Eines ist sicher, jedes gesunde Kind hat sich noch früher oder später an feste Nahrung gewöhnt. Auch Ihre kleine Tochter wird sich noch umgewöhnen. Sie machen auch nichts falsch – hier kann man einfach nichts erzwingen. Bitte machen Sie sich keine Vorwürfe. Hier ist jedes Kind anders und die Kleinen machen nicht die gleichen Entwicklungsschritte. Manche brauchen mit der Beikost bzw. mit der stückigen Nahrung einfach etwas länger. Konzentrieren Sie sich hier ganz auf Ihr kleines Mädchen und gehen in ihrem Tempo voran. Es ist auch absolut verständlich, dass der Appetit während dem Zahnen nicht so groß ist. Sie schreiben Ihr Mädchen hat nun viele Zahnungsphasen hinter sich. Viele Kinder mögen während des Zahnens nicht mehr so gerne essen/trinken wie gewohnt oder bevorzugen plötzlich ganz bestimmte oder weiche Speisen. Dann ist der Mundraum sehr empfindlich und es werden nur noch bestimmte Speisen oder die Milch bevorzugt. In solchen Phasen ruhig die Breie mal unerwärmt, also auf Zimmertemperatur anbieten. Auch ein kühler Beißring vor dem Essen kann für Linderung sorgen. Bestreichen Sie ihr Fingerchen mit etwas Brei und lassen sie das Essen selbst erforschen. Geben Sie Ihrem Schatz in dieser Zeit am besten das, was sie braucht. Auch diese Phase wird vorüber gehen. Bieten Sie Ihrer Kleinen den Brei bei den unterschiedlichen Beikostmahlzeiten immer wieder ganz selbstverständlich an. Das kann während der Zahnungsphase gerne auch ein fein pürierter Brei – wie die Gläschen ab dem 5. Monat – sein. Für Sie zur Beruhigung: Ihre Kleine wird auch weiterhin mit den Gläschen mit einer früheren Altersstufe mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, die sie zu einem gesunden Wachstum benötigt. Wenn die Menge im Glas nicht reicht, dürfen Sie gerne mehr davon anbieten. Damit sich Ihre Tochter an die stückigere Kost gewöhnen kann, mischen Sie einfach löffelweise stückige Nahrung unter den pürierten Brei. Wenn das gut klappt, können sie die Menge nach und nach steigern. Oder zerdrücken Sie die Stückchen vorher mit der Gabel. Nimmt Ihr Schatz den Brei so an, können Sie dann immer mehr Stückchen belassen. Das Kauen ist ein Entwicklungsprozess, der über verschiedene Stadien geht und bei jedem Kind unterschiedlich verläuft. Sie wird bald lernen ganz selbstverständlich mit fester, grober Kost umzugehen. Geben Sie ihr die Zeit dafür, die sie dazu braucht. Sie beide sind ein gutes Team. Alles Liebe für Sie und Ihr kleines Mädchen! Herzliche Grüße Eva Freitag

von Eva Freitag am 21.10.2021


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