Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Ab wann sind keimende Kartoffeln schädlich?

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Hallo,

ich hab eine Frage zu keimenden Kartoffeln. Ich kaufe die Kartoffeln beim Bio-Bauern und such mir schon die besten raus. Allerdings haben auch diese Kartoffeln schon oft minimale Keime.
Ist das auch schon gefährlich? Ich ärgere mich jedes mal und hab schon viele weggeworfen und mache stattdessen Hirse oder Polenta dazu. Aber optimal ist das ja auch nicht oder?
Kann ich die Kartoffeln mit so kleinen Keimen nehmen?

Viele Grüße

von eule4 am 14.03.2017, 12:57 Uhr

 

Antwort auf:

Ab wann sind keimende Kartoffeln schädlich?

Hallo eule4
Es gibt zwei Arten bei Kartoffelkeimen:
die sog. Lichtkeime und die Dunkelkeime. Letztere sind weniger bedenklich. Sie entstehen bei der Lagerung im Dunkeln, langsam, die Farbe ist weiß.
Lichtkeime hingegen entstehen schon nach kurzer Zeit und sie sind farbig (violett, grünlich).
Erwachsene sind viel robuster und daher stellt es für uns Großen kaum oder selten Probleme dar, einige der (licht-)gekeimten Kartoffeln, wenn kleine Keimstellen vor dem Kochen großzügig entfernt wurden, zu verzehren. Für Babys und Kinder wird davon abgeraten.Der Alkaloidgehalt (Solanin etc) kann bei den lichtgekeimten Knollen problematisch werden, insbesondere wenn Kartoffeln längere Zeit einer Neonbeleuchtung ausgesetzt waren. In den sog. Augen, grünen Stellen und den Keimansätzen konzentrieren sich die kritischen Stoffe. Aber auch wenn sich die Giftstoffe zwar im Wesentlichen um die Keimstelle herum konzentrieren, können sie sich auch in der Kartoffel verbreiten.
Sonst:
Du kannst die (großen) Kartoffeln großzügig schälen, die Ansatzstelle großzügig herausschneiden, und das Kochwasser anschließend verwerfen.

Grüße
Birgit Neumann
.

von Birgit Neumann am 15.03.2017

Antwort auf:

Ab wann sind keimende Kartoffeln schädlich?

Hallo Birgit,
danke für deine Antwort.

Ich kaufe die Kartoffeln beim Bauern. da gibt es keine Neonbeleuchtung. Allerdings weiß ich nicht wie viel Licht die Kartoffeln ausgesetzt werden.
Große Kartoffeln gibt es da auch nicht.Sie sind alle klein.
Und ich dampfgare die Kartoffeln zusammen mit dem anderen Gemüse im Thermomix und benutze anschließend das Wasser teilweise zum pürieren. Sollte ich das anders machen?
Sollte ich die Kartoffeln separat kochen?

Mir ist das alles nicht so geheuer, denn kleine Keime sind wie gesagt immer dran.
Gibt es keine Alternative zu Kartoffeln? Am liebsten würde ich sie dann ganz weg lassen.

Viele Grüße

von eule4 am 15.03.2017

Antwort auf:

Ab wann sind keimende Kartoffeln schädlich?

Hallo eule4
sind es denn Lichtkeime? Und sind die Kartoffeln teilweise grün?
Wie wäre es, wenn du die Kartoffeln anderswo kaufst, wäre das möglich? Ggf Kartoffeln in nicht Bio-Qualität, als Kompromiss?
Ab und zu mal Süßkartoffeln?
Grüße

von Birgit Neumann am 18.03.2017

Antwort auf:

Ab wann sind keimende Kartoffeln schädlich?

Hallo Birgit,
ich weiß leider nicht ob es Lichtkeime sind. Grünliche Kartoffeln sind auch manchmal dabei. Die nehme ich auch nicht.

Anderswo kaufen ist schwierig. Eigentlich haben die ja schon die besten Lagerbedingungen. In einem Hofladen aufm Bauernhof mit wenig Licht. im Supermarkt werden die ja viel mehr beleuchtet.
Unsere Kartoffeln kaufe ich im Supermarkt. Das sind keine Bio-Kartoffeln. Auch da sind oft schon Keime dran oder spätestens nach 2 Tagen obwohl ich sie kühl im dunklen Keller lagere. Das ist echt nervig.
Für uns schneide ich sie großzügig weg.

Ich habe mir jetzt überlegt dass ich für 2 Tage immer frisch koche mit Nudeln oder Hirse und dann wieder 2 Tage Gläschen mit Kartoffel gebe. Was hältst du von dem Plan?

Interessant wäre für mich auch noch zu wissen ab welchem Alter ich nicht mehr streng auf Bio achten muss. Äpfel, Paprika und alles, wo man die Schale mitisst, kaufe ich sowieso lieber in Bio-Qualität auch für uns (wenn ich es bekomme, was auch nicht immer der Fall ist) Aber alles andere wie Möhren, Kartoffeln, Melonen, Brot, Nudeln oder auch Fleisch usw. kaufe ich auch für uns nicht in Bio. Für unser Kind kaufe ich alles in Bio, aber es soll ja auch bald (ist jetzt 8 Monate) bei uns mitessen.

Liebe Grüße

von eule4 am 21.03.2017

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