HiPP Ernährungsberatung

Doris Plath  (Diplom Ökotrophologin)

   

 

Essen

Guten Morgen,

ich habe einige Frage zum Essensplan meines Sohnes, 6 Monate alt.

Er isst wie folgt:

Morgens eine Flasche Milch, 230ml (1er Nahrung)

Mittags Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Nachmittags Obst-Getreide-Brei

Abends Milch-Getreide-Brei

und vorm schlafen gehen bekommt er 230ml Milch.

Seit er nun die Grippe vor kurzem hatte, isst er nicht mehr alle 3 Stunden, so dass wir am Tag nicht mehr auf 5 Mahlzeiten kommen.

Bisher ist mein Sohn immer gegen 10 Uhr wach geworden und hat dann seine erste Flasche bekommen. Alle 3 Stunden gab es dann eine Mahlzeit, so dass er abends um 22- 23 Uhr erst seine letzte Flasche bekommen hat.

Nun ist es aber so, dass wir versuchen ihn abends früher ins Bett zu bekommen. Wir versuchen ihm zwischen 20-21 Uhr die letzte Flasche zu geben. Er steht zwar dafür morgens mittlerweile gegen 07:30 - 08:30 Uhr auf, will aber dennoch erst gegen 10-11 Uhr seine erste Flasche. Vorher schiebt er sie zur Seite. Da er ja inzwischen nicht mehr so regelmäßig hunger hat, also nicht mehr alle 3 stunden, lassen wir den Obst-Getreide-Brei am Mittag aus, so dass er dann zum Schlafen gehen eine Flasche Milch bekommt. Denn ohne diese schläft er einfach nicht.

Ist das so auch in Ordnung? Oder ist der Abstand zwischen seiner letzten und ersten Flasche zu groß? Sind immerhin ca. 13-14 Stunden.

Und bekommt er dadurch, dass er nur 4 Mahlzeiten bekommt, zu wenig Nahrung?

Zwischen den Mahlzeiten trinkt er nichts. Er will weder einen Schluck Wasser, noch Tee oder Saft.

Wenn wir die 5 Mahlzeiten einhalten würden, würde er ja erst um 20 Uhr ca. seinen Milch-Getreide-Brei bekommen und dann um 23 Uhr ca. die letzte Flasche. Somit ist er wieder so spät im Bett.

Wie sollte sein Speiseplan aussehen? Genügen 4 Mahlzeiten oder sollten es 5 sein?

Wir wissen einfach nicht, wie wir es richtig machen. Aber wir möchten halt auch, dass er sich dran gewöhnt früher schlafen zu gehen. Nicht erst um 22-23 Uhr.

Ich danke Ihnen bereits im Voraus.

von jenna996 am 05.03.2012, 10:35 Uhr

 

Antwort:

Essen

Liebe „jenna996“,
ich kann Ihre Gedankengänge alle recht gut nachvollziehen.
Eines vorneweg. Es ist egal ob 4, 5 oder 6 Mahlzeiten am Tag. Hauptsache der Plan ist in sich stimmig und das Kind satt und zufrieden.

Es ist verständlich, dass Sie die Bettgehzeit früher planen möchten.
Noch ist Ihr Kleiner so jung, er kann auch noch „nachts“ eine Mich trinken, wenn er das möchte.
Bestimmt pendelt sich das im zweiten Halbjahr nun mehr und mehr ein. Hilfreich ist es, wenn Sie einigermaßen geregelte feste Mahlzeiten anbieten. Dabei natürlich auch nach dem Bedarf gehen.

Ich würde jetzt schon den Obst-Getreide-Brei am Nachmittag füttern und abends den Milchbrei. Mit einer Portion Milchbrei ist dann eines Tages auch das Essen beendet.
Ihr Schatz kann noch Wasser oder Tee nach dem Brei und/oder vor dem Zähne putzen und zu Bett gehen bekommen.

Meine Vorschläge sind:
Reichen Sie wie bisher morgens Milch, mittags ein Menü, nachmittags Obst-Getreide und abends den Milchbrei.
Die späte Flasche können Sie immer mehr verdünnen und nach und nach die Gesamttrinkmenge reduzieren, bis sie eines Tages wegfällt. Versuchen Sie mehr und mehr den Kleinen anderweitig zum Einschlafen zu bringen. Spieluhr, Schmusetuch mit Geruch von Mama, streicheln und gut zureden. Geben Sie sich und dem Kleine Zeit sich an diese Umstellung zu gewöhnen. Zum Beispiel bis in einem Monat können wir alle gemeinsam dieses Ziel erreicht haben. Erzwingen lässt sich da sowieso nichts. Aber mit Geduld und Konsequenz klappt alles.

Viele liebe Grüße sende ich!
Doris Plath

PS: Bei den Getränken einfach dran bleiben. Noch hat Ihr Schatz kaum Durst, das kommt noch. Auch das ist ein Lernprozess.

von Doris Plath am 06.03.2012

Antwort:

Essen

Hallo frau path,
vielen lieben dank für die antwort.
Hat mir sehr geholfen.
Mir wurde von einer anderen mutter grsagt, dass 5 mahlzeiten in dem alter zu viel seien. Da ich auch angst hab, dass er zu dick werden könnte. Er ist 6 monate alt geworden, 70 cm und wiegt 9700g.
Soll ich bei der 1er milch bleiben oder auf folgemilch umstellen?
Hab mich noch nicht getraut, da es bei der folgemilch keine ha gibt. Ich habe heuschnupfen, daher soll ich ihm laut meiner ärztin auch noch keine vollmilch geben. Erst wenn er 1 ist.
Was meinen sie dazu?
Vielen lieben dank und liebe grüße,
jenna996

von jenna996 am 06.03.2012

Antwort:

Essen

Liebe „jenna996“,
schön, dass Sie sich noch einmal ergänzend melden.

Ihr Kleiner gedeiht in der Tat gut. Er ist groß und liegt mit dem Gewicht über Norm. Wichtig ist, dass der Verlauf stimmt. Um das Gedeihen einschätzen zu können, müssen nämlich Alter, Gewicht und Größe in Zusammenhang gestellt und über einen Verlauf betrachtet werden. Und das kann die Kinderärztin am besten beurteilen. Sie kennt Ihren Sohn und kann so die Entwicklung richtig einordnen.

Vollmilch/Kuhmilch soll weder bei Babys mit oder ohne Allergierisiko als Trinkmilch im ersten Jahr gereicht werden. Kuhmilch enthält keinen bedarfsgerechten Eiweißgehalt und auch nicht die wichtigen Mineralstoffe und Vitamine in ausreichender Menge.

Als Zutat zu einem Brei ist im Beikostalter die Kuhmilch aber bei beiden Gruppen sehr wohl möglich. Da gibt es heute in der Ernährung keine Unterschiede mehr.
Außer der Kinderarzt empfiehlt ganz konkret bei der HA-Nahrung zu bleiben.

Wir führen in unserem Sortiment auch eine HA 2-Folgenahrung fürs Beikostalter.

Sie können eine Folgenahrung ohne jegliche Bedenken füttern. Heutige Folgenahrungen (z.B. HiPP 2 oder HiPP HA 2) machen übrigens auch nicht dick. Das wird fälschlicherweise immer noch und immer wieder kommuniziert.
Von den Kalorien unterschieden Sie sich nicht oder nur kaum von den Anfangsnahrungen. Folgenahrungen haben aber den Vorteil, dass die Eisenversorgung eines Babys verbessert wird.

Versuchen Sie nach und nach von der späten Flasche weg zu kommen, dann reguliert sich vieles von selbst.

Bester Gruß
Doris Plath

von Doris Plath am 07.03.2012

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