Dr. med. Ludger Nohr

Lernen andere zu akzeptieren

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

Antwort:

Lernen andere zu akzeptieren

Hallo,
ich glaube in dieser Situation gilt etwas, was ich auch in vielen anderen Fragen für wichtig halte: Aktives Zuhören. Wir haben als Eltern immer schhnell das Bedürfnis Lösungen für das Kind zu finden. Oft geht es aber gar nicht darum, sondern um den Wunsch, dass jemand das Leid sieht, versteht und mitfühlt (das schließt natürlich den ein oder anderen Tip nicht aus, es geht um die Grundhaltung). Zuhören können, Anteil nehmen ohne gleich praktische Lösungen zu präsentieren kann dazu führen, dass das Kind selbst die Zusammenhänge verstehen lernt und eigene Lösungen erarbeitet ("Das ist ja wirklich schade/ärgerlich/traurig. Was kann man denn da machen?" o.ä.). Die haben dann einen ganz anderen Stellenwert, da sie Eigenkreationen sind. Und diese Erfahrung stärkt das (Selbst-) Vertrauen in die eigene Möglichkeit, Lösungen zu finden (selbstwirksam zu sein).
Sie werden sehen, dass es gar nicht einfach ist "nichts" zu tun, nicht gleich zu helfen und dass es natürlich eine Zeit dauert, bis die Tochter eigeninitiativ wird. Aber auf Dauer ist es in sehr vielen Fällen die bessere Variante dies zu ermöglichen.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. med. Ludger Nohr am 03.09.2019

 
Unten die bisherigen Antworten. Sie befinden sich in dem Beitrag mit dem grünen Pfeil.
Die letzten 10 Fragen an Dr. med. Ludger Nohr
Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.