7 Monate Baby will nicht alleine schlafen

 Mechthild Hoehl Frage an Mechthild Hoehl Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin (FGKiKP), familien­orientierter Baby­schlaf­coach, Marte-Meo-Therapeutin
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Guten Tag Mein Sohn ist 7 Monate alt(32 Wochen) er schläft aktuell nur an der Brust ein, sobald ich ihn in seinem Bettchen lege, fängt et an zu weinen. Er wacht praktisch jede Stunde auf und möchte die Brust haben, wenn er sich umdrehen will, fängt er auch an zu weinen, ich weiss einfach nicht mehr weiter. Seine Oberen Zähne kommen, sind aber noch nicht durchgebrochen, krabbelb kann er auch schon und seit 2 Tagen zieht er sich auch schon selbstständig hoch und steht alleine. Was kann ich ändern?   Vielen Herzlicheb Dank für die Antwort 

von naxhii am 19.05.2022, 10:49



Antwort auf:

7 Monate Baby will nicht alleine schlafen

Hallo, Ihr Kind ist ein kleiner Turboentwickler, so dass er in der Nacht umso mehr die Nähe der Mama sucht. Wenn diese Entwicklung sehr neu ist, kann es natürlich mit der schnellen Entwicklung zusammenhängen und nach dem Entwicklungschub von allein vorbei gehen. Wenn Ihr Kind jedoch schon vorher Schwierigkeiten hatte zur Ruhe zu kommen, dann wird dieses in einem Entwicklungsschub für Eltern besondern anstrengend. - Wenn das Ein- bzw. Wiedereinschlafen Ihres Kindes aktuell zwingend mit dem Stillen verbunden ist, kann es zielführend sein, dass Sie diese Einschlafassoziation wieder lösen, damit das Kind auch das Wiedereinschlafen  ohne Ihre Hilfe bewältigt. - Am besten üben Sie dieses zunächst  am Tage ein, da Ihr persönlicher Akku noch voll ist. Aktuell benötigt Ihr Kind noch 3 Tagschlafphasen, nutzen Sie die erste oder zweite Tagschlafphase ein neues Ritual einzuführen. - Sie könnten beispielsweise das Stillen VOR dem eigentlichen Einschlafen beenden und Ihr Kind dann nur noch unaufgeregt auf dem Arm halten oder im Bett liegend Körperkontakt geben um es so zum Schlafen zu bringen. - Mit 7 Lebensmonaten kann ein Kind höchsten 2-3 Stunden am Stück wach sein, jede längere Wachphase führt zur Übermüdung des Kindes und Übermüdung zur Quengeligkeit und erschwertem Einschlafen. - Achten Sie daher auf diskrete Zeichen von Müdigkeit und bringen Sie Ihr Kind rechtzeitig zum Schlafen. - Begleiten Sie das Kind beim Einschlafen auf Ihrem Arm mit Liebe und Präsenz, es darf Ihnen seine Gefühle anvertrauen, auch in Form von Quengeln, sollte sich jedoch nicht in Rage schreien, dann ändern Sie sofort die Position, reden ihm gut zu, streicheln sanft und summen beruhigend. Da Ihr Kind aktuell nur durch Saugen zur Ruhe kommt, können Sie hierfür auch einen Schnuller oder Ihren Finger anbieten. - Sie schaffen das Gefühl von Sicherheit - einschlafen sollte Ihr Kind mit Ihrer  Präsenz von allein! - Wenn dann die Atmung ruhig und gleichmäßig geworden ist und die Muskulatur erschlafft, können Sie das Kind an seinem Schlafplatz ablegen. - Anschließend sollten sich bewusst mit einem sanften aber spürbaren Druck auf den kleinen Körper verabschieden, evtl. 2-3x hin und herwiegen auf der Unterlage, damit das Kind im Unterbewusstsein realisiert, dass es in seinem Bettchen liegt.  Diesen Druck wiederholen Sie, wenn der Schlafphasenwechsel  eintritt, um das Kind in die nächste Schlafphase zu geleiten, ohne dass es hochgenommen werden muss. - Wenn es dann am Tage funktioniert das Kind ohne Stillen , sondern nur mit Gehaltenwerden zur Ruhe zu kommen, schafft es das Kind auch am Abend und in der Nacht sowohl das Einschlafen als auch die Schlafbrücken zwischen den Schlafphasen immer häufiger ohne das Stillen hinzubekommen. Liebe Grüße, Mechthild Hoehl  

von M. Hoehl am 19.05.2022