Mitglied inaktiv
Guten Tag Frau Welter, meine Tochter ist fast 3 Monate und meine Milchmenge hat sich immer noch nicht reguliert. Alle Ratschläge meiner Hebamme und meiner Frauenärztin habe ich durch und ich halte es nicht mehr lange aus und denke ständig ans Abstillen. Bisher habe ich versucht: - Salbeitee und Pfefferminztee - eine Brust 3 Stunden lang reichen - Kalte Umschläge - Ausstreichen und versuchen auszuhalten - Phytolacca C6 und D4 über viele Wochen - sehr wenig Trinken außer Salbeitee usw. Beinahe täglich habe ich einen Milchstau und mittlerweile ständige Schmerzen in den Brüsten, ein Stechen und Ziehen, außerdem sind meine Warzen sehr wund, weil meine Tochter die Brust oft nicht richtig zu fassen bekommt. Ich weiß, daß Abpumpen die Milchmenge erhöht, aber ich weiß mir morgens nicht anders zu helfen.Meine Tochter schläft 10 Stunden durch und mein Körper hat sich auch nach vielen Wochen noch nicht dran gewöhnt und nachdem ich die Knoten nicht mehr wegbekam, trotz anwärmen und ausstreichen, pumpe ich jetzt morgens soviel ab, daß ich wieder fast atmen kann ohne Schmerzen, daß sind ca. 100-150 ml und die Brust ist immer noch so voll, daß ich überall Hubbel habe. Die Milch friere ich ein. So komme ich halbwegs über den Tag, aber die Nächte... Bei meinem Sohn konnte ich nicht stillen, er ist ein Frühchen und war zu schwach und ich habe monatelang abgepumt und gefüttert und eingefroren, bis ich am Ende meiner Kräfte war. Bei meiner Tochter habe ich mich aufs Stillen gefreut und ich dachte mein Milchmengenproblem bei meinem Sohn (auch viel zu viel) hätte am Abpumpen gelegen, aber es liegt an mir. Mittlerweile ist Stillen nur noch bedingt schön und ich versuche 6Monate durchzuhalten aus Angst vor dem Plötzlichen Kindstod bzw. um das Risiko zu senken. Meine Hebamme und Ärztin wissen keinen Rat mehr, außer die Einnahme der Pille um den Prolaktinspiegel zu senken. Aber ich habe die Pille noch nie genommen und möchte sie nicht unbedingt jetzt nehmen. Sollten Sie noch einen Rat für mich haben wäre ich dankbar. Können Sie mir etwas zu dem Risiko sagen, wenn man nur 3 Monate voll gestillt hat und dann nur noch 1-2x täglich MuMi gibt und sonst Milchpulver? Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen# Natascha
? Liebe Natascha, ich kann verstehen, dass Sie das Stillen als sehr anstrengend und nicht als schöne Erfahrung empfinden. So wie Sie es beschreiben, haben Sie ja schon so gut wie alles ausprobiert, was es an konservativen Maßnahmen gibt, um die Milchmenge zu senken. Was ich jetzt noch vorzuschlagen habe, ist eine gründliche internistische Untersuchung, um festzustellen, ob es ein Problem mit der Schilddrüse oder ein anderes endokrinologisches Problem gibt, das Grund für diese überbordende Milchmenge ist. Möglicherweise lässt sich auf diesem Weg etwas erreichen - wenn Sie diesen Weg gehen wollen. Was Sie auf keinen Fall mehr tun sollten, ist die Trinkmenge einzuschränken! Da es keine Leitung Mund - Magen - Darm -Brust gibt, funktioniert es nicht, die Milchmenge durch vermehrtes Trinken zu steigern oder durch Reduzierung der Flüssigkeitszufuhr zu senken. Das einzige, was dadurch gesteigert oder verringer wird ist die Urinmenge. Ehe Ihre Milchmenge durch eine Einschränkung des Trinkens zurückgeht, haben Sie massive Kopfschmerzen und Ihr Kreislauf ist am Boden. Übermäßiges Trinken kann die Milchmenge sogar zurückgehen lassen. Eine zu hohe Flüssigkeitsaufnahme hingegen führt nicht zu mehr, sondern zu weniger Milch, da sie dazu führt dazu, dass das antidiuretische Hormon (ADH) zurückgeht, die Frau erfährt dann eine vermehrte Wasserausscheidung („schwemmt aus") und die Milchbildung verringert sich. Zwei bis drei Liter Flüssigkeit (davon höchstens zwei bis Tassen Milchbildungstee) sind im Allgemeinen ausreichend. Wenn der Urin dunkelgelb wird und die Menge gering ist, trinkt die Frau zu wenig. Außerdem sollten Sie sich unbedingt von einer Stillberaterin vor Ort zeigen lassen, wie Sie Ihr Kind korrekt anlegen, denn es kann nicht angehen, dass Sie ständig wunde Brustwarzen haben. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Bei Frauen mit immer wiederkehrenden Milchstaus und Brustentzündungen hat sich in vielen Fällen eine Umstellung der Ernährung bewährt. Es kann helfen, diese immer wiederkehrenden „Verstopfungen" zu vermeiden, wenn alle Fette, die die stillende Frau zu sich nimmt durch hochungesättigte Fette ersetzt werden und zusätzlich pro Tag ein Esslöffel Lecithin eingenommen wird. Auch die Einnahme von Vitamin C kann sich positiv auswirken. Vielleicht ist das auch eine Möglichkeit für Sie. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie es statistisch auf das SIDS-Risiko auswirken wird, wenn ein Kind so oder so lange gestillt wird. Doch die Statistik hilft Ihnen ja auch nicht wirklich weiter, denn im Einzelfall lässt sich daraus keine Prognose ableiten. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Entschuldigung, ich habe etwas vergessen: Ich trinke jeden Tag, seid 10 Wochen, Salbeitee, 3 Tassen, und das Phytolacca nehme ich auch schon seid 4 Wochen. Beides hilft ein wenig und wenn ich es einmal weglasse, bekomme ich direkt noch mehr Milch. Wie lange darf ich beide Mittel nehmen, zur Not in der ganzen Stillzeit wenn es nicht anders geht? Danke
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