Mitglied inaktiv
Hallo, mein Kind ist ein Jahr alt, ich habe volle 12 Monate ihn gestillt, meistens nachts. Vor eine Woche habe ich mit dem Stillen aufgehört weil ich tetanus und diphterie impfung wegen fingerverletzung bekommen habe. Mein Brust war hart und voll, fast mastitis bekommen deswegen habe ich 1X1 und 2X1/2 Tabletten Pravidel 2,5 mg zur mir genommen, welche mir die Frauenärztin verschrieben hat. Inzwischen war mein Brust wieder voll, denke ich deswegen weil ich noch weiter Stillen wollte. Dieser Wunsch war stark bei mir, so dass ich die Tablette nicht mehr genommen habe. Ich fühle mich seelisch fertig und würde gleich wieder weiter stillen. Das fehlt mit einfach. Schadet dem Kind wieder stillen nach eine Woche pause, und ist das Milch wieder O.K. da ich die Pravidel Tablette genommen habe. Das Kind trinkt inzwischen aus der Flasche und ist noch verwirrend, und spürt das ihm etwas fehlt. Auf einen Antwort würde ich mich sehr freuen. liebe grüsse lina
Kristina Wrede
Liebe Lina, ja, du kannst natürlich dein Kind wieder stillen! Nach der Einnahme von Bromocriptin (=Pravidel) darf gleich wieder gestillt werden! Es ist traurig, wenn dir gesagt wurde, dass du aufgrund der Impfungen nicht stillen dürftest, denn das ist falsch: Impfungen sind auch in der Stillzeit möglich. Ich zitiere dir aus „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" Spielmann, Schaefer, 6. Auflage 2001: „Entsprechend der Verlautbarung des amerikanischen Advisory Committee on Immunization Practice (ACIP) von 1994 dürfen Frauen sowohl mit Tot- als auch Lebendimpfstoff in der Stillzeit geimpft werden. Alle bei der Mutter verwendeten Impfstoffe und Immunglobuline gelten während der Stillzeit als sicher für den Säugling. Bei manchen Impfstoffen, z.B. gegen Cholera, wird diskutiert, ob relevante Mengen der unter der Impfung gebildeten mütterlichen Antikörper in der Milch erscheinen. Es gibt keine Impfung, die eine Einschränkung des Stillens erfordert." Tatsächlich führt Pravidel in vielen Fällen nicht zu einem endgültigen Stopp der Milchproduktion, darum wird es in einigen Ländern auch nicht mehr zum Abstillen eingesetzt. Dein Kind wird sich sicher genauso wie du freuen, wenn es wieder stillen darf. Und für euch beide gilt: Solange ihr das Stillen genießt, ist es gut und "darf" solange fortgeführt werden, wie IHR es möchtet. Es gibt immer Medikamente, die mit dem Stillen vereinbar sind, und im Zweifelsfall fragst du bei uns oder einer Kollegin nach, bevor du eine (gar nicht begründete) Stillpause einlegst oder ungewollt abstillst. Lieben Gruß und frohes Stillen, Kristina
Mitglied inaktiv
Vielen Dank für eure Beratung, ich würde gerne nochmal versuchen mein Kind zu stillen, bin ich aber ein bisschen durcheinander weil ich weiss es nicht wie er reagieren will, ob es ihm wie früher schmeckt und wird es das für später schwieriger werden ,ihn abzustillen wenn es wie mein Mann sagt:jetzt nach 8 tage er hat sich daran gewohnt. Stimmt auch das, dass wenn Kind kleiner ist es ist einfacher ihn abzustillen als mit 18 oder 20 monate? Liebe Grüsse und vielen Dank noch mal Lina
Liebe Lina, es ist sicher schwieriger ein Kleinkind, das sich mitten in seiner Ich findungsphase oder einem Entwicklungsschub befindet abzustillen, als ein Baby, das sich noch nicht so gut ausdrücken und wehren kann. Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ungefähr eine Woche pro Monat, der nicht mehr gestillt wurde, plus eine zusätzliche Woche gerechnet werden muss, um wieder eine ausreichende Milchmenge zu bilden. Allerdings gibt es keine Garantien. Das grundlegende Vorgehen bei einer Relaktation und auch der induzierten Laktation besteht darin, das Baby dazu zu bringen so oft wie möglich an der Brust zu saugen. Dadurch werden die Brüste (wieder) zur Milchbildung angeregt. Ein ähnlicher Effekt lässt sich auch mit einer guten Milchpumpe erreichen. Häufig ist auch zusätzliches Pumpen neben dem Anlegen des Kindes sinnvoll, um die Milchproduktion zu steigern. In manchen Fällen wird die Relaktation bzw. induzierte Laktation zusätzlich mit Medikamenten unterstützt. In den Ländern der dritten Welt, wird meist ohne Medikamente vorgegangen und die Ergebnisse sind dennoch fast immer besser als bei uns. Gut beschrieben wird der Vorgang der Relaktation in dem Buch `Stillen eines Adoptivkindes und RelaktationA von Elizabeth Hormann (ISBN 3 932022 02 5), das im Buchhandel oder bei La Leche Liga Deutschland und bei jeder LLL Stillberaterin erhältlich ist. Allerdings verlangt eine Relaktation sehr viel Durchhaltevermögen und möglichst die Unterstützung einer darin erfahrenen Stillberaterin. Eine wesentliche Rolle spielt auch das Kind, das die Brust (wieder) annehmen muss. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus, die dich bei deinem Vorhaben unterstützen kann. LLLiebe Grüße, Biggi
Mitglied inaktiv
Danke für den Antwort Mein Postleitzahl ist 60320 Frankfurt am Main Grüsse Lina
Liebe Lina, Sie können sich an Frau BLAIR-DIXON, Kate , Tel.: 069 -175 062 59 wenden. LLLiebe Grüße, Biggi
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