Alina-Sophie
Hallo liebes stillteam. Meine Tochter ist 22 Monate und schläft nur an der Brust im buggy oder Auto ein. Nachts wird sie immer noch um die 4 mal wach manchmal auch mehr. Wir hätten es schon auf 1 mal nachts geschafft aber das ist 3 Monate her. Langsam mag ich nicht mehr. Mein Mann schläft seit Monaten auf den Sofa damit wenigstens er schlaf bekommt, an eheleben ist nicht zu denken. Ich denke es reicht. Was kann ich ihr als alternative anbieten. Sie versteht echt schon viel aber wenn ich sage das happi (Brust) jetzt alle ist und nur noch Tagsüber gestillt wird sagt sie immer nur happi ja? Oder sie will es nicht verstehen. Sie muss ja nicht durchschlafen können Hauptsache die Brust ist nachts mal weg ich denke dann wird es für sie leichter durchschlafen zu lernen. Danke schon mal für eure tips
Liebe Alina-Sophie, wenn du deine kleine Tochter nachts abstillen möchtest, zumindest zeitweise, ist eine "stillfreie Zeit" eine machbare Sache. Es ist ein paar Nächte lang anstrengend, aber wie gesagt, wenn du ÜBERZEUGT bist und diese Überzeugung auch selbst respektierst, es also gar keine Alternative zu deiner Entscheidung gibt, dann spürt dein Kind diese Kraft! Es mag protestieren, das ist ja auch sein gutes Recht. Aber je stärker es dich spürt, desto eher wird es dir "folgen". Hier also nun unsere Tipps zum Thema "Stillfreie Zeit in der Nacht": Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihm während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten solltest. Dieser Vorschlag stammt von Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte". Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Vielleicht ist es auch für euch hilfreich? LLLiebe Grüße, Biggi
Alina-Sophie
danke. Ich werde deine Tipps gerne versuchen umzusetzen.
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