Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe dieses Posting schon ins Stillforum gesetzt, aber vielleicht hast Du ja auch noch ein paar Tipps für mich. Und wenn Du mir eine LLL-Stillberaterin für die PLZ 48531 raussuchen könntest, wäre ich Dir sehr dankbar. Viele Grüße, Elke (mit Norah, die sich heute selbst im Tuch nicht so richtig beruhigen will) "Hallo, ich bin soooo traurig. Meine Tochter Norah ist am 24.03. geboren worden und sie ist ein sogenanntes 24-Stunden-Baby und die bin ich auch für sie da. Ich trage sie viel im Tragetuch, sie schläft oft bei mir auf dem Bauch ein und sie ist halt super fordernd und auch manchmal anstrengend. Das Stillen klappt eigentlich gut, allerdings gibt es immer wieder Phasen, wo sie schlecht an die Brust geht und weint. Das liegt wohl ein bisschen an dem Schnuller, den sie nachts bekommt, weil sie soo sehr unruhig ist, aber auch an den Blähungen, die sie doch sehr quälen. Sie ist nun 8 Wochen und einen erkennbaren Rhythmus hat sie nicht. Sie hatte schon Zeiten, da kam sie tagsüber alle drei Stunden, nachts alle vier Stunden, aber im Moment ist es nur schlimm. Ich weiß auch schon gar nicht mehr, was sie hat, wenn sie weint und das macht sie fast pausenlos. Nachts bekomme ich zur Zeit nicht mehr als 2 Stunden Schlaf, Norah kommt alle 1,5 Stunden und trinkt dann ein bisschen, manchmal, manchmal weint sie auch nur so und schläft nicht so richtig wieder ein und ist unruhig und stöhnt und wälzt sich. Sie schläft neben mir im Bett und ich kann dabei nicht wirklich gut schlafen. Norah ist unser drittes Kind und wie auch bei den ersten beiden Kindern ist mein Mann zu Hause und wird sich um die Kleine kümmern. Und damit gehen die Probleme los, ich muss in 4 Wochen wieder anfangen zu arbeiten und zwar Vollzeit für 40 Stunden!!! Wie soll das gehen? Ich kann nicht nur 2 Stunden Schlaf Nachts haben, dann gehe ich ja am Krückstock. Und am Tag??? Zur Zeit weiß man gar nicht, was sie hat, wenn sie weint, sie trinkt eher schlecht und hat mal ganz lange Abstände und dann will sie wieder einmal in der Stunde was, weil sie über dem Nuckeln einschläft. Ich habe eine Stunde Stillzeit am Tag, kann mir mal jemand erklären, wie man in einer Stunde ein Kind für 8,5 Stunden satt bekommt?? Das Abpumpen klappt leider auch nicht so gut, ich kann den Milchspendereflex zur Zeit ohne Norah nur mit Pumpe noch nicht auslösen und einseitig stillen und an der anderen Seite pumpen ist auch immer ein tierischer Akt, weil ich eine sehr große Brust habe und eigentlich schon beide Hände brauche, um zu stillen, damit Norah nicht erschlagen wird *gg*, das ist so Millimeterarbeit, wenn ich dabei noch pumpe. Aber mehr als 50 ml am Tag habe ich dabei auch noch nicht zustande bekommen (ich habe eine elektrische Pumpe von Medela geliehen und noch die Avent Isis). Ich bin so frustriert und heule jeden Tag, weil ich nicht abstillen will (dass ich überhaupt nicht wieder arbeiten will, ist noch ein anderes Problem... das lässt sich aber überhaupt nicht ändern) und mir aber überhaupt nicht vorstellen kann, wie das so laufen soll. Stillt von Euch jemand voll und ist auch berufstätig??? Kann mir vielleicht mal jemand versichern, dass Norah in den nächsten vier Wochen noch einen tollen vorhersehbarben arbeitsfreundlichen Rhythmus bekommt??? Mal ganz davon abgesehen, weiß ich auch nicht, wie man ihr mit ihren Bedürfnissen und unseren beiden Großen alleine gerecht werden will. Zur Zeit sind wir zu Zweit und ich bin zu 99% für Norah da und mein GG für die beiden Großen, aber das dauert ja nicht mehr lange, dann bin ich nicht mehr da *heul* Kann mich jemand trösten?? Liebe Grüße, Elke"
? Liebe Elke, puuh, das klingt nach einer extrem anstrengenden Situation und der Druck, der auf dir lastet ist so immens, dass ich nur zu gut nachvollziehen kann, wie verzweifelt Du sein musst. Ist dir schon mal der Gedanke gekommen, dass dein Baby spürt, wie verzweifelt DU bist und wie sehr Du unter der ganzen Situation leidest? Du schreibst selbst, dass Du eigentlich gar nicht an deinen Arbeitsplatz zurück willst (zumindest jetzt nicht) und dass dir im Moment nur mehr nach Heulen zu Mute ist. Unsere Kinder haben von Anfang an sehr gute Antennen für unsere Stimmungen und Gefühle und reagieren entsprechend empfindlich. Ist es dann auch noch ein sehr sensibles Baby, wie es wohl deine Norah zu sein scheint, dann kann das in sehr viel Unruhe beim Kind münden und schon sind Eltern und Kind in einem Teufelskreis: Das Baby ist unruhig, die Mutter unglücklich, weil das Kind so unruhig ist. Die Mutter versucht verzweifelt, das Kind zu beruhigen, einen „Rhythmus" zu finden und wieder Boden unter die Füße zu bekommen und wird dabei immer verzweifelter und gehetzter. Ihr läuft die Zeit davon und das Problem immer drängender. Das Kind spürt die Verzweiflung der Mutter und wird noch unruhiger ... So wie ich es verstehe, kannst Du an der Situation, dass Du in vier Wochen wieder anfängst zu arbeiten, kaum etwas ändern. Also hat es keinen Sinn hier Verrenkungen machen zu wollen und damit zu hadern. Dinge die nicht zu ändern sind, müssen wir so annehmen und versuchen, einen Weg zu finden, der uns weiter hilft. Ein weiterer Punkt: Dein Mann ist ein erfahrener Vater, der bereits zwei Babys betreut hat, er wird auch dieses dritte Baby liebevoll betreuen und die beiden werden Wege finde, wie sie miteinander umgehen. Auch Väter können sich ein Tragetuch umbinden und so ein unruhiges Baby im engen Körperkontakt beruhigen und am Familienalltag teilnehmen lassen. Dein Mann wird also auch wenn Du zur Arbeit musst, Möglichkeiten haben, das Kind zu tragen und beide Hände für die Geschwister und andere Dinge frei zu haben. Du willst nicht abstillen. Also tu es auch nicht! Nun suchen wir nach Möglichkeiten, wie Du deine Bedürfnisse und die äußeren Zwänge mit den Bedürfnissen des Baby und der restlichen Familie in Einklang bringen können. Ich kann dir nur dringend ans Herz legen, dich so rasch wie möglich mit einer Stillberaterin in deiner Nähe in Verbindung zu setzen, die mit dir genau bespricht, wie Du das Abpumpen in den Griff bekommen kannst bzw. welche Alternativen Du hast, wenn das Pumpen wirklich nicht so funktionieren sollte, wie Du es brauchst. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Wenn Du weißt, dass das Pumpen bzw. alternativ das Handausstreichen gut funktioniert, dann kannst Du schon mal einen Punkt von deiner „Sorgenliste" streichen und musst dafür keine Energie mehr verschwenden. Überlege, wie Du in den nächsten Tagen sowohl den Haushalt (gemeinsam mit deinem Mann) so managen kannst, dass er ein Minimum an Aufwand erfordert. Jede Minute, die ihr einsparen könnt, ist Zeit, die ihr nutzen könnt, um Ruhe zu finden, euch miteinander als Familie zu beschäftigen und für dich Zeit, die Du zur Erholung nutzen kannst. Hier noch ein paar Tipps, die dir vielleicht weiterhelfen, mehr Zeit für euch zu finden: • nimm ALLE Hilfe an, die Du bekommen kannst. Erkundige dich mal, ob Du nicht eine Haushaltshilfe bekommen kannst (wegen absoluter und chronischer Erschöpfung). Möglicherweise kann euch auch deine Mutter, Schwiegermutter, Schwester oder eine Freundin (selbstverständlich auch das männliche Pendant dazu) etwas unter die Arme greifen. Das können ganz simple Dinge sein z.B. einmal alle Fenster putzen, deinen Bügelkorb leerbügeln, einige vorgekochte Mahlzeiten für deine Tiefkühltruhe, ein Nachmittag Babysitten während Du in die dich hinlegst, spazierengehst oder sonst etwas für dich tust ... • Vielleicht findest einen verantwortungsbewussten Teenager, der gegen geringes Entgelt bereit ist, mit deinen älteren Kindern oder dem Baby zu spielen oder spazieren zu gehen. In dieser Zeit solltest Du dann aber wirklich entweder schlafen (bzw. ruhen) oder dich mit den größeren Kindern beschäftigen oder DIR etwas Gutes tun. • Lasst den Haushalt auf Sparflamme laufen. Nicht alles muss gebügelt werden. Wenn Handtücher nach dem Baden und Duschen wieder aufgehängt werden, statt auf dem Fußboden zu landen, können sie mehrmals benutzt werden, das spart Wäsche. Es ist nicht wesentlich mehr Arbeit die doppelte Menge Spaghettisoße zu kochen, aber Ihr hast dann eine fast fertige Mahlzeit für die Tiefkühltruhe. Es schadet nicht der Gesundheit der Familie, wenn Du die Fenster erst wieder im nächsten Jahr putzt. Ihr werdet sicher einiges finden, was im Haushalt nicht so perfekt gemacht werden muss. • Achte darauf, dass Du genügend isst und trinkst. Das müssen keine tollen Menues sein, einigermaßen ausgewogen reicht und es darf auch Tiefkühlgemüse statt frischem Gemüse sein (dann sparst Du dir auch das Schälen und Putzen). Eine hungrige Mutter ist nicht so belastbar. • Schau, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, dass Ihr euch z.B. die Kindergartenfahrten mit einer anderen Mutter/Vater teilen könnt. • Schau nach vorne. Die anstrengende Zeit wird vorübergehen. Auch deine Kinder werden älter und reifer werden und nicht mehr soooo viel Aufmerksamkeit brauchen. Setz dich in einer der wenigen ruhigen Minuten, die Du hast hin und mache einen Plan, wie Du mit einem Minum an Aufwand ein Maximum an Ergebnis erzielen kannst und wie Du dich am besten organisierst, damit DU nicht auf der Strecke bleibst. Wenn Du dann erst einmal wieder tief durchatmen kannst und nicht mehr restlos schwarz siehst, dann - da bin ich mir ziemlich sicher - wird auch dein Baby es schaffen ruhiger zu sein. Und nimm unbedingt Doris Angebot an! Sie ist eine sehr erfahrene Frau, wenn es darum geht Berufstätigkeit, Muttersein, Stillen und jede Menge Stress unter einen Hut zu bringen. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Hallo, habe dir schon im Stillforum geantwortet. Mail mich an! Kopf hoch, mit Unterstützung deines Mannes und einer STillberaterin klappt es bestimmt. Liebe Grüße, Doris
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