NaddelTee
Hallo liebe Biggi, ich bin langsam verzweifelt, da ich abstillen möchte, aber mein kleiner andere Pläne hat, und noch jede Nacht 4 mal die Brust will und ebenso zum einschlafen. Aber ich will das absolut nicht mehr, auch weil er so unruhig ist und dann sich mit der Brust im Mund hin und her wälzt und das schmerzt. Aber jedes Mal endet es in Gebrüll und er fängt an mich zu hauen, zu beißen, zu treten oder haut mich mit seinem Kopf. Es hilft nicht wenn ich ihm sage, dass die Brust noch schlafen möchte / noch schläft und er erstmal auch weiterschlafen muss. Auch eine feste Zeit ausmachen und zu sagen bis dahin gibt es erstmal keine Brust, bringt nichts, da er sich dann wie beschrieben verhält. Mit geht das langsam an die Substanz. Auch dass er jeden Tag um 5:30 wach wird, und ich mit ihm aufstehen soll, zermürbt mich, da ich abends die Arbeiten, die tagsüber liegenbleiben vom Haushalt und der Arbeit nachgeholt werden müssen, denn Mittagsschlaf macht er schon seit einem Jahr nicht mehr. Später ins Bett bringen hilft nicht, und dass er alleine etwas im Bett spielt auch nicht, ich muss mit oder wenn er bei mir im Bett spielt, bekomme ich die Spielsachen gerne mal auf den Kopf gehauen, wenn ich vor Müdigkeit einschlafe. Aber auch tagsüber sucht er jede Gelegenheit um die Brust zu bekommen. Wenn er sich wehgetan hat versuche ich ihn zu trösten, aber er schreit nach der Brust und am Ende schreit er nicht mehr, weil er sich wehgetan hatte, sondern die Brust will. Ich weiß nicht, wie ich noch damit umgehen soll, es macht mich echt fertig und ich weiß nicht, was ich machen soll. Dass jemand anderes einspringt ist nämlich leider keine Option.
Liebe NaddelTee, das hört sich nach einem gewaltigen Machtkampf an, der Deinem Kind nicht gut tut. Es ist Dein gutes Recht, jetzt abzustillen und auch wenn es Deinem Kleinen nicht gefällt, musst Du klar und konsequent bleiben. Ich habe das Gefühl, dass Du Dich Deinem Sohn unterlegen fühlst und nachgibst, weil er die Regeln vorgibt. Genau das ist jedoch falsch. DU bist diejenige, die bestimmt wo's lang geht, Dein Kind ist dazu noch viel zu klein. Und: er BRAUCHT es, dass DU die Zügel in die Hand nimmst. Also ist es Deine Aufgabe zu definieren, wie ihr jetzt die stressigen Nächte beenden werdet. Dein Kleiner wird sich vehement wehren, er wird toben, wüten und traurig sein, aber er kann lernen, dass Du die Regeln aufstellst und jetzt nicht mehr stillen wirst. Wichtig ist, dass Dir klar ist, dass einige stressige Nächte und Tage bevorstehen, aber die müssen sein, denn bisher hat Dein Kind gelernt, dass es nur lange genug fordern muss, bis sein Wunsch doch erfüllt wird. Begleite Dein Kind, sei liebevoll und entziehe ihm die Brut, aber nicht Deine Liebe und bleibe konsequent. Wenn Dein Sohn merkt, dass Du genau das meinst, was Du sagst, dann wird er die neue Situation auch akzeptieren. Er wird keinen Schaden erleiden, keine Bange. Wichtig ist allerdings, dass Du ruhig bleibst und Dich von ihm nicht anstecken lässt. Und denk daran: DU bist euer Chef, DU bist diejenige, die die Richtung vorgeben muss. Das gilt nicht nur fürs Schlafen, doch diese Übung wird Dir für andere Bereiche eures gemeinsamen Lebens gute Dienste erweisen. Lieben Gruß, und glaub mir: Du schaffst das, wenn du es wirklich willst!! Biggi
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