norfloxacin
Hallo, Ich bin langsam wirklich verzweifelt. Mein kleiner ist 16 Wochen alt und wird eigentlich voll gestillt (circa 1 Mahlzeit pro Woche kommt aus der Flasche). Seit 5 Wochen haben wir schon Probleme, dass er tagsüber die brust anschreit und nur wenige Minuten trinkt, nachts dafür aber gut. Ich menstruiere leider schon seit der 5. Woche postpartum und hatte im ersten Zyklus 35 Tage dazwischen. Ich wäre jetzt letzten Donnerstag dran gewesen, hatte auch mächtig Bauchschmerzen, kam aber nichts. SST war negativ am Samstag. Nun habe ich irgendwie kaum noch Milch. Er saugt und saugt und es kommt nur noch wenig. Und dann fängt er auch an zu weinen. Letzte Nacht war der wurm fast alle 90 Minuten dran. Seit heute habe ich Schmierblutungen und wollte etwas abpumpen, weil ich dachte vielleicht trinkt er besser, wenn es dann nicht so lange dauert. Aber ich hab aus beiden brüsten nur 30 ml statt sonst 150 bekommen. Ich will nur ungern zufüttern, aber ich bin verzweifelt, weil das stillen im Moment nur Kampf ist, weil er nur am zappeln und weinen ist.
Liebe norfloxacin, Ihre Milch ist nicht plötzlich vollständig weg, es ist vielmehr so, dass eine Frau manchmal so angespannt oder seelisch aufgewühlt sein kann, dass der Milchspendereflex blockiert wird und die Milch deshalb nicht fließt. Wenn dies passiert, dann funktioniert in aller Regel das Abpumpen noch viel weniger, so dass der Eindruck entsteht, die Milch wäre weg. Leider entwickelt sich dann ganz schnell ein Teufelskreis: die Mutter glaubt, sie habe keine Milch mehr, dadurch ist sie noch angespannter und verzweifelter, was zu einer noch stärkeren Blockierung des Milchspendereflexes führt. Deshalb ist es jetzt ganz wichtig, dass SIE SICH alle Ruhe und Entspannung gönnen, die Sie bekommen können. Wenn möglich, legen Sie sich mit Ihrem Baby ins Bett und kümmern Sie sich um nichts anderes, als um Ihr Kind, sich und das Stillen. Ruhen Sie sich aus, gönnen Sie sich etwas Gutes (z.B. ein gemütliches Wannenbad mit einer schönen Tasse Tee und Musik, die Ihnen gefällt). Falls Sie einen Geburtsvorbereitungskurs besucht haben, setzen Sie die Entspannungsübungen, die Sie dort gelernt haben gezielt vor dem Anlegen ein. Denken Sie an etwas Schönes und Beruhigendes, zum Beispiel an einen Spaziergang an einem kleinen, plätschernden Bach oder am Meer. Versuchen Sie alle Störungen auszuschalten. Sie sollten z.B. das Telefon aushängen, und alles was Sie brauchen könnten bei der Hand haben. Dazu können ein Glas Wasser oder Saft, ein gesunder Imbiss oder etwas zu lesen gehören. Lassen Sie sich von Ihrem Partner verwöhnen. Bekommt Ihr Baby zusätzlich zur Flasche auch noch einen Schnuller? Wenn ja, denke ich eher, dass das Kind durch die Flasche saugverwirrt ist. Die Trinktechniken an Brust und Flasche (künstlichem Sauger) unterscheiden sich grundlegend. Manche Kinder kommen mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar und versuchen dann mit der falschen Technik an der Brust zu trinken. Das funktioniert nicht, das Kind bekommt an der Brust keine oder nur wenig Milch, ist frustriert und lehnt die Brust dann im schlimmsten Fall sogar ab. In dieser Situation spricht man dann von einer Saugverwirrung. Nun kann ein verhängnisvoller Kreislauf beginnen: da das Kind mit der falschen Technik an der Brust trinkt, wird es an der Brust hektisch, saugt an, lässt wieder los, dreht den Kopf hin und her schluckt viel Luft (die wiederum führt möglicherweise zu Bauchproblemen) und da es die Brust nicht mehr richtig stimuliert kommt es zu einem Rückgang der Milchmenge und damit zu weiterem Zufüttern, wenn dieser Kreislauf nicht unterbrochen wird. Eine Saugverwirrung ist alles andere als lustig und Stillberaterinnen wissen aus Erfahrung nur zu gut, warum sie künstlichen Saugern wie Schnuller und Flasche kritisch gegenüberstehen, denn beide bescheren uns immer wieder eine Menge „Beschäftigung". Eine Saugverwirrung lässt sich leider nie ganz ausschließen, auch nicht bei einem älteren Stillkind und auch nicht, wenn es vorher unter Umständen monatelang gut gegangen ist. Ein Versuch wäre es daher immer wert, die künstlichen Sauger wegzulassen. Versuchen Sie mal die folgenden Tipps: • im Umhergehen stillen, • in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, • im Halbdunkeln stillen, • im Halbschlaf stillen, • das Baby mit der Brust spielen lassen, • unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, • alle künstlichen Sauger vermeiden, • das Baby massieren, • viel Körperkontakt (Haut auf Haut), • und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Weitere gezielte Hilfe kann Ihnen eine Stillberaterin vor Ort im direkten Gespräch geben. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi
norfloxacin
Vielen Dank für die Antwort. Ja, der wurm bekommt noch einen nuckel, den er tagsüber nutzt. Flasche kommt wirklich selten vor. Leider bin ich meistens allein mit dem kleinen und habe noch eine 7jährige Tochter. Außerdem hatte ich gestationsdiabetes und will nun unbedingt voll stillen um das Risiko zu verringern Einen bleibenden zu bekommen. Wir hatten von Anfang Problemchen, aber wir wurschteln uns irgendswie durch. Im Krankenhaus hat er statt nuckel nur den Finger bekommen und auch wenn er jetzt manchmal gar nichts nimmt, nuckelt er lieber an meinem Finger. Macht es Sinn ihm statt nuckel wieder nur Finger zu geben?
Liebe norfloxacin, ich würde alle künstlichen Sauger weglassen, mit Sicherheit ist der Finger stillfreundlicher :-). Der Schnuller ist nicht die einzige Möglichkeit, ein aufgebrachtes oder sonstwie unruhiges Kind zu beruhigen, es gibt auch Alternativen. • Das Kind kann getragen werden. Durch das Tragen wird das Bedürfnis des Kindes nach Körperkontakt, Geborgenheit, Wärme und Nähe gestillt und mit einem gut gebundenen Tragetuch hat man mindestens eine Hand frei, um andere Dinge zu tun. • Das Kind kann gebündelt werden. Das Bündeln gibt dem Baby das Gefühl von Geborgenheit und lässt es seinen Körper und seine Grenzen spüren. Das Gefühl von Begrenzung hilft dem Kind sich sicher zu fühlen. • Man kann ein Nest bauen. Auch hier ist die Begrenzung der springende Punkt, der dem Kind Geborgenheit vermittelt. • Massage, eine warmes Bad oder auch ein warmes Körnerkissen können beruhigend wirken. Schaukelbewegungen (Wiege, Hängematte, Schaukelstuhl, mit Tragetuch spazieren gehen, Kinderwagen), monotone Geräusche (Staubsaugen, Auto fahren), beruhigende Musik, Singen und Tanzen mit dem Baby und auch der Schutz vor Überreizung (viele Besucher, Fernseher) helfen einem Kind sich zu beruhigen. Als Saugersatz bietet sich ein Finger (von Kind oder Vater oder Mutter) oder eventuell auch ein Lutschetuch an. Schnuller sind auch nicht „kiefergerecht“, wie es immer wieder behauptet wird. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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