Sara W.
Hallo! Mein kleiner Sohn ist jetzt 10 Wochen alt und kam in der 41 SSW via Notsectio zur Welt. Er wog 3400 g und liegt jetzt bei 7200g; wächst also gut. Auch sonst ist er fit, sehr aufgeweckt und hat allenfalls mit noch leichten Koliken zu tun. Nasse Windeln hat er wenigstens 8, eher 10-12/d. Ich stille. Nun aber zu meinem Problem. Nach anfänglich klassischen Stillproblemen mit wunden Brustwarzen und tränenreichen stillen wegen Schmerzen fanden mein Stöpsel und ich endlich einen guten und weitesgehend beschwerdefreien Rhythmus bei ca alle 2-3 h. Ab der ca. 7,5 Woche jedoch war die rechte Mamille wieder sehr wund und blutete deutlich. Er spuckte nach jedem Stillen bis zu 5 EL kirschrote MuMi. Aus Verzweiflung begann ich diese Seite abzupumpen und die Milch mittels Fläschchen zu füttern. Er trank ohne Probleme. Links stillte ich wie gewohnt weiter. Zudem versuche ich seit ca. 3 bis 4 Wochen einen kleinen Milchvorrat anzulegen und Mumi einzufrieren. Doch jetzt scheinen wir beide irgendwie aus dem Rhythmus gekommen zu sein. Der kleine schläft mittlerweile 2 x pro d etwa 4 bis 5 h und ich dann endlich auch mal (ich bin alleine). Dazwischen reichte meine milch eigentlich immer gut aus. Doch jetzt scheint sie zu wenig und ich habe um ihn satt zu bekommen auf milchpulver zurückgegriffen. Darüber bin ich furchtbar enttäuscht. Ausserdem öffnet er mitterweile den Mund nicht mehr weit genug, so dass ich im Grunde nur noch die Warze und keinen Vorhof mehr in seinen Mund bekomme. Er sträubt sich auch gegen das Ranschieben an die Brust durch meine Hand an seinem Hinterkopf. Er nimmt die brust aber gerne an, nur scheint er "schluderig" beim saugen geworden zu sein. Wie soll ich denn den Mund aufbekommen? Und wenn ich ihm beherzt den vorhof mit reinschiebe, scheint er ihn jetzt eher "auszuwürgen" wo er vorher problemlos sogar noch mehr vorhof einsaugte... Was muss ich machen? Ich fürchte dass meine milchbildung nachlässt... ich versuche etwa alle 3 bis max 4 stunden zu pumpen. Doch wird die menge immer geringer: aus beiden brüsten nur noch 80 ml... Was ist zu tun? Wie kann ich das stillen wieder optimieren in puncto mundöffnen und akzeptanz der vorhofmenge? Vielen Dank schomal von einer verunsicherten Mama. Ps: ich wollte eigentlich 6 monate stillen also noch 3.5 monate
Kristina Wrede
Liebe verunsicherte Sara W., viele von uns haben Ähnliches durchgemacht und wissen, wie leicht man als neue Mama verunsichert ist. Lass dich davon nicht entmutigen!! Und versuche, ihm keine Flasche mehr zu geben. Wenn er tatsächlich noch zusätzliche Milch braucht, solltest du sie mit einem Löffelchen oder kleinen Becherchen füttern - so vermeidest du eine Saugverwirrung. Die entsteht dadurch, dass sich die Trinktechiken an Brust und Flasche grundlegend unterscheiden. Die Menge, die du abpumpst, erlaubt keinen zuverlässigen Rückschluss auf die tatsächlich vorhandene Milchmenge, darum ist und bleibt das Wichtigste: Anlegen, anlegen, anlegen. Egal wie oft, egal wie lang - nur korrekt sollte die Anlegetechnik sein, damit du nicht wieder wunde Brustwarzen bekommst! Hast du mal geschaut, ob es eine Stillgruppe in eurer Nähe gibt? Das ist Gold wert, gerade in den ersten Wochen, weil man viel von den anderen Mamas lernen kann und eine kompetente und einfühlsame Stillberaterin zur Seite hat, die auch mal telefonisch weiterhelfen kann. Eine Stillberaterin in deiner Nähe findest Du im Internet unter http://wwwlalecheliga.de (La Leche Liga), http://www.afs stillen.de (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl stillen.de (Still und Laktationsberaterinnen IBCLC). Bis du eine Kollegin gefunden hast, hier einige Tipps in Sachen Anlegetechnik: Beim korrekten Anlegen wartest Du, bis das Baby seinen Mund weit öffnet wie zum Gähnen. Dann wird es rasch an die Brust gezogen. Der Mund des Babys sollte mindestens zweieinhalb Zentimeter des Brustwarzenhofes bedecken. Das Kinn und die Nasenspitze des Babys berühren die Brust während der Stillmahlzeit. Die Lippen des Babys sind "aufgeschürzt" und entspannt. Die Zunge des Babys liegt unter der Brust. Schläfen und Ohren des Babys bewegen sich während des Saugens. Das Baby liegt mit der Mutter Bauch an Bauch. Es liegt auf der Seite, so dass sein ganzer Körper der Mutter zugewandt ist. Sein Kopf ruht in ihrer Ellenbeuge, sein Rücken wird von ihrem Unterarm gestützt und sie hält seinen Po oder Oberschenkel mit ihrer Hand. Ohr, Schulter und Hüfte des Babys bilden eine Linie. Der Kopf sollte gerade liegen und nicht zurückgebogen oder zur Seite gedreht sein. Eine gute Beschreibung der korrekten Anlegetechnik findest Du in dem Infoblatt "Anlegen und Stillpositionen", das du dir bei La Leche Liga herunterladen kannst: http://lalecheliga.de/images/Infoblaetter/LLL_Anlegen_und_Stillpositionen.pdf Da ist auch ein ganz tolles Infoblatt zum Thema "Wunde Brustwarzen", das dir sicher helfen wird!! Ich werde dir gleich noch einige Tipps geben, wie du die Heilung von wunden Brustwarzen beschleunigen kannst, vielleicht ist ja etwas dabei, was dir hilft: • vor dem Stillen etwas Milch ausstreichen, um den Milchspendereflex auszulösen, bevor Du das Baby an die Brust anlegst. • an der weniger wunden Seite (so es eine gibt) zuerst anlegen • nach dem Stillen etwas Muttermilch ausstreichen und auf den Brustwarzen trocknen lassen (dies wird nicht empfohlen, wenn das Wundsein durch eine Soorinfektion verursacht wird, da Soor auf Milch gute Wachstumsbedingungen findet). • ausreichend hochgereinigtes Lanolin (unter den Handelsnamen Lansinoh, Purelan oder Lanosin erhältlich) auf die Brustwarze auftragen, um sie zwischen den Stillmahlzeiten feucht zu halten (aber nicht zu viel Lanolin verwenden, sonst wird die Brustwarze glitschig und das Baby kann beim Stillen abrutschen). Es hat sich herausgestellt, dass dadurch der Heilungsprozess bei wunden, offenen und blutenden Brustwarzen beschleunigt wird, wenn diese durch schlechte Stillhaltung, falsche Anlegetechnik oder Saugprobleme entstanden sind. • trage zwischen den Stillmahlzeiten Brustwarzenschoner mit großen Öffnungen und Löchern zur Luftzirkulation in deinem Büstenhalter, um die Brustwarzen zu schützen. Du kannst auch mehrere Einmalstilleinlagen aufeinanderschichten und in der Mitte ein Loch reinschneiden, das als Aussparung für die Brustwarze dient. Ich hoffe, dass es bald wieder problemlos klappt!! Lieben Gruß, Kristina
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