MamiEva
Hallo Frau Welter, ich lese schon seit einiger Zeit Ihre Empfehlungen und habe mir eigentlich daraus immer den richtigen Weg für mich herleiten können. Doch nun stehe ich vor meinem ganz speziellen Problem mit meinem kleinen Sohn. Er ist mittlerweile fast 6 Monate alt und mein ein und alles. Wir verbringen tagsüber sehr viel Zeit miteinander und auch Nacht schlafe ich neben ihm und stille ihn immer wenn er möchte. Was anfangs alle 3-4 Stunden war, dann sich auf alle 2 Stunden reduziert hat und nun möchte er stündlich gestillt werden, sonst schläft er nicht weiter. Eine Lösung muss her und mir ist auch bewusst, dass es nicht ganz ohne Tränen ablaufen kann. Abends bringe ich ihn ins Bett nachdem ich ihn gestillt habe. Meist gegen sieben. Er schläft ein ohne Brust, mit Nukki, ich bin bei ihm aber, lege maximal meine Hand auf seine Schulter, lege ihn auf die Seite und singe ihm etwas vor. Das klappt schon seit einiger Zeit ganz gut und ohne viel gejammer. Gegen 21 Uhr schleiche auch ich mich dann ins Bett und dann stille ich ihn in der Nacht natürlich im liegen, im dunkeln und ohne viel Gehabe. Ich denke, dass er da oft an der Brust einschläft (obwohl ich versuche sie ihm immer rechtzeitig wieder weg zu nehmen). Dadurch will er dann bei jeden aufwachen, wieder die Brust um neu einschlafen zu können. Aber wieso wacht er jede Stunde auf? Ich habe gelesen, dass Babys in der Nacht 1-3 mal aufwachen. Das wäre ja kein Problem für mich. Ich habe auch schon versucht mit kuscheln und Nukki ihn wieder in den Schlaf zu bekommen aber nach einer gewissen Zeit habe ich aufgegeben. Soviel zur Sachlage. Nun meine Frage: Wie viele Stunden kann ich ihm die Brust verwehren? 3 oder sogar 4? Ich möchte ja auch nicht, dass er ernsthaft Hunger hat. Soll ich ihn, wenn ich ihn jetzt schon umstelle, gleich in sein eigenes Bett legen. Ich habe schon ein Gitterbettchen gekauft und da wir bald umziehen, muss er dann demnächst so oder so darin schlafen. Ich denke, jetzt in seinem gewohnten Bett, erwartet er auch gewohntes Verhalten, also das ich ihm die Brust gebe wenn ich schon da bin. Auch müsste ich ihm im Gitterbettchen hochnehmen und nach dem stillen wieder hinlegen, woraufhin er ja bestimmt wach wird und ganz gewiss ohne Brust einschläft. Ich weiß, Babys sind Traglinge und heissen nicht umsonst Säuglinge. Ich will auch für ihn da sein aber ein bisschen Schlaf brauche ich. Auch will der Papa demnächst mehr Zeit mit ihm verbringen und der ist eher auf altmodische Erziehungmethoden aus. Darauf möchte ich meinen Sohn auch irgendwie vorbereiten. Würde abstillen helfen? Überall lese ich, dass gestillte Babys häufiger aufwachen und sich fast nur von der Mutter ins Bett bringen lassen- ist ja bei uns der Fall. Wie viele Flaschen darf man einem sechs Monate altem Baby Nachts geben? Ich stille gerne und es wäre super Schade, wenn das Problem das Aus unserer Stillbeziehung wäre. Übrigens trinkt er tagsüber sehr wenig an der Brust und isst auch schon Mittag- und Abendbrei. Ich muss in zwei Wochen wieder arbeiten gehen und ich muss irgendwie handeln, bevor die zeitliche Trennung von mir, für meinen Sohn noch schwieriger wird. Und auch für mich… Ich hoffe Sie könne mir weiterhelfen. Danke und Verzeihung zur einmillionsten Frage zum Thema Schlafen :) Liebe Grüße Die Mama
Liebe Die Mama, dein Baby ist sechs Monate alt und ist ist einfach noch nicht reif genug, um länger schlafen zu können! Ein Baby muss eine gewisse Reife erreichen, um längere Zeit schlafen zu können. Wann dieser Zeitpunkt erreicht wird, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Eine Flasche mit künstlicher Säuglingsnahrung (oder ein Abendbrei) verbessern das Schlafverhalten nicht (das wurde in Studien nachgewiesen). Es gibt nicht wenige Kinder, die dann sogar noch weniger schlafen. Selbst Du kannst jetzt mit vielen Tricks versuchen, die Situation zu verändern, aber es wird nur Stress und Tränen geben, denn dein Kind IST einfach in der Phase, in der es dich so viel braucht. Die unruhigen Tage und Nächte sind furchtbar anstrengend, daran kann ich mich auch noch gut erinnern. Trotzdem: Sie sind normal und werden garantiert irgendwann vorbei sein. Wann, kann ich leider nicht sagen. Aber sie gehen wirklich vorbei! Bis dahin kannst du probieren, dir den Alltag so einfach wie möglich zu machen, so dass auch du tagsüber mal ein kurzes Nickerchen machen kannst. In dieser Zeit verarbeiten Kinder vieles in der Nacht, und brauchen die Bestätigung, dass Mama ganz nah ist, und die beruhigende Milch, noch ziemlich. Es ist kein Rückschritt, wie es scheint, sondern zeigt, dass sich dein Kleines weiter entwickelt! wenn das Kind am Tag viel isst, schläft es nicht besser, denn es wacht ja nicht nur wegen dem Hunger auf, sondern sucht Nähe und Geborgenheit! Wenn Du nachts nicht mehr stillen möchtest, solltest Du auch die Flasche nach Bedarf anbieten. Der immer wieder verbreitete Gedanke, dass ein Baby ab sechs Monaten (oder einer anderen Altersgrenze) nachts nicht mehr aufwachen darf und nachts keine Nahrung mehr braucht entspringt in keinster Weise dem natürlichen Verhalten und den Bedürfnissen eines Babys oder Kleinkindes, sondern er entstammt dem (verständlichen) Wunsch der Erwachsenen, die gerne ihre Nachtruhe hätten. Eine Studie von Jelliffe und Jelliffe ergab, dass Babys im Alter von 10 Monaten mindestens 25 % ihrer Muttermilchaufnahme nachts zu sich nehmen. Es kann also gut sein, dass dein Bay tatsächlich schlicht und ergreifend Hunger hat und noch Nahrung braucht. LLLiebe Grüße Biggi
emilie.d.
Mit sechs Monaten schlafen die Kinder häufig total unruhig. Das betrifft Flaschenkinder genauso wie Stillkinder. Ob es am Zahnen liegt, an den vermehrten Eindrücken (oft werden die Kinder zu dem Zeitpunkt mobil), daran, dass sich der Schlaf umstellt und die Kinder die einzelnen Schlafphasen ohne Hilfe nicht überschlafen, macht im Ergebnis keinen Unterschied. Entweder man lässt sein Kind schreien oder man beruhigt es. Das kann man über einen Bewegungsreiz machen (tragen, in eine Schaukel setzen, auf dem Pezziball hopsen, unters Bett Rollen schrauben und darin schuckeln) oder über einen Saugreiz (Schnuller, Flasche, Schmusetuch, Stillen). Kind 1 habe ich oft noch in einer Schaukel beruhigt bzw. sein Bett geschuckelt. Flaschen habe ich ausprobiert, da hat er sich total überfressen und mir nachts um drei ins Bett gebrochen. Bei Kind 2 habe ich nur noch im Liegen gestillt, war für mich noch am erholsamsten. Wenn Du Flasche geben möchtest, Pre gibt man wie Muttermilch nach Bedarf. Sauger mit kleiner Lochgröße wählen, damit Kind sein Saugbedürfnis stillen kann. Pre schmeckt bescheiden und wird von Stillkindern oft nicht getrunken. Nächtliche Flaschen bzw. Brustentwöhnung nicht vor dem 10. Monat, eher mit einem Jahr.
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