Mitglied inaktiv
Hallo liebe Hebammen von www.rund-ums-baby.de, ich habe folgendes Problem: Meine Tochter wird bald sieben Monate alt und ich stille sie zurzeit noch dreimal untertags, das heißt wenn sie ihr Morgen-, Nachmittagsschläfchen macht und abends beim Schlafengehen das dritte Mal. Nachts stille ich sie immer wenn sie aufwacht, damit sie weiterschläft, also so zwischen zwei und fünfmal... Das ist genau das Problem, sie verbindet das Stillen mit Schlafen und ich weiss mir keinen Rat, wie ich sie ohne Brust zum einschlafen bewegen kann? Sie bekommt seit sie fünf Monate alt ist mittags Gemüsebrei und mittlerweile gebe ich ihr gegen Abend hin eine zweite Mahlzeit, meistens Obst mit Getreide, klappt alles super. Ihr schmeckt alles super. Ich möchte nur das Essen vom Schlafen trennen und in den nächsten Monaten langsam weiter abstillen, aber dafür muss sie lernen, ohne Brust zu schlafen, was kann ich tun? Liebe Grüße Valli
Liebe Valli, wir sind keine Hebammen, sondern Stillberaterinnen ;-). Seit Jahrtausenden und in unzähligen Kulturen ist es so, dass Mütter ihre Babys in den Schlaf stillen. Das Saugen wirkt beruhigend und nicht umsonst wurden im Laufe der Zeit die verschiedensten Brustattrappen (z.B. Schnuller s.o.) erfunden. Von der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Baby oder Kleinkind allein ist und alleine einschläft. Nur passt dieses "natürliche" Verhalten des Babys nicht in unsere derzeitige Zeitströmung und damit haben wir ein (von uns selbst produziertes) Problem: Babys wissen nicht, was zur Zeit "Mode" ist und benehmen sich so, wie sie es seit Anbeginn der Menschheit getan haben. Leider geht der Trend zu immer früherer Anwendung sogenannter Schlaftrainingsprogramme und Eltern von Babys, die sich nicht dieser "Norm" anpassen, wird mehr oder weniger direkt vermittelt, dass sie selbst schuld sind, ja manchmal kommt unterschwellig sogar dazu, dass dies Eltern sich als Versager fühlen sollten. Ein Baby schläft ohne Brust ein, sobald es reif genug dazu ist. Das bedeutet jetzt aber nicht, dass Du noch die nächsten Jahre damit verbringen musst, dein Baby in den Schlaf zu stillen, wahrscheinlich wird es sogar schneller vorbei sein, als Du es dir jetzt vorstellen kannst. Ein radikaler Brustentzug wird für deine Tochter sicher sehr schwierig sein und wie Du selbst schon sagst mit vielen Tränen verbunden. Vielleicht kannst Du statt von jetzt auf gleich nicht mehr zu stillen, die Zeit an der Brust schrittweise immer weiter verkürzen, so dass der Übergang fließend ist. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt dir dein Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Du wendest dich jedes Mal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Baby auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du allmählich und mit viel Liebe vorgehst und nicht zu schnell die Geduld verlierst. Wenn Du gerne liest und ein Buch lesen möchtest, das sich mit dem Thema Schlaf auseinandersetzt und dessen Autor beim Thema Schlaf auch Achtung vor dem Baby zeigt und dessen Bedürfnisse ernst nimmt, kann ich dir wärmstens "Schlafen und Wachen ein Elternbuch für Kindernächte" von Dr. William Sears empfehlen, das Du im Buchhandel, bei der La Leche Liga und jeder LLL Stillberaterin bekommen kannst. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Vielen Dank=) Eure Antwort hat mir sehr geholfen, ich glaube ich hab mir einfach viel zu viele Sorgen gemacht, bin relativ jung Mama geworden und das ist nicht immer ganz einfach, außerdem stillen sehr sehr viele Mamis in meinem Umkreis nicht, ich kenne zumindest keine. Hatte nie jemanden, mit dem ich mich übers Stillen austauschen konnte, wusste nie, mache ich das üerhaupt richtig so... Aber ich glaube ich bin auf einem guten Weg und es beruhigt mich, dass es da draußen noch viele andere stillende Mamis gibt, die viel viel Zeit im Bett, also mit dem Stillen und sonstigem "Dauernuckeln" der Kleinen an der eigenen Brust verbringen und auch nicht aufgeben=) Vielen Dank und viele liebe Grüße
:-). Ich freu mich, danke! Biggi
claudi Blumenfee
Hallo, ich wollte erstmal schreiben das es genauso war wie mir hier gesagt wurde und zwar schläft mein kleiner Mann super allein ein im Kindergarten. Ich bin begeistert ☺😊 und so stolz auf ihn 😊 Nun ist es aber so das er, 13 Monate, zu Hause nur mit stillen einschläft und auch Nachts öfters wach wird, aber an der Brust schnell wieder einschläft! Was kann ich tun das er es auch ohne stillen schafft einzuschlafen? ??!!! Liebe Grüße
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