septemberkugel15
Guten Morgen Ich habe mir einen milchgangsoor eingefangen. (Hinterher stellte sich raus bei mir noch Mund und Rachen ebenfalls mit soor "befallen") Meine Hebamme ist immer von einem milchstau ausgegangen aber konnte mir das nach 5 Tagen nicht mehr vorstellen. Bin damit dann zum Frauenarzt und der hat einen Abstrich gemacht. Meine Brust ist sehr druck empfindlich und wenn die Milch läuft zieht es unglaublich doll. Stillen ist sehr schmerzhaft. Merke aber den Schmerz nur in der Brust, nicht an der brustwarze Meine Brustwarzen sind aber wie immer (keine Verletzungen, hautveränderungen und Schmerzen auch nicht) Ich habe Tabletten bekommen (fluconazol derm 50) und meine kleine Gel für den Mund (sie hat übrigens nix sichtbares) Reduziert der soor meine milchmenge? Meine kleine kommt nach wie vor am Tage sowie nachts alle 3-4 Stunden Meine Brust war aber nach gut 3 Stunden immer schon sehr prall. Das ist jetzt nicht mehr so. Ich möchte auf keinen Fall abstillen, auch wenn ich zzt Schmerzen habe. Kommen auch wieder bessere Zeiten. Soll ich die milchmenge mit zusätzlichen pumpen anregen. Hab Angst das die kleine nicht mehr satt wird. Achso die kleine ist jetzt 5 1/2 Wochen alt. Vielen lieben Dank!
Liebe septemberkugel15, weiche Brüste sind irgendwann normal und sagen nichts über die verfügbare Milchmenge aus. Eine weiche oder nicht mehr tropfende Brust ist kein Hinweis auf zu wenig Milch. Es ist absolut normal, dass die Brust nach einiger Zeit wieder weich und bei manchen Frauen auch wieder kleiner wird und nicht mehr ausläuft. Das ist eher ein Zeichen, dass sich die Stillbeziehung eingespielt hat, aber nicht, dass die Milchmenge zurückgegangen ist. Wenn Dein Kind also ausreichend zunimmt, ausreichend nasse Windeln hat und wach und lebhaft ist, besteht kein Grund zur Sorge wegen der weichen Brust. Wie nimmt sie denn bisher zu? Liegt sie im "normalen" Bereich mit gut 150 Gramm pro Woche? Wenn du noch ein wenig warten kannst, empfehle ich dir, ab jetzt und für 24 Stunden ihre Windeln zu sammeln, dann zu wiegen und das Gewicht mit der gleichen Menge frischer Windeln zu vergleichen. Das erlaubt einen recht guten Rückschluss auf die tatsächlich getrunkene Menge. 400 - 500 Gramm Gewichtsunterschied wäre ok. Gleichzeitig würde ich dir die Brustkompression empfehlen, bei der in gleicher Stillzeit mehr Milch getrunken wird. (s.u.) Wenn du das machen kannst, schreib doch morgen Abend mal die Werte als Antwort. Mit der Brustkompression sollte es eigentlich schon einen deutlichen Unterschied machen.... Und nicht immer ist es Hunger, der die Babys unzufrieden sein lässt. Das kann ich aber von hier aus natürlich nicht beurteilen - daher der Windeltest... LLLiebe Grüße Biggi Brustkompression "Der Zweck der Brustkompression ist den Muttermilchfluss zum Baby weiter zu erhalten, auch wenn das Baby selber nicht mehr so produktiv trinkt ("weit geöffneter Mund Pause dann Schliessen des Mundes"). Auf diese Weise wird das Baby länger weiter trinken. Die Brustkompression simuliert einen Milchspendereflex ("Letdown reflex") und oft stimuliert sie sogar tatsächlich das Auftreten eines natürlichen Milchspendereflexes. Diese Technik kann bei schlechter Gewichtszunahme eines Babys hilfreich sein. Die Brustkompression setzt den Milchfluss fort, wenn das Baby nicht mehr richtig von der Brust trinkt, sondern nur noch daran nuckelt, und bewirkt beim Baby folgendes: 1. Es bekommt mehr Muttermilch. 2. Es bekommt mehr fettreiche Milch (Hintermilch). Die Brustkompression Wie funktioniert sie? 1. Halten Sie das Baby mit einem Arm/einer Hand. 2. Halten Sie die Brust mit der anderen Hand, den Daumen auf der einen Seite der Brust (am einfachsten ist es, wenn der Daumen auf der oberen Seite der Brust positioniert ist), die anderen Finger auf der anderen, unteren Seite (C Griff). Alle Finger sollten ziemlich weit weg von der Brustwarze sein. 3. Schauen Sie wie das Baby trinkt (zu Ihrem Verständnis können Sie folgenden Video anschauen unter: www.thebirthden.com/Newman.html). Machen Sie sich keinen Stress, sie brauchen nicht jeden Schluck zu erwischen. Das Baby bekommt eine nahrhafte Menge Muttermilch, wenn es mit der Technik "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes" trinkt. 4. Wenn das Baby nur noch an der Brust nuckelt und nicht mehr richtig mit der oben beschriebenen Technik trinkt, dann ist es Zeit, die Brustkompression einzusetzen. Rollen Sie nicht ihre Finger über die Brust zum Kind, sondern drücken sie nur. Aber nicht so sehr, dass es schmerzt und versuchen Sie, die Form des Brustwarzenhofes nicht zu verändern. Mit der Kompression sollte das Baby wieder anfangen effektiv zu saugen und schlucken, d.h. mit dem Typus "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes". Benutzen Sie die Brustkompression nur dann, wenn das Kind nuckelt, nicht aber wenn es richtig trinkt! 5. Belassen Sie den Druck so lange, bis das Baby auch mit der Kompression nicht mehr richtig trinkt, dann lösen sie den Druck. Oft hört das Baby ganz auf zu saugen wenn der Druck wegfällt, aber es wird bald wieder damit anfangen, nämlich sobald die Milch wieder fließt. Falls das Baby nicht aufhört zu nuckeln warten Sie einen kurze Zeit, bevor Sie wieder mit der Brustkompression beginnen. 6. Die Gründe, wieso Sie den Druck lösen sollen sind einerseits, dass Sie Ihre Hand etwas ausruhen können und anderseits, damit die Muttermilch wieder zum Kind fließen kann. Das Baby wird, falls es aufgehört hat zu saugen als Sie die Kompression gelöst haben, nun wieder damit beginnen, wenn es die Milch wieder schmeckt. 7. Wenn das Baby wieder zu saugen beginnt kann es sein, dass es effektiv trinkt mit dem Typus "Weit geöffneter Mund Pause dann Schließen des Mundes". Falls dies nicht der Fall ist, d.h. das Kind nur nuckelt, benutzen Sie wieder die Brustkompression wie oben erklärt. 8. Fahren Sie so an der ersten Brust fort bis das Baby auch trotz der Kompression nicht mehr trinkt. Sie sollten dem Baby erlauben, noch eine kurze Weile länger an dieser Seite zu bleiben, da Sie manchmal einen erneuten "Let down" Reflex (Milchspendereflex) bekommen können. Das Baby würde dann von selber wieder zu trinken beginnen. Falls es jedoch nicht mehr trinkt, erlauben Sie ihm sich selbst von der Brust zu lösen oder nehmen sie es von der Brust. 9. Falls das Baby mehr möchte, offerieren Sie ihm die andere Seite und wiederholen den Prozess." (Quelle: Handout Nr. 15. Breast Compression. Revised Januar 2005 Verfasst von Dr. Jack Newman, MD, FRCPC. ©2005; www.BreastfeedingOnLine.com; Übersetzung von: Anke Käppeli Tinnes, IBCLC in Ausbildung, Zollikerberg, April 2006)
septemberkugel15
Vielen lieben Dank für die Antwort. Gelesen hatte ich das schon das, wenn die stillbeziehung klappt die Brüste sich "normalisieren". Finde ich super. Möchte gerne mal wieder auf dem Bauch schlafen. Aber mit Melonen undenkbar. ;) Mir kam es nur so komisch vor das es von jetzt auf gleich ging und dann auch noch der blöde soor. Hatte Angst das es an den Tabletten liegt. Mein kleiner Mops nimmt super zu (meine Hebamme sagt ich hätte eher Sahne als Milch ) Sie kam mit 4105g und hat jetzt mit 5 1/2 Wochen gute 5800g... Also mangelernährt wird sie nicht. Aber zu meiner Beruhigung werde ich das mit den wiegen machen. Schaden und weh tut es ja nicht. Vielen lieben Dank noch mal
:-)
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