3Söhne
Hallo Ich hoffe sie können mir helfen.Ich habe meinen Sohn(in 3Tagen 4viermonate alt)voll gestillt was ich auch noch gern weiter machen würde aber vor 2Tagen hatte ich starke schmerzen in der Brust und ich stellte fest das ich harte Knoten in beiden Brüsten habe ging erst von einem Milchstau aus da der Kleine die letzten Tage nicht alzu gut getrunken hat was ich darauf schob das seine Zähne einschießen.Habe sofort Brustwickel mit Retterspitz gemacht als die schmerzen aber gestern morgen nicht wirklich besser waren ging ich zu meinem FA der feststellte das ich in beiden Brüsten mehrere Zysten habe und meinte ich soll abstillen und verschrieb mir auch gleich die Tabletten zum abstillen.Da die Tabletten in der Apotheke nicht vorrätig waren gab ich ihm schweren herzens gestern die Flasche die er ohne große Propleme trank gestern abend hatte ich das Gefühl das meine Brust gleich Platzt und hab dann angefangen abzupumpen ich bekam 230ml zusammen nach 20min und hatte immernoch Milch Da ja bekannt ist das die Zysten zu Krebs werden könnte weiß ich jetzt nicht was ich machen soll da mein Mann an multiples Myolom erkrankt ist hab ich natürlich angst das bei mir eine solche Diagnose Krebs kommt und der kleine abends ohne Brust nicht einschläft .Ich bin total verunsichert und weiss nicht soll ich wirklich abstillen oder nicht .Die Milch die ich abgepumpt habe hat der kleine natürlich über die Flasche bekommen.Hoffe sie können mir weiter helfen
Kristina Wrede
Liebe 3Söhne, oh je, das sind schlimme Sorgen!! Du solltest auf jeden Fall auch mit deinem Hausarzt mal ganz in Ruhe reden. Ob es jetzt wirklich nötig ist, überstürzt abzustillen, oder ob es nicht reicht, erst einmal in Ruhe die Wahrscheinlichkeit zu prüfen. Wie groß das Risiko bei Ihnen ist und ob diese Eile geboten ist, kann ich natürlich von hier aus kaum beurteilen, darum gebe ich die Frage auch an die Kontaktstelle zum medizinischen Beirat von LLL weiter. Sehr viele Frauen haben Zysten in der Brust ohne dass dies besorgniserregend ist und es hat auch in der Regel keinen Einfluss auf das Stillen, ist also kein zwingender Abstillgrund. Ein guter Lesetipp (für jede Frau, auch wenn sie keine Probleme oder Sorgen hat) ist „Das Brustbuch – Was Frauen wissen wollen“ von Dr. Susan Love, das es günstig gebraucht zu kaufen gibt. Lieben Gruß, Kristina
Kristina Wrede
Liebe 3söhne, ich hatte dir doch geschrieben, dass ich die Kontaktstelle der LLL um ihre Stellungnahme gebeten habe, hier ist sie: "In „Breastfeeding- A guide for the medical profession“ von Lawrence and Lawrence, Elsevier, 2011 (Seite 593) steht folgendes: Brustzysten Gutartige Brustzysten werden bei immer jüngeren Frauen diagnostiziert, vielleicht wegen der Empfehlung, die Brust sorgfältig selbst zu untersuchen. Sie sollten entfernt und untersucht werden, beeinträchtigen aber die Milchbildung nicht. Fiboradenome, die auf eine Störung im normalen Menstruationszyklus zurückzuführen sind, vermehren sich gewöhnlich stark, bilden sich aber bis zum Alter von etwa 30 Jahren zurück. Schwangerschaft und Milchbildung verstärken ihr Wachstum. Sie sind eine feste, dichte, gelappte Masse und frei beweglich. Sie können durch Röntgen diagnostiziert werden. Sie können unter lokaler Anästhesie entfernt werden, ohne dass eine Stillpause eingelegt werden muss." Es wäre also vielleicht für dich eine Alternative: Erst entfernen und untersuchen lassen, dann sehen, was sie sind. Wenn sie nicht bösartig sind, kannst du weiterstillen. Auch für die OP brauchst du nicht abzustillen. Zitat aus "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" von Spielmann, Steinhoff, Schaefer, Bunjes, 7. Ausgabe 2006: "Empfehlung für die Praxis. Bei üblicher Anwendung (im Rahmen einer Zahnbehandlung oder kleiner chirurgischer Eingriffe) können Lokalanästhetika auch in der Stillzeit verwendet werden; dies gilt auch für die Kombination mit Adrenalin. Prilocain sollte gemieden werden, nach versehentlicher Applikation ist aber keine Stillpause erforderlich." Sollten danach Medikamente nötig sein, gibt es auch genug Alternativen, die mit dem Stillen vereinbar sind. Lieben Gruß, Kristina
Kristina Wrede
... und hier noch ein Nachtrag: "ein Abstillen im Falle eine bösartigen Veränderung in der Brust ist nicht wegen des Krebses, sondern wegen der dann meist nicht mehr stillverträglichen Chemotherapie nötig. Und hier ist ja dann kein sofortiges vorbereitendes Abstillen nötig, sondern die Mutter kann im Zweifel das Baby dann einfach nicht mehr anlegen und die Brust durch abpumpen leeren und so langsam abstillen oder sogar die Milch verwerfen und ggf. nach der Behandlung weiterstillen (http://www.dggg.de/presse/pressemitteilungen/mitteilung/brustkrebs-in-schwangerschaft-und-stillzeit/)." Lieben Gruß, Kristina
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