Mitglied inaktiv
Hallo..meine Tochter ist nun 10 Monate alt seid ein paar tagen tut mir die rechte brust weh aber nur wenn ich draufdrücke wenn meine tochter trinkt weiß ich es zieht ein wenig aber dere schmerz ist auszuhalten ansonsten merke ich nichts habe sie heute früh abgetastet und unter dem warzenhof einen dicken knuppel entdeckt was in der linken brust nicht ist?was könnte das sein sollte ich einen arzt aufsuchen?weil es tut ja nicht so weh..vielen dank
Kristina Wrede
Liebe missi0602, das klingt nach einem Milchstau. Um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen, denn Ruhe für die Mutter ist mit das Wichtigste bei der Behandlung einer Brustentzündung. Wenn es noch nicht so schlimm ist, kannst du sicher deinen normalen Alltag weiter leben, jedoch einfach ein wenig darauf achten, dass DU genug Ruhe bekommst. Vor jedem Stillen sollte (feuchte) Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen). Es gibt Frauen, die auf Quark allergisch reagieren, dann sollten keine Quarkwickel gemacht werden. Du kannst die Brust bzw. die schmerzhafte Stelle auch mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gepackt werden kühlen. Um eine gestaute Stelle zu entleeren, sollte jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Es sollte alle eineinhalb bis zwei Stunden angelegt werden und dabei das Baby so gehalten werden, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Häufiges Stillen (oder abpumpen) rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Und nochmals: Ganz wichtig ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Falls du trotz aller Maßnahmen Fieber, Gliederschmerzen und/oder Schüttelfrost bekommst, gehörst du sofort zum Arzt. Bei Brustentzündung wird meist ein Antibiotikum nötig, das jedoch stillverträglich gewählt werden kann und darum KEIN Grund zum Abstillen ist. Herzlichen Gruß und gute Besserung! Kristina
Mitglied inaktiv
Vielen Dank soll ich meine Tochter jetzt aller 1-2 h anlegen auch wenn wir tagsüber nicht mehr stillen??
Mitglied inaktiv
Vielen Dank.Soll ich nun meine Tochter aller1-2 h anlegen auch wenn wir tagsüber nicht mehr stiillen?Liebe Grüße
Kristina Wrede
Entweder du lässt sie trinken (was dazu führen könnte, dass sie dann auch danach wieder tagsüber stillen möchte), oder du streichst bzw. pumpst ab, aber immer nur so viel, bis der Druck nachgelassen hat. Sonst regst du die Milchbildung nämlich noch zusätzlich an, und das ist ja gar nicht nötig. Lieben Gruß, Kristina
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