lilule
Ich habe seit Montag einen grippalen Infekt mit 38 - 40 C und den ueblichen Symptomen nun ist seit gestern Nacht meine recht Brust einseitig stark geroetet und schmerzt auf einer relativ grossen Flaeche (groesser als die Knoten beim Milchstau), die Brust fuehlt sich auch nicht besonders hart an, es tut nur sehr weh auch beim Stillen, das Fieber nun bei 39 - 40C (ich fiebere aber auch bei Milchstau sehr hoch und bisher immer gut in den Griff bekommen trotz der rund 20 Mal bei 2 Kindern). Ich habe heute mit Quarkwickeln gearbeitet, in der Vergangenheit haben sie sich als bestes Mittel gegen Milchstau bewehrt - bisher keine Besserung. Ach ja am Dienstag war ich beim Allgemeinmediziner. Wann sollte ich wieder zum Arzt, falls es nicht besser wird?
Kristina Wrede
Liebe Lilule, wenn es nicht besser wird, spätestens am Montag! Aber du spürst selbst sicher genau, wenn es Zeit wird, zum Arzt zu gehen. Sollte es doch eine Brustentzündung sein, die medikamentös behandelt werden muss, dann gibt es auch Antibiotika, die mit dem Stillen vereinbar sind. Quälen brauchst und solltest du dich nicht. Die üblichen Maßnahmen gegen Milchstau und Brustentzündung kennst du? Um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Ruhe für die Mutter ist mit das Wichtigste bei der Behandlung einer Brustentzündung. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Du kannst die Brust auch mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gepackt werden kühlen. Um eine gestaute Stelle zu entleeren, sollte jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Es sollte alle eineinhalb bis zwei Stunden anlgelegt werden und dabei das Baby so gehalten werden, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Häufiges Stillen (oder abpumpen) rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Und nochmals: Ganz wichtig ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Lieben Gruß und gute Besserung, Kristina
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