Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

rote Streifen auf der Brust, Schmerzen

Frage: rote Streifen auf der Brust, Schmerzen

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Hallo Biggi, nachdem ich letzte Nacht schon wegen Brustschmerzen ein wenig Milch abgepumpt habe, und Julian nun immer an dieser Seite zuerst anlege, sind die Schmerzen weniger (noch zu merken beim auf der Seite liegen), die Brust ist weich, keine Verhärtung, aber, ich habe zwei rote Stellen, Linien, die von oben kommend nahe bzw. an der Brustwarze enden. Muß ich mir noch Sorgen machen? Temp. habe ich nur 37,3°, bei den Außentemp. ja auch kein Wunder. Danke; Grit


Biggi Welter

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? Liebe Grit, bitte lass die Brust vorsichtshalber von einer Ärztin/Arzt anschauen und gönne dir jetzt viel Ruhe. In der Brust sollte die Milch am Fließen gehalten werden. Versuche die Brust häufig zu entleeren (etwa alle anderthalb bis zwei Stunden) – entweder durch Anlegen oder durch Handausstreichen oder Abpumpen. Vor jedem Stillen sollte die Brust gewärmt werden (z.B. durch Dunstwickel, in einer Schüssel mit warmen Wasser, mit einem erwärmten Kirschkernkissen o.ä.). Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Beim Stillen sollte das Baby so gehalten werden, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Nach dem Anlegen ist das Kühlen der Brust sinnvoll. Zum Kühlen eignen sich Cold-Packs, Tiefkühlerbsen (in ein Tuch gewickelt) oder auch Umschläge mit gekühlten Weißkohlblättern. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen und nicht anwenden bei bekannter Allergie gegen Kuhmilch). Neben der üblichen Behandlung wie bei einem Milchstau ist Ruhe wirklich das Wichtigste und wegen der Streifen, sollte unbedingt eine Ärztin/Arzt nachschauen. Gute Besserung und LLLiebe Grüße Biggi


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