Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Reicht die milch?

Frage: Reicht die milch?

dreambaby2

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Hallo liebes still-team, Ich stille nun meine zweite Tochter. Sie ist fünf einhalb Wochen alt. Ich stille sie alle ein bis zwei Stunden, oft auch nachts. Ich bin fix und fertig. Mir fehlt der Schlaf und die kraft mich auch noch um meine zweijährige zu kümmern. Sie leidet darunter. Ich überlege ob ich abstillen soll. Warum kommt sie so oft. Reicht evtl die milch nicht aus, dass sie so oft Hunger hat? Sie stillt sehr hastig und verschluckt sich auch oft. Bauerchen machen dauert bei ihr sehr lange. Sie leidet auch an Bauchschmerzen mit Blähungen. Sie hat gut zugenommen. 1,3 kg seit Entlassung aus dem kh. Meine große kam damals auch so oft und es blieb so bis sie sich abgestillt hat. Damals war nur sie da u d ich schaff das bei zwei Kindern nicht nochmal. Sollte ich zu füttern? Wie kann ich am besten abstillen? Habe die Hoffnung dass sie mit fertignahrung länger satt ist. Ich weiß dass stillen das beste für meine kleine ist, nur leider nicht für mich und die große Tochter. Danke für euren Rat


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Liebe dreambaby2, HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu deiner kleinen Maus. Aber ja, es IST eine extrem anstrengende Zeit, wenn noch ein anderes, kleines Mäuschen herumspringt und Mama braucht. Jetzt kannst du jede Unterstützung annehmen, die sich dir bietet!! Für das ältere Geschwisterchen ist es schwer, dass es Mama nun mit jemandem teilen muss. Viele Kinder reagieren darauf mit extremer Anhänglichkeit - und wir Mütter stehen da, frisch entbunden, noch völlig überfordert von der neuen Realität und mit den Nerven am Ende. Du bist nicht allein!!!! Oft denken wir, ohne das Stillen wäre alles einfacher (vor allem, weil dann jemand anderes das Füttern übernehmen kann), aber im Grunde macht es nur mehr Arbeit. Und nimmt die vielen Vorteile des Stillens, die nicht nur die Ernährung betreffen sondern auch die Möglichkeit zu trösten, die seelische Entwicklung und nicht zuletzt deinen eigenen Hormonhaushalt (die Stillhormone wirken entspannend und anti-depressiv auf dich!). Du machst alles richtig im Moment, und auch dein Neugeborenes verhält sich absolut normal, es braucht einfach noch ganz viele Mahlzeiten, und spürt ja auch deinen Stress (was zu zusätzlicher Unruhe bei ihm führt). Ihr braucht alle Ruhe und Zeit, um Euch an das neue Menschlein zu gewöhnen. Kann dein Mann vielleicht ein paar Tage daheim bleiben und die große Schwester übernehmen? Oder eine der Omas kommt, oder eine liebevolle Tante oder Freundin? Vom Hausarzt kannst du dich (wenn du gesetzlich versichert bist) krankschreiben lassen und dir eine Haushaltshilfe verordnen lassen, damit du dich eine Weile lang zumindest nicht auch noch um Haushaltsthemen kümmern musst. Du kannst mit ihr absprechen, dass sie nicht den ganzen Tag da sein muss, dafür aber für längere Zeit, und vielleicht vor allem auch für deine Große da sein kann. Es gibt auch viele Möglichkeiten, deiner Großen die Stillzeiten zu einer besonderen Zeit werden zu lassen. Wie wäre es, wenn Du während dem Stillen ein Buch vorliest? Mir persönlich gefällt das Buch "Ich will auch Geschwister haben" von Astrid Lindgren für diesen Zweck sehr gut. Ein Buch, das sich vor allem auch mit dem Thema Stillen beschäftigt und mit liebevoll gezeichneten Bilder aus der Sicht des größeren Bruders vom Auf die Welt kommen, dem Stillen und Tragen erzählt ist "Busi sagte Henriette" von Edith Seitz. "Busi sagt Henriette bekommst Du im Buchhandel (Edition buntehunde, ISBN 3 934941 03 6) oder auch über den Stillshop hier auf der Seite. Weitere Tipps für die Zeit nach der Geburt: o dem älteren Kind eine Babypuppe schenken, (oder sie ihr von dem Baby schenken lassen), die es ebenfalls versorgen und stillen kann. Außerdem kann das ältere Kind in die Versorgung des Babys miteinbezogen werden (es kann die Windeln reichen, den Po eincremen ...). Entscheidend ist, dass sie sich wichtig fühlt und weniger zurückgesetzt durch das Baby. o dem älteren Kind erlauben wieder klein zu sein, eben auch ein Baby, und es, wenn das Baby schläft, ein bisschen herumtragen, mit ihm ausgiebig kuscheln usw. Der oft geäußerte Spruch "Du bist jetzt schon so groß" führt bei manchen Kindern gerade zum Gegenteil dessen, was man erreichen wollte, denn "groß sein" bedeutet nach Auffassung des Kindes, dass es jetzt nicht mehr so wichtig ist. (Ich weiß, dass dies objektiv nicht so ist, aber das Kind kann es so empfinden). o ein Tragetuch verwenden. Mit dem Baby im Tuch, ist mindestens eine Hand frei für das ältere Kind (bei einem korrekt gebundenen Tuch). So kann die Mutter sich mit dem älteren Kind beschäftigen und gleichzeitig auf das Bedürfnis des Babys nach Nähe und Körperkontakt eingehen. Das Baby ist mit dabei, schläft wahrscheinlich sogar recht gut und es wird Freiraum für das Große gewonnen. Viele Mütter machen die Stillzeit mit dem Baby zu einer gemütlichen Kuschel- und Lesestunde für das größere Kind. Mit etwas Übung kann das Baby beim Stillen mit einem Arm gehalten werden und in den anderen Arm kann sich das größere Kind mit einem Bilderbuch o.Ä. kuscheln. Das ältere Kind kann das Buch so halten, dass die Mutter darin lesen kann oder mit ihm die Bilder anschauen und außerdem bekommt es die wichtige Aufgabe, die Seiten umzublättern. Eine andere Möglichkeit die Stillzeiten für das große Kind zu etwas besonderem zu machen ist eine "Stillkiste" (der Begriff stammt von einer meiner Gruppenmütter). In dieser Kiste sind besondere Dinge (z.B. ganz spezielle Stifte und glänzende Papierbögen, bunte Perlen, die zu Ketten aufgereiht werden können, ein Spielzeugauto je nachdem, was für das Kind besonders attraktiv sein kann), die nur zu den Stillzeiten benutzt werden dürfen. Wenn Du mit beiden Kindern unterwegs bist, sind die Kombination Buggy (großes Kind und/oder Einkäufe) und Tragetuch (Baby) optimal. Nur Mut, auch der (Still)Alltag mit zwei kleinen Kindern ist meisterbar, Ihr braucht nur Zeit dazu! Und sobald du selbst zuversichtlicher in die Zukunft schauen kannst, werden auch die Kinder entspannter. Vielleicht bist du dann froh, doch nicht abgestillt zu haben. Und wenn du dein Kleines z.B. in ein Tragetuch packst, kann es ständig Körperkontakt haben und du hast trotzdem die Hände frei für die große Schwester! In vielen Stillgruppen kann mich so ein Tuch oder eine andere gute Tragehilfe ausprobieren und sich zeigen lassen, wie man sie richtig "anzieht". Eine Stillberaterin in deiner Nähe findest Du im Internet unter http://wwwlalecheliga.de (La Leche Liga), http://www.afs stillen.de (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl stillen.de (Still und Laktationsberaterinnen IBCLC). Falls du aber doch lieber abstillen möchtest, dann ist das natürlich dein gutes Recht! Und dann schreibe ich dir gern, wie du es am besten anstellen kannst. Aber denk bitte daran: Es macht keinen Sinn ein Neugeborenes so zu sättigen, dass es stundenlang schläft. Muttermilch ist nach 60-90 Minuten verdaut, und das ist gut so, denn der sich enorm entwickelnde Organismus eines Menschenkindes ist darauf eingestellt, häufige kleine Mahlzeiten zu bekommen. Damit gedeiht er optimal!! Nun hoffe ich, dass dir meine Antwort Zuversicht und Hoffnung schenkt! Ich umarme dich aus der Ferne. Ich weiß genau, wo du gerade stehst, denn da stand ich auch mal... Lieben Gruß, Kristina


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